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Geldstrafe oder Knast - beides kann Ihnen blühen

06.11.2002 | 14:52 Uhr |

Gemäß § 106 Urheberrechtsgesetz (UrhG) kann für die Nutzung und Verbreitung von Raubkopien eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verhängt werden. Die Geldstrafe lässt sich nicht eindeutig festlegen. Man würde Sie zu Tagessätzen verurteilen, deren Höhe nach Ihrem Einkommen bemessen wird.

Bis zu fünf Jahre Gefängnis kann sich nach § 108a UrhG einhandeln, wer versucht, raubkopierte Software gewerbsmäßig unters Volk zu bringen. Das kann bereits der Fall sein, wenn jemand auf dem Schulhof selbstgebrannte CDs verkauft und mehr als den Einkaufspreis für die Rohlinge verlangt. Verbreitet jemand wiederholt Raubkopien mit Gewinnerzielungsabsicht, wie es im Juristendeutsch heißt, kann er belangt werden.

Ein Ehepaar, das Raubkopien im Internet verkauft hat, wurde vom Amtsgericht Wolfsburg im März 2001 zu 15 respektive 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. In einem anderen Fall wurde jemand, der in Kleinanzeigen MS-Office-Kopien angeboten hatte, wegen der Verbreitung von Raubkopien zu einer Geldstrafe verurteilt. Das war wohl nicht abschreckend genug - der Betreffende inserierte seine illegalen Programme weiter. Das brachte ihm eine Haftstrafe von elf Monaten ohne Bewährung ein.

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