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Besser als Google: Spezialisierte Suchmaschinen

24.09.2018 | 10:05 Uhr |

Wer im Internet nach etwas sucht, verwendet meist Google. Dabei gibt es andere Suchmaschinen, mit denen sich themenspezifische Ergebnisse genauso gut, wenn nicht sogar besser finden lassen. Wir stellen Ihnen die besten Alternativen zu Google vor.

Der Ausdruck „googeln“ hat sich mittlerweile zum Synonym für „im Internet suchen “ entwickelt. Dieses Phänomen zeigt recht gut, welchen Stellenwert die Suchmaschine Google bei vielen Anwender errungen hat. Sie ist die Standardlösung für die Recherche im Internet. Dabei existieren etliche andere Suchmaschinen, die Ihnen ebenfalls die gewünschten Ergebnisse liefern können, dabei aber noch weitere Vorteile mit sich bringen.

Wir stellen Ihnen auf den kommenden Seiten verschiedene Google-Alternativen vor. Einige davon sind vor allem auf anonymisierte Suchanfragen bedacht, andere richten sich speziell an Kinder, wieder andere eignen sich vor allem für Spezialthemen. Und auch die eine oder andere Metasuchmaschine – also eine Suche, die auf die Ergebnisse anderer Suchmaschinen zurückgreift und diese aufbereitet – haben wir berücksichtigt.

Interessant: Das weiß Google über Sie

Die Platzhirsche: Große Namen mit kleinen Marktanteilen

Mit einem weltweiten Marktanteil von über 86 Prozent auf Desktop-Rechnern und über 98 Prozent auf Mobilgeräten (Quelle: Statista, Juni 2018) ist Google deutlich die Nummer eins unter den Suchmaschinen. Das mag zum einen daran liegen, dass die Google-Suche zumindest auf Android-Mobilgeräten bereits vorinstalliert und daher bequem zu nutzen ist.

Zum anderen hat sich die Google-Suche beziehungsweise eine hohe Platzierung in der Ergebnisliste mittlerweile zu einem Qualitätskriterium für Websites entwickelt. Google-optimierte Suchergebnisse, die den strengen Vorgaben des Unternehmens entsprechen, sollen (zumindest in der Theorie) qualitativ hochwertigen Content durch eine gute Platzierung herausstellen, was wiederum Nutzer von der Qualität der Suchmaschine überzeugen soll.

Diese Rechnung scheint derzeit aufzugehen. Wirft man allerdings einen Blick auf den Verlauf der weltweiten Marktzahlen von 2015 bis 2018, so ist ein anderer Trend auszumachen: Google verliert leicht, aber stetig, während Bing aus dem Hause Microsoft seine Anteile über diesen Zeitraum von 3,85 bis 6,54 Prozent nahezu verdoppeln konnte. Verglichen mit Googles Marktzahlen ist dies natürlich wenig beeindruckend. Es zeigt jedoch, dass Google nicht allein auf dem Markt der Suchmaschinen ist. Nachfolgend die wichtigsten Konkurrenten; die genannten Marktanteile stammen von Lunapark .

Bing : Microsofts Suche existiert seit 2009, damals noch im Betastadium. Die heutige Version ist seit 2012 online, erreicht Platz 2 mit rund 6,5 Prozent und liefert Ergebnisse, die sich mit denen Googles messen können. In puncto Sicherheit legt Microsoft ganz offen dar, dass alle Infos, die bei der Nutzung von Microsoft-Produkten gesammelt werden, sowie die Aktivitäten damit und der Suchverlauf gespeichert werden. Außerdem würde man Cookies verwenden. Der Nutzer habe jedoch die Möglichkeit, Infos zu löschen oder das Sammeln zu unterbinden.

