2027054

Fernseher und PC-Monitore

12.12.2014 | 11:09 Uhr | Michael Schmelzle, Dennis Steimels, Ines Walke-Chomjakov

Ultra-HD ist angekommen: Sowohl bei Fernsehern als auch bei Monitoren bewegen sich die Geräte mit 3840 x 2160 Pixel Auflösung in bezahlbare Bereiche. Denn die TVs gibt es in kleineren Größen, und die Monitore haben günstige TN-Panels. Neu: Auch PC-Displays folgen den TVs in die Wölbung.

Darauf kommt es an: Was bei den Fernsehern begonnen hat, greift nun auch auf PC-Monitore über. In den Genuss von Ultra-HD kamen bisher nur sehr anspruchsvolle Anwender, die bereit waren, mehrere tausend Euro für ein Gerät mit IGZO-Panel (Indium-Gallium-Zink-Oxid) auszugeben. Die entsprechenden Schirme kamen im professionellen Umfeld zum Einsatz, um etwa jedes Detail einer Konstruktion im CAD-Bereich erkennen zu können.

Das hat sich geändert: Immer mehr Monitore mit 3840 x 2160 Pixel Auflösung sind auf Heim- und Office-Einsätze ausgerichtet und ab rund 500 Euro zu haben – etwa der liyama Prolite B2888UHSU-B1 . Diese Modelle nutzen TN (Twisted Nematic) als Paneltechnik, die für schnelle Schaltzeiten, aber relativ hohe Blickwinkelabhängigkeit bekannt ist. Als Bildschirmdiagonale hat sich 28 Zoll (71 Zentimeter) durchgesetzt. Die Monitore verwenden Sie fürs tägliche Arbeiten genauso wie für Multimedia-Anwendungen oder zum Spielen. Neben der Auflösung ist die Schnittstellenausstattung wichtig. Am Monitor bekommen Sie ideales UHD derzeit über den Displayport 1.2. Selten können die Grafikkarten schon mit HDMI 2.0 umgehen, weshalb die Multimedia-Schnittstelle bei Monitoren meist in der Version 1.4 vorhanden ist, die UHD nur mit 30 Hertz darstellen kann. Die Bildwiederholrate reicht für Tabellen- und Textbearbeitung, jedoch nicht für Bewegtbilder oder Spiele aus.

Tipp Fernseher: Samsung UE40HU6900S

Der Samsung UE40HU6900S
© Samsung

UHD bei Fernsehern: Im Gegensatz dazu treffen Sie HDMI 2.0 bei den TVs der aktuellen Generation nahezu standardmäßig an. Auch den aktuellen Kopierschutz HDCP 2.2 beherrschen die TVs in der Regel.

Dank kleinerer Displaydiagonalen wird UHD bei Fernsehern erschwinglich. Waren die super aufgelösten Bilder im vergangenen Jahr noch dem großen Diagonalenbereich ab 55 bis 85 Zoll (140 bis 215 Zentimeter) vorbehalten, starten Ultra-HD-Fernseher nun bereits bei 40 Zoll (101 Zentimeter) – etwa der Samsung UE- 40HU6900 für 1249 Euro (UVP). Gleichzeitig entspannt sich die Inhaltefrage, seit Dienste wie Netflix am Start sind und Spielfilme und Fernsehserien in 4K streamen.

UHD pusht alle Displays: Von den UHD-Varianten profitieren auch Full-HD-Fernseher. Vermehrt sind sie mit Twin-Tunern sowie schnellen Vierkernprozessoren ausgestattet und lassen sich auch mit gewölbten Panels erstehen. Gleichzeitig wird die smarte Seite der Geräte raffinierter: So setzt etwa Philips auf Android als Betriebssystem, um neben dem eigenen Shop auch Zugang zum Google Store zu bieten. LG verspricht mit Web OS ein Betriebssystem, bei dem die Benutzerführung möglichst bedienfreundlich ist und sich gut mit der Cursor-Fernbedienung nutzen lässt. Und das Beste: Full-HD-Fernseher sind auch in großen Formaten dank des UHD-Schubs günstiger geworden. So erhalten Sie für gut 700 Euro bereits einen smarten Fernseher mit 50 Zoll (127 Zentimeter) Bilddiagonale – beispielsweise den LG 50LB671V . Dafür wären vor einem Jahr noch über 1000 Euro fällig gewesen. Bei Monitoren setzen sich Geräte mit IPS-Panel (In-Plane Switching) weiter durch. Sie überzeugen durch gute Farbdarstellung und stabile Blickwinkel. MHL (Mobile High-Definition Link) zum Anschließen von Mobilgeräten kommt eine wachsende Bedeutung zu. Gängige Größe ist weiterhin 24 Zoll (61 Zentimeter), allerdings mit einer starken Tendenz zu größeren Bildflächen. Für ein individuelles Anpassen an den jeweiligen Arbeitsplatz sollte sich der Monitor neigen und in der Höhe verstellen lassen.

Das braucht der Technikfan: Wer so richtig auf den Putz hauen will, wählt beim Fernseher eine gewölbte Variante mit UHD-Auflösung und Oled-Beleuchtung. Diese TVs bieten dank der selbstleuchtenden, organischen LEDs kräftige Farben und einen satten, tiefen Schwarzton. Außerdem sind die Schirme extrem leicht und dünn, was ihnen eine eigene Eleganz verleiht. Die Wölbung soll aus jedem Blickwinkel ein ideales Seherlebnis garantieren. Allerdings sind OLED-TVs nicht gerade billig: LG bietet den 55-Zöller (140 Zentimeter) 55EC930V für rund 3000 Euro (UVP) an.

Auch bei Monitoren ist das geschwungene Panel der letzte Schrei. Den Gamer soll es noch mehr ins Spielgeschehen einbeziehen, dem Cineasten ein intensiveres Filmerlebnis schenken. Spezielle Modi am Gerät verstärken den Eindruck. So optimiert der Game-Modus etwa die Bildqualität gerade an dunklen Stellen im Bild. Mehrere Schirme nebeneinander lassen den Spieler dabei noch mehr ins Geschehen abtauchen. Als eines der ersten gebogenen Displays bietet Samsung den S27D590C für rund 410 Euro (UVP) an. LG geht mit dem 34UC97 noch einen Schritt weiter: Das Display ist nicht nur leicht gebogen, sondern bietet auch das 21:9-Format und 3440 x 1440 Pixel Auflösung. Es ist für Enthusiasten gedacht, die etwa Videos schneiden – Preis: 1099 Euro.

Tipp Monitor: Iiyama Prolite B2888UHSU-B1

Der Iiyama Prolite B2888UHSU-B1
© Iiyama

Vergleichstest: Die besten Flachbildfernseher

Vergleichstest: Die besten Ultra-HD-Fernseher

Vergleichstest: Ultra-HD-Monitore

Vergleichstest: TFT-Monitore mit hochwertigen Panels

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2027054