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Google PageRank

Die im vorhergehenden Abschnitt beschriebenen Faktoren zur Bestimmung der Relevanz haben den Nachteil, dass sie vom Autor einer Website relativ leicht beeinflusst werden können. Nehmen Sie ein beliebiges Stichwort, stellen Sie es an möglichst alle Positionen (Titel, Überschriften etc.) innerhalb der Seite, und Ihre Seite wird dafür eine gute Position in den Suchmaschinen erreichen.

Die Entwickler der Suchmaschine Google fanden ein zusätzliches Kriterium, das sie zur Relevanzbestimmung heranzogen: Die Anzahl der Links, die auf die zu bewertende Seite verweisen, wird als Qualitätsmerkmal gewertet - Link Popularity. Dahinter steckt der Gedanke, dass nur qualitativ wertvolle Seiten viele Links von anderen Websites erhalten. Auf diese Weise wird das Urteil vieler Menschen im Internet mit ins Ranking der einzelnen Suchmaschinen integriert und Spamming-Tricks die Grundlage entzogen.

Der Erfolg dieser Idee lässt sich an der ungeheuren Popularität erkennen, die Google heute im Web genießt – und daran, dass quasi alle anderen Suchmaschinen diesen Ansatz ebenfalls aufgegriffen haben. Messung per Google Toolbar

Der von Google benutzte Algorithmus berücksichtigt aber nicht nur die Anzahl der Links, die auf eine Seite zeigen, sondern auch, welche Qualität diese verweisenden Seiten selbst haben. Dabei drückt Google die Qualität einer Seite mit einem Zahlenwert zwischen null und zehn aus, der so genannte Pagerank. Zehn steht beim Pagerank für die höchste Qualität und wird nur von wenigen Seiten erreicht. Google macht den PageRank über die Toolbar zugänglich. Gerald Steffens sammelt unter http://www.suchmaschinen-optimierung-seo.info/pagerank.html Seiten, die einen maximalen PageRank von zehn erreicht haben.

Die Berechnung des PageRank ist recht aufwändig, da zur Berechnung des Wertes für eine Seite die PageRank-Werte aller Seiten, die dorthin verlinken, berücksichtigt werden müssen. Das heißt, dass diese Berechnung rekursiv durchzuführen ist, denn ein veränderter Wert einer Seite hat durch die Verlinkung im Web Auswirkungen auf alle anderen Seiten.

Die Erfahrung zeigt aber, dass sich der PageRank in der Praxis relativ simpel verhält: Pro Link verringert sich der PageRank um den Wert eins. Verlinkt also eine Seite mit einem PageRank-Wert von sechs auf eine andere Seite, so erhält diese ziemlich wahrscheinlich einen PageRank von fünf. Natürlich ist das nur eine grobe Daumenregel, die für PageRank-Werte, die kleiner als sieben sind, aber meist recht zuverlässig zutrifft.

PageRank kann von den eigentlichen Optimierungszielen ablenken – zudem gibt es wichtigere Faktoren als den PageRank. Außerdem ist die PageRank-Anzeige der Google Toolbar oftmals inkorrekt, da Google den dargestellten Wert nur noch recht selten aktualisiert.

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