Yahoo : Der in den 90er Jahren große Suchmaschinenbetreiber Yahoo hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. So gab es Kooperationen mit Microsoft, Twitter sowie Alibaba, die Übernahme der Blogging-Plattform Tumblr und 2016 schließlich die Übernahme durch Verizon, die Yahoo und AOL unter dem Namen Oath zusammenschlossen. Mittlerweile ist Yahoo eher ein Portal als eine Suchmaschine, das Facebook-Inhalte integriert und Microsofts Suchtechnologien nutzt. Diverse Datenschutzskandale nagen am einst guten Image Yahoos. In den Datenschutzrichtlinien schreibt das Unternehmen, es würde Cookie setzen sowie Such-, Standort-und Browsing-Daten erheben. Weltweit kam Yahoo 2017 auf einen Marktanteil von 1,7 Prozent (Platz 3).

Ask.com wurde um 2006 vor allem durch seine nervige und nur schwer zu deinstallierende Toolbar bekannt. Ursprünglich als direkter Angriff auf Google geplant, gab Ask.com jedoch 2010 auf und stellte den Suchbetrieb ein. Die Suchmaske ist zwar unter der bekannten Webadresse noch online. Hinter der Anfrage steckt jedoch eine nicht näher genannte Mitbewerbertechnologie. Ask.com versteht sich mittlerweile selbst als Frage-und Antwortplattform für Nutzer. Erstaunlich: Die Plattform erzielte 2014 in den USA noch einen Marktanteil von zwei Prozent (Platz 4)! Inzwischen ist die Site jedoch aus der Statistik verschwunden.

Baidu : Der chinesische Platzhirsch Baidu (2000 gegründet) hatte 2017 im eigenen Land einen Marktanteil von 56 Prozent, gefolgt von den Mitbewerbern Qihoo360 und Sogou. Zum Vergleich: Bing brachte es dort auf 0,7 Prozent, Google aufgrund Chinas strenger Zensur nur auf 0,37 Prozent. Weltweit hatte Baidu 2017 einen Marktanteil von 1,6 Prozent und belegte damit Platz 4.

Baidu stellt auf dem Gebiet der Suchmaschinen eine kleine Ausnahme dar, da Nutzer damit auch MP3-Musik finden können. Diese lässt sich dann kostenpflichtig herunterladen. Hinsichtlich der Sicherheit gibt Baidu an, Cookies einzusetzen sowie persönliche Daten der Nutzer an Konzern-zugehörige Unternehmen, Geschäftspartner, Lizenznehmer und Dienstleister weiterzugegeben.

Yandex : Das russische Pendant zu Baidu heißt Yandex und ist seit 1997 tätig, seit 2010 auch englischsprachig. Mit einem Marktanteil von 60,5 Prozent in Russland liegt Yandex vor Google (29,7 Prozent). Weltweit lag Yandex 2017 mit 0,4 Prozent Marktanteil auf Platz 5.

Siehe auch: Die 28 größten Google-Flops

Maximale Sicherheit: Fokus auf Privatsphäre

Einer der entscheidenden Gründe für viele Menschen, den großen Suchmaschinen den Rücken zuzuwenden, ist vermutlich der Datenschutz. Suchanfragen mit Datum und Uhrzeit, IP-Adresse, Browsertyp, Betriebssystem und Provider sind nur einige der Infos, die Suchmaschinenanbieter erheben – und unter Umständen sogar speichern und weitergeben! Natürlich alles unter dem Vorwand eines besseren Sucherlebnisses.

Es gibt jedoch auch Suchmaschinen, bei denen die Sicherheit Ihrer Daten großgeschrieben wird. Dabei hat jeder der Anbieter, die wir Ihnen vorstellen, einen etwas anderen Ansatz. Jeder behauptet jedoch von sich, keine Nutzerdaten zu sammeln. Das ist hinsichtlich der Privatsphäre zwar positiv einzuschätzen. Anwender sollten sich jedoch auch darüber im Klaren sein, dass Suchergebnisse dann nicht mehr an persönliche Interessen angepasst werden können. Oder anders ausgedrückt: Jede Anfrage erzielt bei diesen Suchmaschinen die gleichen Ergebnisse.

