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Google Plus-Seite verwalten und bewerben

21.01.2012 | 07:38 Uhr |

Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, kann man die Seite verwalten, neue Bilder einstellen und Status-Updates veröffentlichen.
Vergrößern Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, kann man die Seite verwalten, neue Bilder einstellen und Status-Updates veröffentlichen.

Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, kann man die Seite verwalten, neue Bilder einstellen und Status-Updates veröffentlichen. Allerdings gibt es hier noch einen großen Unterschied zu Facebook: Zum Zeitpunkt, als der Artikel erstellt wurde, konnte man lediglich einen Administrator einrichten - sprich, derjenige, der die Seite erstellt, kann sie auch als einziger pflegen. Laut einem Beitrag des Google-Plus-Entwicklers Kristoffer Sorensen soll die Multi-Admin-Funktion aber in den nächsten Wochen folgen.

Sind die ersten Schritte wie das Anpassen des Logos oder das Einbuchen neuer Bilder abgeschlossen, geht es darum, die eigene Seite bekannt zu machen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist, die Seite über den Google-Plus-Stream des Erstellers zu verbreiten. Das klappt über die Schaltfläche „Weitersagen“ in der rechten Spalte. Wie jeder andere Beitrag auf Google-Plus kann dieser anschließend von anderen Fans weiterverteilt werden.

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Eine weitere gute Maßnahme ist es, Besucher seiner eigentlichen Website auf die Google-Plus-Seite hinzuweisen. Das erreicht man am einfachsten mit Hilfe sogenannter Badges. Ähnlich wie beim +1-Button handelt es sich dabei um ein kleines Javascript-Programm, das die Anzahl der Fans der jeweiligen Seite auslesen und auf anderen Webseiten anzeigen kann. Google liefert hier eine passende Online-Seite, mit der sich die Badges individuell erstellen lassen.

Updates, Kreise und Hangouts

Wie bei einem Profil lassen sich Textnachrichten mit Bildern, Links, Videos oder dem eigenen Standort versehen und für bestimmte Kreise veröffentlichen.
Vergrößern Wie bei einem Profil lassen sich Textnachrichten mit Bildern, Links, Videos oder dem eigenen Standort versehen und für bestimmte Kreise veröffentlichen.

Google-Plus-Seiten unterscheiden sich in den Funktionen kaum von normalen Profilen. Zentrales Element ist der Stream, in dem eigene Statusnachrichten auftauchen und die Nachrichten von abonnierten Nutzern oder Seiten zu sehen sind. Wie bei einem Profil lassen sich Textnachrichten mit Bildern, Links, Videos oder dem eigenen Standort versehen und veröffentlichen. Anschließend kann man entscheiden, welche Kreise das Update sehen werden. Interessant ist auch: Auf Wunsch lässt sich der Beitrag komplett sperren (dann kann dieser nicht von anderen Nutzern geteilt werden) und die Kommentarfunktion deaktivieren.

Besonders interessant ist, dass Google die Kreise der Profile auch für die Seiten übernimmt. Das bedeutet, dass Updates nicht zwingend für alle Fans sichtbar sind. Vielmehr lassen sich die Fans der Seite in verschiedene Kategorien einteilen (bereits vorgegeben sind: Nur folgen, Kunden, VIPs und Teammitglieder). Das erlaubt eine deutlich gezieltere Ansprache der Fans: Gutscheine etwa werden so nicht breit gestreut, sondern lassen sich gezielt einem Kundenkreis zuordnen.

Die Fan-Seite kann man zudem zur Koordination mit anderen Firmen oder Teammitgliedern nutzen, etwa indem man auf anstehende Termine oder Besprechungen hinweist.

Diese Besprechungen lassen sich anschließend direkt per Hangout abhalten, die Video-Chat-Plattform ist auch für Firmenseiten zugänglich. Auf Wunsch kann man auch einen Hangout mit erweiterten Funktionen starten. Dann ist nicht nur die Übertragung von Audio und Video möglich, auch Daten lassen sich anzeigen oder Bildschirminhalte übertragen. Hangout ersetzt damit zwar nicht jedes Meeting, um ein Team mit Mitgliedern unterschiedlichen Standorten zu koordinieren taugt die Funktion aber gut.

Eine besonders interessante Variation der Hangouts könnte „Hangouts on Air“ werden.
Vergrößern Eine besonders interessante Variation der Hangouts könnte „Hangouts on Air“ werden.

Was Google Plus-Seiten noch fehlt

Die Google-Plus-Seiten bieten zwar schon einige Funktionen, allerdings fehlen auch noch wichtige Features. Wie bereits angesprochen kann nur der Ersteller der Seite diese derzeit auch pflegen. Das wird spätestens dann ein Problem, wenn dieser Nutzer die Firma verlässt oder krankheitsbedingt ausfällt. Aktuell gibt es außerdem noch keine Möglichkeit, die Zugriffe auszuwerten, von der Anzahl der Fans abgesehen. Beide Probleme will Google in den nächsten Wochen und Monaten angehen . Für die Auswertung wird Google wohl auf den hauseigenen Dienst Google Analytics setzen.

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Außerdem haben die Entwickler weitere Funktionen in der Pipeline. So sollen sich die Seiten beispielsweise auch über die mobile Google Plus-App befüllen und verwalten lassen. Eine besonders interessante Variation der Hangouts könnte „Hangouts on Air“ werden. Dabei werden die Präsentationen oder Gespräche direkt von Google Plus aufgezeichnet, anschließend stehen die Videos über YouTube zur Verfügung. Praktisch, etwa für Diskussionsrunden oder Webcasts.

Fazit zu Google Plus für Unternehmen

Auch wenn Google Plus bei den Seiten für Unternehmen mit dem Platzhirsch Facebook noch nicht mithalten kann, so bringt das neue Social Network eine Reihe von interessanten Funktionen mit. Dazu gehört beispielsweise auch, dass man Fans in unterschiedliche Kreise teilen und Informationen so gezielt zugänglich machen kann. Derzeit sollte man Google Plus als Unternehmen im Blick behalten, allerdings noch nicht zu viel Arbeit hineinstecken.

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