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Grafik: Gimp

Das mächtige Bildbearbeitungswerkzeug Gimp für Linux läuft auch unter Windows stabil . Neulinge laden sich zuerst die mehrsprachigen "Gimp Help 2"-Hilfedateien herunter.

1. SCREENSHOT-PROFI
Eine häufige Aufgabe von Bildbearbeitungsprogrammen ist das Erstellen von Bildschirmfotos (Screenshots). Das Knipsen geht wie gehabt: einfach die Taste PrintScreen für die gesamte Bildschirmanzeige drücken bzw. die Kombination Alt+PrintScreen für das aktuell gewählte Fenster. Um das Geknipste in Gimp einzufügen, drücken Sie Ctrl+V oder gehen zum Menü Datei/Holen/Als neues Bild einfügen. Screenshots lassen sich in Gimp via Datei/Holen/Bildschirmfoto übrigens auch zeitgesteuert erstellen. Wählen Sie dort einfach die Anzahl Sekunden, die Gimp vor dem Knipsen warten soll, und legen Sie fest, ob ein bestimmtes Programmfenster oder der ganze Bildschirm fotografiert wird.

2. GERADER STRICH
Da ein Linienwerkzeug in Gimp fehlt, greifen Sie zum "Stift" oder zum "Pinsel". Klicken Sie den gewünschten Anfangspunkt der Linie an, drücken und halten Sie die Shift-Taste und klicken Sie auf den Endpunkt. Voilà, Ihre Linie ist da. Wer mag, drückt und hält nach der Wahl des Anfangspunkts erst Shift und nimmt danach noch die Ctrl-Taste dazu. Der Endpunkt des Striches rastet nun so ein, dass Sie genau waag- oder senkrechte Linien erstellen können. Die Zwischenschritte betragen jeweils 15 Winkelgrade.

3. RAHMEN ZEICHNEN
Ein Rechteck zu zeichnen, ist in Gimp kein Problem. Schnappen Sie die rechteckige Auswahl und ziehen Sie das Rechteck an der gewünschten Stelle und in der gewünschten Größe auf. Korrigieren Sie die gestrichelte Auswahl nach, bis sie passt. Soll es ein mit Farbe gefülltes Rechteck werden, wählen Sie die Vordergrundfarbe aus. Greifen Sie jetzt zum Eimer-Symbol und klicken Sie in die Auswahl. Ist Ihnen ein Rahmen lieber, öffnen Sie Auswahl/Rand und stellen ein, wie viele Pixel breit der Rahmen sein soll. Ein Griff zum Farbtopf und ein Klick in den Rand erledigen den Rest.

Die drei von uns erstellten Ebenen mit verschiedenen Logos sowie die Hintergrundebene
Vergrößern Die drei von uns erstellten Ebenen mit verschiedenen Logos sowie die Hintergrundebene
© 2014

4. EBENEN
Gimp verwendet Ebenen, in denen verschiedene Elemente liegen können, z.B. der Hintergrund, fotografierte Gegenstände, Farbänderungen oder Texte. Wenn Sie beispielsweise einen Text einfügen, erscheint dieser zuerst als eigene Ebene. Legt man die Ebenen wie einen Stapel Folien übereinander, entsteht das gesamte Bild. Die Vorteile sind groß: Sie können die Ebenen unabhängig voneinander bearbeiten. Auch das Kopieren einer Ebene ist möglich, um etwa die Auswirkungen von zwei verschiedenen Bearbeitungsschritten zu testen.

Die drei Logos befinden sich auf verschiedenen Ebenen derselben Bilddatei
Vergrößern Die drei Logos befinden sich auf verschiedenen Ebenen derselben Bilddatei
© 2014

Durch Anklicken des Augen-Symbols im Ebenenmanager blenden Sie einzelne Ebenen schnell aus und wieder ein. Am Schluss behalten Sie jene Ebenen, die zusammen Ihr Wunschresultat ergeben – die anderen löschen Sie.

5. DATEITYP
Speichern Sie aufwendige Projekte stets unter dem hauseigenen Dateityp XCF. Nur in diesem bleiben die einzelnen Ebenen erhalten. Exportieren Sie das fertige Bild erst am Schluss in den gewünschten Zieldateityp wie z.B. JPG, TIF oder PNG.

Lese-Tipp: Einführung in GIMP

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