Duckduckgo
Vergrößern Duckduckgo

Duckduckgo : Die wohl bekannteste der „sicheren“ Suchmaschinen ist Duckduckgo mit Firmensitz in Pennsylvania. Die als Website, Browser-Erweiterung und sogar als App verfügbare Metasuchmaschine behauptet, keinerlei Nutzerdaten zu erheben. Sie greift auf die Suchalgorithmen von anderen Anbietern zurück und nutzt das Anonymisier-Netzwerk Tor. Die Akzeptanz der Suchmaschine steigt stetig, da sie mittlerweile auch in populärer Software wie Linux Mint, iOS und Firefox integriert wurde. Ein weiteres Argument für Duckduckgo ist auch, dass sich die Werbung in den Einstellungen abschalten lässt.

Qwant : Der in Paris ansässige Anbieter Qwant sammelt eigenen Angaben zufolge ebenfalls keine personenbezogenen Daten seiner Nutzer. Die anonyme Suche wird durch eine Abkopplung der IP-Adresse realisiert. Allerdings bietet Qwant Nutzern die Möglichkeit, ein Konto zu erstellen und dann Suchpräferenzen oder Boards zu nutzen. Eine schnellere, abgespeckte Variante von Qwant bietet das Unternehmen mit der Browsersuche Qwant Lite . Eine spezielle Variante für Kinder von 6 bis 13 Jahren ist unter www.qwantjunior.com zu finden. Deren Schwerpunkt liegt laut Anbieter auf Inhalten mit hohem Bildungswert.

Startpage
Vergrößern Startpage

Startpage : Die 2006 entstandene Suchmaschine des niederländischen Unternehmens Surfboard Holding lieferte ursprünglich die Suchergebnisse für seine Schwester-Website, die Metasuchmaschine Ixquick. Beide Sites wurden 2016 unter dem Namen Startpage zusammengefasst, für die Suche sendet das Unternehmen die Anfragen anonymisiert an Google weiter, nutzt also deren Suchtechnologien. Startpage trägt als einzige Suchmaschine das europäische Datenschutz-Gütesiegel, ist also eine nach EU-Datenschutzrecht geprüfte und zertifizierte Suchmaschine.

Swisscows
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Swisscows : In erster Linie ein regionaler Player ist Swisscows, auch als Hulbee bekannt. Der in der Schweiz ansässige Suchmaschinenbetreiber basiert auf den Suchergebnissen von Yahoo, ergänzt diese jedoch um Schlagworte, um die Suche einzugrenzen.

Eine weitere Besonderheit ist der Sicherheitsaspekt: Swisscows hat eine „Alle Aktivitäten löschen“-Option im Menü und behauptet, weder Cookies zu setzen noch Suchbegriffe oder die IP-Adresse zu speichern. Dieser Sicherheitsaspekt schlägt sich allerdings nicht in den Nutzerzahlen nieder – Swisscows spielt auf dem Markt derzeit (noch) keine Rolle.

Unbubble : Auch die Metasuchmaschine Unbubble setzt in erster Linie auf Datensicherheit bei der Websuche. So behauptet das Unternehmen, Suchanfragen werden ohne persönliche Angaben oder Verbindungsdaten an externe Dienste weitergeleitet. Außerdem würde man keine Cloud-oder Zusatzdienste außerhalb der Europäischen Union nutzen. Und auch die Hardware sei besonders geschützt: Eigener Aussage zufolge stehen die Unbubble-Server in Deutschland in einem Hochsicherheitsrechenzentrum, das mit erneuerbarer Energie betrieben wird. Die Suchergebnisse ähneln denen Googles, allerdings dauert die Suche unserer Ansicht nach deutlich länger. Auf Social-Media-Widgets oder Werbung verzichtet Unbubble dafür.

