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Die 30 größten Google-Flops

06.12.2018 | 13:33 Uhr |

Google+, Chrome Apps, Picasa, Panoramio, Nexus, Project Ara, Hangouts on Air, Google Compare, My Tracks, Google X, Catalogue, Web Accelerator, Answers sind nur einige Beispiele für Google-Projekte, die gescheitert sind. Es gibt noch mehr davon - wir stellen Ihnen die größten Google Flops vor. Update 6.12.: Google stellt Allo ein.

Geniale Erfolge...

Einige Produkte von Google, das sich seit August 2015 Alphabet nennt, sind genial und finden sofort viele begeisterte Anwender. Google Maps mit Street View. Oder Google Texte und Tabellen. Und natürlich und vor allem die Websuche fallen in diese Kategorie. Auch Android und der Google-Chrome-Brower sind längst Erfolgsmodelle.

...Zeit zum Reifen...

Andere Projekte wie Keep, das in Deutschland Google Notizen heißt, brauchen einige Zeit, bis sie reifen. Für Google Notizen gibt es übrigens auch eine App. Die Nexus-Smartphones wiederum waren kein völliger Misserfolg, sie gewannen aber auf dem Smartphone-Markt bis heute keine relevanten Anteile. Diese Android-Smartphones, die Google von wechselnden Hardware-Partnern produzieren lässt, waren bisher eher eine Art Spielzeug für Technik-Verliebte, wie es eine Huawei-Managerin vor längerer Zeit umschrieb. Daran haben auch die 2016 erschienenen Pixel-Smartphones bis jetzt nichts geändert.

...und Fehlschläge

Die Übernahme des Traditionsunternehmens Motorola im Jahr 2012 war für Google dagegen wenig erfolgreich. 2014 verkaufte Google Motorola an Lenovo. Die Chinesen beerdigten Anfang 2016 die renommierte Handy-Marke. Aber auch noch einige andere Projekte und Angebote scheiterten rundweg. Die Chrome Apps zum Beispiel haben kaum Nutzer gefunden. Aus dem Project Ara entstand bis heute kein einziges fertiges Smartphone, das man kaufen kann. Der Vergleichsdienst Google Compare konnte sich nicht einmal in den USA durchsetzen.

Mitunter stellt Google aber auch Dienste ein, die keineswegs ein Reinfall waren. Wie den Google Reader. Als Google ankündigte, diesen RSS-Dienst einstellen zu wollen, ging ein Proteststurm durch das Web. Doch ohne Erfolg. Denn Google stellt im Rahmen seiner "Putzaktionen" immer wieder mal weniger stark nachgefragte Dienste und Programme ein, um Ressourcen für neue Projekte frei zu bekommen. Ebenso schickt Google im März 2017 den Google Now Launcher in Rente.

Nicht jedes eingestellte Google-Produkt war also tatsächlich ein Flop. Mitunter machte sich Google sogar selbst Konkurrenz, indem es zwei ähnliche Produkte veröffentlichte. Picasa, das eigentlich kein Flop war, aber durch Google Photos Konkurrenz aus dem eigenen Haus bekam, und Panoramio fallen ebenfalls in diese Kategorie, aber auch Hangouts on Air und My Tracks. Dann zieht Google nach einiger Zeit die Reißleine und stellt eines der doppelt vorhandenen Produkte wieder ein. Das Smart-Answer-Tool Reply wiederum stellte Google im Oktober 2018 zwar ebenfalls ein, doch diese Funktion fließt ein in Gmail Smart Compose und Smart Reply.

Das gilt auch für die konkurrierenden Projekte mit Drohnen - eines dieser Drohnenprojekte ist im Januar 2017 kläglich "abgestürzt". Google Talk ereilte am 26. Juni 2017 endgültig sein Schicksal: Google schaltete den Chat-Dienst ab und migrierte alle verbliebenen Nutzer zu Hangouts.

Die meisten der hier zusammengestellten Google Flop-Angebote wurden bereits eingestellt, einige wenige sind aber auch noch verfügbar. Wie zum Beispiel Google+. Zumal Google vor einiger Zeit die zwangsweise Bindung eines Gmail-Kontos an ein Google+-Profil beendet hat. Im November 2015 ging Google dann dazu über Google Plus auf Themen-Communities auszurichten. Doch auch diese Neu-Ausrichtung war vergebens, Google teilte am 9.10.2018 mit, dass es Google+ für Privatanwender einstellen wird. Bis August 2019 gibt es noch eine Galgenfrist für Google+.

Google Notizen (Keep)
Vergrößern Google Notizen (Keep)

Nicht in unsere Galerie haben wir die Android-Apps Bump und Flock aufgenommen. Diese Projekte sind nicht im eigentlichen Sinne gescheitert, sondern wurden aufgrund von strategischen Überlegungen eingestellt. Ebenso verzichteten wir auf die Vorstellungen von Google-Diensten wie den Paket-Lagerdienst Bufferbox, die es nur in den USA gab. Und auch das eingestellte Quickoffice für Android und iOS ist kein Flop - die Office-Suite war ganz im Gegenteil überaus erfolgreich. Nur hat Google sie aufgekauft und ihre Funktionen in seine eigene Office-Suite übernommen.

Die lange Zeit tot gesagten Chromebooks scheinen dagegen zumindest in den USA ihren Platz zu finden. Und Hangouts scheint zumindest für Unternehmenskunden weiterbestehen zu dürfen.

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