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Google Cloud Print: per Wolke drucken

17.09.2012 | 09:45 Uhr | Ines Walke-Chomjakov

In der Wolke sind alle verfügbaren Drucker aufgelistet. Sie lassen sich auswählen, löschen, umbenennen und teilen.
Vergrößern In der Wolke sind alle verfügbaren Drucker aufgelistet. Sie lassen sich auswählen, löschen, umbenennen und teilen.

Auch Google hatte es nicht besonders eilig, einen Druckdienst einzurichten. Immerhin wurde der Service Google Cloud Print erst 2010 vorgestellt und ist seit Anfang 2011 als Beta verfügbar. Der Dienst funktioniert sowohl mit Mobilgeräten als auch herkömmlichen Rechnern. Der Grund: Er nutzt die Cloud, um die Druckaufträge aufzubereiten. Bevor Sie drucken können, müssen Sie sich an Ihrem Google-Konto anmelden. Ist Ihr Drucker „Google Cloud Print Ready“, kann er sich direkt an Ihrem Google-Konto anmelden und beispielsweise Bilder und Dokumente ausdrucken, die Sie in Google Drive abgelegt haben.

Google Cloud Print: Cloud plus App

Wollen Sie von Ihrem Smartphone oder Tablet-PC drucken, benötigen Sie eine App, die Google Cloud Print beherrscht. Populär sind Google Cloud Print Beta oder Easy Print, die für Android-Geräte kostenlos im Play Store erhältlich sind. Von Google Cloud Print Beta gibt es auch eine Variante für iOS-Geräte, allerdings ist diese kostenpflichtig. Beide Apps binden sich in manche vorinstallierte Apps ein. So lassen sich etwa Bilder aus der Galerie drucken. Bei Google Cloud Print lassen sich Einstellungen wie Hoch- oder Querformat, Randlosdruck, Anzahl der Exemplare oder Duplex in der App vornehmen, bei Easy Print dagegen nicht. Hier gelten die Einstellungen, die Sie im Google-Dienst für den Standard-Drucker definiert haben.

Für das Drucken von Webseiten per Google Cloud Print benötigen Sie Chrome. Allerdings setzt der Webbrowser Android 4.0 voraus. Sind beide Faktoren erfüllt, bindet sich die App Google Cloud Print Beta über die Funktion „Teilen“ ein. Der Druckauftrag wird vom Tablet oder Smartphone in die Cloud gesendet. Dort bleibt er so lange liegen, bis der Rechner angeschaltet wird, an dem der Drucker hängt, der in Google Cloud Print als Standarddrucker festgelegt ist. Sobald der Rechner eine Internetverbindung hat, werden die gelagerten Aufträge abgearbeitet.

Positiv: Der Service ist unabhängig vom einzelnen Druckerhersteller. Insofern stimmt der Mobilitätsgedanke.

Negativ: Ein Direktdruck gelingt mit dem Dienst nicht. Er macht immer den Umweg über die Cloud. Das dauert schon einmal ganz schön lange. Außerdem muss der Rechner, an dem der Drucker hängt in Betrieb sein. Das hat wenig mit richtiger Mobilität zu tun.

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