Kindgerechte Inhalte: Mit Whitelist vorsortiert

Wenn sich nicht nur Erwachsene in Ihrem Haushalt befinden, sondern auch Kinder, die das Internet nutzen, sollen diese möglichst auch kindgerechte Inhalte im Internet angezeigt bekommen. Der erste Schritt dahin ist eine Suchmaschine speziell für diese Altersgruppe. Vor allem drei Anbieter sind hier zu nennen:

Blinde Kuh
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Blinde Kuh : Diese Suchmaschine entstand 2002 aus einer privaten Seite und basiert auf einer selbsterstellten Whitelist, die 2007 in FragFINN (siehe nächster Punkt) integriert wurde. Blinde Kuh zeigt Artikel sowie Videos auf der Startseite an, wirkt optisch jedoch etwas altbacken. Die Finanzierung von Blinde Kuh wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Werbung ist auf der Seite nicht erlaubt.

In puncto Datenschutz gibt Blinde Kuh an, die Namen der aufgerufenen Websites samt Datum und Uhrzeit, die übertragene Datenmenge sowie Browsertyp und -version, Betriebssystem, Referrer-URL, IP-Adresse und Provider abzurufen und diese Logfile-Daten für sieben Tage zu speichern. Cookies kämen nur bei personalisierter Suche, Tracker gar nicht zum Einsatz.

FragFINN : Die wohl bekannteste und wichtigste Suchmaschine für Kinder und Jugendliche bietet neben einer Suchmaske auch Artikelvorschläge und Videos auf der Startseite. Ihr zugrunde liegt eine Whitelist für kindgerechte Websites, die in Zusammenarbeit mit Blinde Kuh (siehe zuvor) entstanden ist. Optisch und hinsichtlich der Suchergebnisse fanden wir FragFINN jedoch deutlich besser. Die Finanzierung der Website erfolgt über die Mitgliedsbeiträge des FragFINN e.V. sowie über Sponsoren wie Disney, G-Data, Google, Nickelodeon und Telekom.

Hinsichtlich der Datensicherheit gibt der Anbieter an, IP-Adresse, Browser, Betriebssystem sowie die aufgerufenen Seiten mit Datum und Uhrzeit zu speichern. Allerdings sollen laut Hersteller die persönlichen Daten nach spätestens drei Monaten gelöscht werden.

Helles Köpfchen
Vergrößern Helles Köpfchen

Helles Köpfchen : Auch diese Suchmaschine zeigt Artikel und Videos auf der Startseite an, wie bei Blinde Kuh und FragFINN. Zur besseren Orientierung finden Sie die Artikel jedoch zusätzlich nach Themen sortiert, und es ist ein Community-Bereich verfügbar, in dem sich User austauschen können. Insgesamt ist Helles Köpfchen eher als Kinder-Plattform denn als Suchmaschine zu sehen.

In der Datenschutzerklärung ist zu finden, dass Helles Köpfchen bei einem Besuch beziehungsweise der Nutzung der Website Browsertyp und -version, Betriebssystem, Referrer-URL, Rechner-Hostname, Uhrzeit der Serveranfrage und die IP-Adresse (anonymisiert) sowie alle Daten für die Kontoeinrichtung speichert. Zudem werden Cookies und Analyseprogramme eingesetzt.

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Spezialisierte Suchanfragen: Für Bücher, Fotos und Wissenschaft

Wer im Internet etwas sucht und dafür eine der genannten Suchmaschinen verwendet, der bekommt normalerweise ungefilterte Ergebnisse. Es gibt jedoch auch Suchmaschinen, die sich auf einen Themenbereich spezialisiert haben.

Bookfinder
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Bookfinder : Hier kommen Bücherwürmer auf ihre Kosten: Die Spezialsuchmaschine sucht neue, gebrauchte und sogar vergriffene Exemplare. Im Suchergebnis finden Sie dann die verschiedenen Anbieter mit zusätzlichen Infos zum gesuchten Buch sowie den Preis. Bei der Nutzung sammelt der Anbieter laut eigener Aussage nur die Daten, die für den Betrieb der Website nötig sind, und gibt sie auch nicht weiter.

