Channel Header
133612

Grafik

29.06.2004 | 12:21 Uhr | Markus Pilzweger

Bei der Präsentation liegen Welten zwischen den filmreifen Render-Cut-Scenes, die die Story vorantrieben und erstklassig sind und der eigentlichen Spielegrafik, die meist steril wirkt und mit massiven Darstellungsfehlern gespickt ist. So kommt es bei der Xbox-Version immer wieder zu Rucklern, bei Fahrten mit den PS-Monstern zu Popups am Horizont und bei Ausflügen per Pedes zu Clipping-Fehlern bei denen Tanners Bein in einer Mauer oder ähnlichem stecken bleibt. Die Innenlevel in Gebäuden wirken so trostlos wie das AOK-Büro in Hinterummeln.

Was sich die Entwickler bei den Animationen des Protagonisten gedacht haben, bleibt wohl für immer ein Rätsel. Tanner ist ungelenkig und stakst durch die Botanik, als hätte er mehrere versteifte Rückenwirbel. Die Sprungeinlagen wirken nicht nur komisch, sie sind es auch, denn mit einem ächzenden "Hop" erreicht der FBI-Mann Höhen, die selbst eine 90-Jährige vor keine großen Probleme stellen dürfte.

Auch die Bewegungsfreiheit ist bei Tanner recht eingeschränkt. Sie besteht aus Gehen, Laufen, Bücken (kein Laufen mehr möglich), Rolle vorwärts (aber nicht seit- oder rückwärts) und Springen (nicht sehr hoch).

Bei den 70 verschiedenen Wägen gibt es hingegen wenig zu meckern. Sie sind sauber animiert und verfügen über ein ausgefeiltes Schadensmodell, bei dem sich schon mal die Motorhaube verabschiedet oder die Stoßstange auf der Fahrbahn landet. Die unterschiedlichen Motorengeräusche bringen zudem die Kraft der zig-Liter-Maschinen authentisch rüber. Nur die Steuerung ist etwas schwammig geraten, hier ist viel Training nötig, um die Kraftprotze sauber auf der Straße zu halten.

Insgesamt trüben die allerdings die grafischen Unzulänglichkeiten das Gesamtbild doch sehr, hier wäre bei der Xbox (Stichwort Ninja Gaiden) wesentlich mehr drin gewesen.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
133612