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Gewohnte Oberfläche

12.10.2007 | 08:30 Uhr |

Anders als seine Vorgänger benötigt die Windows-Installationsdatei von VMware Workstation 6.0 nicht 100 MB, sondern 282 MB. Anders als beim Release ließ sich die sechste Version aber nicht bei laufendem PC in Betrieb nehmen: Losgehen konnte es in unserem Test erst im Anschluss an einen störenden Neustart des Rechners. Nach dem Aufruf erwartet den Anwender die von den Vorgängern ge-
wohnte, grafische Bedienungs- und Verwaltungsoberfläche.

Mit Assistentenhilfe werden von hier aus neue Gast-Maschinen erstellt. Über die individuelle Konfiguration lassen sich alle Einstellungen für virtuelle Gäste vor-
nehmen. Praktischerweise zeigt das Programm an dieser Stelle die in der virtuellen Ma-
schine jeweils unterstützten Merkmale direkt an. Ohne Blick ins Handbuch, findet der Benutzer hier unter anderem den Hinweis, dass ein Workstation-6.0konformer Gast bis zu 8 GB Arbeitsspeicher und zehn Netzwerkadapter nutzen darf.

Ebenso klärt der Assistent darüber auf, unter welcher Software die virtuelle Ma-
schine läuft, denn das Sechser-Release führt ein neues, zu früheren Produkten des Herstellers inkompatibles Format ein. Gäste, die für Workstation 6.0 erstellt worden sind, lassen sich daher nicht mit einer Vorgängerversion oder unter VMware Server 1.x betreiben. Auf Wunsch kann der Assistent jedoch auch virtuelle Maschinen für die älteren Workstation-Versionen 4 und 5 erstellen.

Alternativ besteht weiterhin die Möglichkeit, die virtuellen Maschinen mit dem kostenlosen Virtual Player 2.0 auf solchen PCs zu betreiben, auf denen die kostenpflichtige Workstation-6.0-Software nicht vorhanden ist. Workstation 6.0 hat eine Reihe von Neuerungen im Gepäck. Positiv macht sich die optimierte Unterstützung für Win-
dows Vista bemerkbar, denn die Software kommt deutlich besser mit Microsofts aktuellem Client-Betriebssystem zurecht als der Vorgänger.

Sowohl beim Einsatz von Windows Vista als Host- wie auch als Gast-Betriebs-
system zeigten sich im Test keine Schwierigkeiten. Beispielsweise ließen sich CD/DVD-Laufwerke in Vista-Gästen während der Setup-Phase problemlos verwenden. Klimmzüge mit virtuellen Laufwerks-Emulatoren oder zwei CD/DVD-Laufwerken, wie noch beim Vorgänger häufig erforderlich, sind nicht mehr nötig.

Gast-Zugriffe auf den Host über die VMwareeigenen Shared-Folders klappten ebenso einwandfrei und zogen nun keinen Explorer-Absturz mehr nach sich.

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