Tin Eye Reverse Image Search
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Tin Eye Reverse Image Search : Wer selbst eine Website beziehungsweise einen Blog betreibt und darauf eigene Fotos veröffentlicht, der kennt bestimmt das Phänomen: Andere User finden die Bilder über die Google-Suche und verwenden sie ohne Erlaubnis weiter. Mit Tin Eye können Sie diese Übeltäter ausfindig machen, indem Sie das Bild auf den Server des Dienstes hochladen oder dort die URL zum Foto eingeben. Die Search Engine durchsucht anschließend das Internet daraufhin, ob dieses Bild veröffentlicht wurde. Das Ergebnis zeigt Ihnen nicht nur den Veröffentlichungsort, sondern auch eine eventuelle Bearbeitung an. Über eine Wechselfunktion können Sie dann zwischen Ihrem Bild und der Veröffentlichung hin-und herschalten, um Unterschiede festzustellen.

Hochgeladene Bilder werden dabei laut Tin Eye nicht geindext und höchstens für 24 Stunden auf den Servern gespeichert. Ansonsten verwendet der Anbieter Cookies sowie Zählpixel und speichert die verwendete Hardware, die IP-Adresse, die Suchanfrage mit Zeit und Datum sowie die Referrer-URL.

World Wide Science
Vergrößern World Wide Science

World Wide Science : Diese Wissenschafts-Suchmaschine wird vom Amt für wissenschaftliche und technische Informationen des US-amerikanischen Energieministeriums betrieben. Sie versteht sich als globale Schnittstelle zwischen verschiedenen wissenschaftliche Datenbanken und Portalen und eignet sich vor allem für die wissenschaftliche Recherche. Dabei bietet die Suchmaschine auch eine Übersetzungsfunktion für verschiedene Sprachen.

Gespeichert werden bei einer Recherche der Name der aufgerufenen Website, Datum und Uhrzeit des Abrufs, die übertragene Datenmenge, Browsertyp und Betriebssystem, Referrer-URL, IP-Adresse und Internet-Domaine. Außerdem kommen Tracking-Cookies durch Google Analytics zum Einsatz.

Besonderheiten: Umweltfreundlich, gemeinnützig und gefiltert

Ecosia : Bei dieser Suchmaschine stehen nicht nur die Suchergebnisse, sondern auch der Umweltschutz im Vordergrund. Denn Ecosia pflanzt ungefähr alle 45 Suchanfragen einen Baum. Dazu arbeitet der Anbieter mit dem WWF zusammen; die Suchergebnisse stammen von Bing.

Aber nicht nur hinsichtlich des Umweltgedankens ist Ecosia vorbildlich: Die Suchmaschine speichert auch keine Nutzerprofile. Ferner werden alle Suchanfragen verschlüsselt und innerhalb einer Woche anonymisiert. Es gibt keine Weitergabe der Daten an Werbetreibende, keine externen Tracking-Tools, und das interne Tracking lässt sich deaktivieren. Ecosia ist seit Firefox 59 als Suchmaschine vorinstalliert und auch als App verfügbar.

Metager: Metager ist, wie die Bezeichnung schon andeutet, eine Metasuchmaschine, die laut eigenen Angaben bis zu 50 Suchmaschinen abfragt. Sie wird vom gemeinnützigen Verein für freien Wissenszugang betrieben und durch Spenden und Werbung finanziert. Um die Suche einzugrenzen, finden sich über der Suchleiste die Themenschwerpunkte „News/Politik“, „Wissenschaft“ und „Produkte“. Mit an Bord ist auch ein eigener Kartendienst.

Was den Datenschutz angeht, so speichert Metager laut eigenen Angaben die IP-Adresse und weitere Daten, die der Browser weitergibt, etwa Browsertyp und Betriebssystem. Anders wäre das jedoch beim Verwenden des Browser-Plug-ins, bei dem keinerlei Daten weitergegeben werden.

