171704

Google-Hacks 8 bis 10

23.09.2010 | 13:12 Uhr |

Google Hacks Nr. 8. Suche im Seitentitel hilft beim gezielten Filtern
Mit "intitle:" schränken Sie die Suche auf Begriffe ein, die im Titel einer Seite vorkommen. Damit sind die Angaben gemeint, die beim Besuch einer Seite in der Titelzeile des Browsers erscheinen. Außerdem dient der Begriff meist als Überschrift in den Google-Trefferlisten. Intitle hilft zum Beispiel weiter, wenn Sie vor einer Fülle an Suchergebnissen stehen und diese schärfer eingrenzen wollen. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie davon ausgehen, dass der Suchbegriff im Titel der gewünschten Seite(n) auftaucht. Ein Beispiel wäre: "Rezept intitle:Caipirinha". Wenn Sie nur nach "Rezept Caipirinha" suchen, erhalten Sie zwar wesentlich mehr Treffer. Darunter sind aber auch viele Rezepte, in denen der Begriff Caipirinha in anderen Zusammenhängen vorkommt, zum Beispiel: "Nach diesem Gericht stoßen Sie am besten mit einem Caipirinha an."

Google Hacks Nr. 9. Konfigurationen von Netzwerkgeräten offen im Web
Intitle lässt sich auch dazu verwenden, ungeschützte Websites oder Netzwerkgeräte zu finden. Mit "intitle:"Webview Logon Page"" gelangen Sie etwa zu offen stehenden Firmen-Switches der Firma Alcatel. Switches verbinden mehrere Netzteilnehmer miteinander. Wenn der Admin hier vergessen hat, das Standardpasswort zu ändern, steht einem Hacker Tür und Tor offen. Er könnte das Gerät so umkonfigurieren, dass in der Firma, in der es steht, plötzlich nichts mehr geht. Möglicherweise gelingt es ihm sogar, Datenverkehr zu belauschen. Detaillierter suchen: Mit Intitle können Sie auch Abfragen präzisieren. Wenn Sie beispielsweise "This report was generated by WebLog" aus Punkt 2 um "intitle:"Access Details Report"" erweitern, erhalten Sie zwar weniger, dafür aber genauere Ergebnisse.

Google Hacks Nr. 10. Die rechtliche Situation: Prinzipiell unproblematisch
Bleibt die Frage, wie die rechtliche Situation ist, wenn Sie bei der Internet-Suche auf vertrauliche Dokumente stoßen. Das Strafgesetzbuch sagt dazu in §202a, Absatz 1: "Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft." Da die von Google indizierten Dokumente keinen Zugangsschutz besitzen, machen Sie sich also nicht strafbar, wenn Sie darauf zugreifen.
Einen Freifahrtschein können wir Ihnen trotz offenbar eindeutiger Rechtslage nicht ausstellen. Denn einschlägige Gerichtsurteile gibt es in diesem Bereich noch nicht. Was Sie auf jeden Fall beachten müssen, ist das Urheberrecht - das kommt beispielsweise zur Anwendung, wenn Sie auf MP3s mit kommerzieller Musik stoßen. Einhalten sollten Sie auch, wenn Sie auf ein Log-in-Formular stoßen. Denn hier kann man schon unterstellen, dass der Zugang "besonders gesichert" ist - es sei denn, das Standardpasswort wurde nicht geändert.

PC-WELT Marktplatz

171704