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Grafikkarten & SSDs

12.12.2014 | 11:09 Uhr | Michael Schmelzle, Dennis Steimels, Ines Walke-Chomjakov

Nicht nur PC-Spieler profitieren von einer Grafikkarte, denn neben der Berechnung von Grafikeffekten entlasten die Grafikchips die CPU in hohem Maße bei der Video- und der Bildbearbeitung. Karten mit Nvidia-Chips arbeiten besonders effizient und schnell, während AMD ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Darauf kommt es an: Für Wohnzimmer- PCs genügt mittlerweile schon die integrierte Prozessorgrafik, für Office-Rechner sowieso. Soll es dennoch ein separates Modell sein, dann achten Sie auf einen leisen Kühler. Passive Designs hingegen arbeiten komplett lautlos – denn wer möchte während des Filmeabends von surrenden Lüftern gestört werden? Außerdem sollten Sie die entsprechenden Schnittstellen im Auge behalten: HDMI ist der absolute Standard. Wollen Sie allerdings auch 4K-Filme genießen, dann muss es schon HDMI in der Version 2.0 sein, die aktuell nur die neueste Nvidia-Generation bietet, also Karten der GTX-900-Serie.

Für mehr Spieleleistung ist auch eine größere Investition nötig, allerdings nicht mehr als 200 Euro. In dieser Preisklasse geben sowohl Modelle mit AMD-, als auch mit Nvidia-GPUs aktuelle Spiele in Full-HD flüssig wieder: Also entweder eine AMD Radeon R9 270X oder eine Nvidia Geforce GTX 760 . Um Inhalte in 2560 x 1600 Pixel zu daddeln, müssen Sie allerdings schon mehr Geld in die Hand nehmen und auf Grafikkarten wie die Nvidia Geforce GTX 970 oder AMD Radeon R9 285 zurückgreifen, die erst bei über 300 Euro beginnen. Wichtig bei höheren Auflösungen ist die Kapazität des Grafikspeichers, der in diesem Fall mindestens bei drei Gigabyte liegen sollte. Gaming in 4K ist aktuell nur mit mehreren Grafikkarten im Verbund möglich, die jeweils über vier bis sechs Gigabyte Grafikspeicher verfügen müssen. Denn entgegen der landläufigen Meinung addiert sich der Speicher nicht im Verbund. Auch hier sollten Sie auf die Videoanschlüsse achten: Entweder HDMI 2.0 oder Displayport 1.2.

Das braucht der Technikfan: Die Nvidia Geforce GTX Titan Z arbeitet mit zwei GPUs auf nur einer Platine und bietet zweimal sechs Gigabyte Grafikspeicher. Sie erhalten hier kompromisslose Leistung, allerdings bei einem enormen Stromverbrauch und einem horrenden Gesamtpreis von über 2500 Euro.

Tipp Grafikkarte: Asus Strix GTX 980 OC

Die Asus Strix GTX 980 OC
© Asus

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Festplatten/SSD

Wer seinen Rechner spürbar beschleunigen will, tauscht heutzutage nicht mehr den Prozessor, sondern erst einmal die ferromagnetische Festplatte gegen eine Solid State Drive aus. Wenn Sie noch keine SSD in Aktion gesehen haben, werden Sie verblüfft sein, wie schnell Ihr Rechner startet, wie zügig Programme einsatzbereit sind und wie flüssig Sie mit mehreren Applikationen gleichzeitig arbeiten können.

Darauf kommt es an: Höchstes Tempo im Desktop-PC garantieren Modelle mit PCI-Express- Anschluss und internem Raid-Controller. Preisbewusste greifen zu einer SATA-3-Variante im 2,5-Zoll-Format. Da in einem PC auch noch Platz für herkömmliche Festplatten ist, muss die SSD nicht alle Daten alleine speichern. Meist reicht dann eine SSD mit 120 GB vollkommen aus. Doch bedenken Sie: Damit eine SSD optimal arbeitet, sollten im Alltagsbetrieb immer 30 bis 40 Prozent der Gesamtkapazität ungenutzt bleiben.

Im Notebook liegt das Kapazitätsminimum bei 240 GB, da die SSD in der Regel die einzige Festplatte im Rechner ist und alle Daten aufnehmen muss.

Achten Sie beim Kauf auf eine lange Garantiezeit von 5 oder gar 10 Jahren. Zudem sollte die SSD die Datenverschlüsselung beherrschen. Auch lohnt sich ein genauer Blick auf den Lieferumfang. Generell nützlich ist eine Tool-Sammlung. Für den PC brauchen Sie einen 3,5-auf-2,5-Zoll-Einbaurahmen und ein SATA-Kabel. Und wenn Sie mit Ihrer lieb gewonnenen Windows-Installation von der alten Festplatte auf die neue SSD umziehen wollen, sollte ein Cloning-Programm und bei Notebooks zusätzlich ein USB-auf-SATA-Adapter im Lieferumfang enthalten sein.

Das braucht der Technikfan: 140.000 IOPS Random Write Speed, Datenraten von bis zu 1800 MB/s beim sequenziellen Lesen und bis zu 1700 MB/s beim Schreiben – die OCZ Revo Drive 350 ist eine PCI-Express-SSD mit Top-Technik. Kostenpunkt: ab 400 Euro.

Tipp Festplatte/SSD: Samsung 850 Pro 256 GB

Die Samsung 850 Pro 256 GB
© Samsung

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