Million Short
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Million Short : Diese Suchmaschine möchte Seiten, die im Google-Ranking weiter hinten stehen, eine Chance geben. Dazu können Sie in den Einstellungen angeben, ob Sie bei den Ergebnissen jeweils die ersten 100, 1000, 10.000, 100.000, 1.000.000 oder mehr Einträge löschen möchten. Zudem bietet die Seite detaillierte Filtermöglichkeiten.

Der Anbieter sammelt laut eigenen Angaben alle Daten, die ein Nutzer freiwillig auf der Website oder auf Drittanbieter-Websites eingibt. Cookies kommen zum Einsatz, wenn der Browser dies erlaubt. Nutzer können jedoch ein Löschen aller erhobenen Daten über die Website verlangen.

Wolfram-Alpha
Vergrößern Wolfram-Alpha

Wolfram-Alpha : Eine besondere Art von Suchmaschine ist Wolfram-Alpha. Sie liefert keine Links als Suchergebnisse, sondern durchforstet bei jeder Anfrage ihren eigenen Datenbestand und gibt Fakten aus – ähnlich dem Computer in Star Trek. Die Daten stammen dabei von Wissenschaftlern und werden sorgfältig geprüft.

Wolfram-Alpha wird meist als „semantische Suchmaschine“ bezeichnet, da sie für jede Anfrage genau eine exakte Antwort liefert, eventuell erweitert um Grafiken oder Bilder. Sie eignet sich daher auch nicht für jede Art von Anfrage. Auf der Startseite finden Sie verschiedene Themengebiete wie „Chemistry“, „Food & Nutricion“ oder „Entertainment“. Klicken Sie auf eines der Themen, erhalten Sie Beispiele für Suchanfragen. So können Sie damit etwa nicht nach Rezepten für Spinat suchen. Möchten Sie jedoch die Nährstoffe des grünen Blattgemüses wissen, gibt Wolfram-Alpha diese aus, aufgeschlüsselt nach sämtlichen Inhaltsstoffen, unterlegt mit Balkendiagrammen und mehr. Auch die Nährwerte von „Spinat, gekocht, abgetropft, gehackt, gefroren, mit Salz, Blatt, eine Tasse davon“ sind kein Problem für Wolfram-Alpha. Einziger Wermutstropfen: Die Suchmaschine, die auch als App verfügbar ist, versteht nur Englisch.

Wolfram-Alpha speichert laut eigener Aussage keine personenbezogenen Daten, sondern nur die IP-Adresse, Browsertyp und -version, die geografische Region, Referrer-URLs und andere Infos, die der Browser weitergibt.

Fazit: Alternativen sind beim Suchen oft besser als Google

Google beherrscht eindeutig den Markt der Suchmaschinen. Dabei liegt die Beliebtheit der Google Search mit Sicherheit nicht daran, dass sie dem Mitbewerb qualitativ so stark überlegen ist, sondern daran, dass Google beispielsweise auf Android-Smartphones als Standard-Suche eingerichtet ist. Und dass sich der Begriff „googeln“ als Synonym für „im Internet suchen“ durchgesetzt hat, liegt auch eher daran, dass viele Nutzer schlichtweg keine Alternative zu Google kennen.

Die Folge von Googles Marktführerschaft ist, dass der Marktwert einer Website mittlerweile vom Google-Ranking abhängt – doch eine Aussage über die tatsächliche Qualität der Inhalte lässt sich dadurch nicht unbedingt treffen. Lediglich, dass das SEO-Team vermutlich fähig ist. Unser Tipp daher: Nutzen Sie doch mal eine andere Suchmaschine, die vielleicht mehr auf Ihre Privatsphäre achtet oder die Ihnen weniger Werbung anzeigt. Sie werden sehen, dass Sie dann bald ganz auf Google als Suchmaschine verzichten können.

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