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GnuPG einrichten

11.09.2009 | 10:21 Uhr | David Wolski

Gpgdir nutzt GnuPG zur Verschlüsselung. Das Tool hat sich unter Linux als Quasi-Standard etabliert und ist auf den meisten Systemen standardmäßig installiert. GnuPG übernimmt auch die Schlüsselverwaltung. Falls Sie GnuPG auf Ihrem Linux-System noch nicht für Ihre persönliche Verwendung eingerichtet haben, müssen Sie das vor dem Einsatz von Gpgdir noch erledigen: Rufen Sie dazu das GnuPG-Konsolentool gpg in einem Terminal-Fenster mit dem passenden Parameter auf. Tippen Sie "gpg --gen-key" ein, um einen Schlüssel zu erzeugen. Folgen Sie dabei einfach der Anleitung, die das Programm bei der Schlüsselerstellung Schritt für Schritt anzeigt.

Eine ausführliche, deutschsprachige Anleitung zu GnuPG finden Sie unter www.gnupg.org/howtos/de . Nach der Eingabe einiger Daten und eines Passworts erzeugt das Programm Ihr persönliches Verschlüsselungszertifikat. Notieren Sie sich die angezeigte ID, oder markieren Sie sie mit der Maus und befördern Sie sie in die Zwischenablage, denn Sie werden diese ID gleich brauchen. Nutzen Sie GnuPG bereits, öffnen Sie ein Tool zur Schlüsselverwaltung und holen Sie dort die Schlüssel-ID (Kennung).

Gpgdir einrichten

Anschließend öffnen Sie die Konfigurationsdatei von Gpgdir, die Datei ~/.gpgdirrc in einem Texteditor und geben ganz unten die Schlüssel-ID an, beispielsweise so:
use_key A9334447
Fehlt die Datei .gpgdirrc, dann legen Sie sie einfach neu an. Jetzt ist ist Gpgdir bereit für den Einsatz. Mit dem Befehl "gpgdir -e <Verzeichnis>" verschlüsseln Sie alle Dateien in einem Ordner und in den Unterordnern und mit "gpgdir -d <Verzeichnis>" können Sie wieder alles entschlüsseln. Beachten Sie, dass Sie bei GnuPG stets den privaten Schlüssel zum Dechiffrieren von Daten benötigen. Falls Sie also Daten von einem PC zum anderen transportieren, muss der private Schlüssel auf beiden Systemen vorhanden sein.

Ihren Schlüsselbund exportieren Sie übrigens mit dem Befehl "gpg --export > schluessel.gpg" in eine Datei. Auf dem anderen PC können Sie ihn dann mit "gpg --import schluessel.gpg" importieren.

Das Open-Source-Tool Gpgdir 1.9.1 zum Verschlüsseln von Verzeichnissen können Sie unter www.cipherdyne.org/gpgdir/download herunterladen, als RPM-Paket oder als Quellcode.

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