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Geldkarte im Urlaub gestohlen: Das müssen Sie sofort tun!

09.08.2019 | 15:22 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Ihre Girocard (EC-Karte) oder Kreditkarte ist weg? Das müssen Sie jetzt sofort tun, um finanziellen Schaden zu vermeiden.

Wenn Ihnen im Urlaub die Girocard (früher als EC-Karte bezeichnet) oder die Kreditkarte gestohlen werden, oder diese wichtigen Karten sonst wie verloren gehen, dann müssen Sie schnell handeln, um finanziellen Schaden zu vermeiden. Sibylle Miller-Trach, Finanzjuristin der Verbraucherzentrale Bayern, hat Tipps dazu zusammengestellt , wie Sie nach dem Verlust von Girocard oder Kreditkarte reagieren sollten.

Karte sperren lassen: Bei Verlust oder Diebstahl sollte die Karte sofort unter der Rufnummer 116 116 gesperrt werden. Wer aus dem Ausland anruft, muss die deutsche Vorwahl 0049 vorwählen oder kann die Nummer 0049 30 4050 4050 nutzen. Für die Kartensperrung benötigen Verbraucher die IBAN-Nummer ihres Kontos beziehungsweise die Kartennummer der Kreditkarte.

Nummern vorher notieren: Hilfreich ist es, vorbeugend einen Notfallzettel mit den Telefonnummern zum Sperren und der Kartennummer/IBAN zu erstellen und diesen an einem sichern Ort aufzubewahren. Mit der Kartensperrung können Dritte nicht mehr über das Konto verfügen.

Anzeige erstatten: Wurde die Karte gestohlen, sollten Verbraucher zudem bei der Polizei vor Ort Anzeige erstatten.

Meldung an Kuno: Urlauber in Deutschland können den Kartenverlust außerdem über die Polizei bei Kuno melden. Kuno ist eine Kooperation zwischen Polizei und Einzelhandel, die Kartenmissbrauch vermeiden soll. Nutzt ein Betrüger eine bei Kuno gemeldete Karte, wird der Verkäufer an der Kasse über die Kartensperrung informiert. Der Kriminelle kann dann im Geschäft mit Karte und Unterschrift nicht mehr bezahlen.

Geld aus Ersatzquellen beschaffen: Sollten Urlauber im Ausland tatsächlich einmal ohne ausreichendes Bargeld und ohne Zahlungskarten dastehen, haben sie die Möglichkeit, Zahlungsdienste wie Western Union, Azimo, Paypal oder Money Gram zu nutzen. Über diese Dienstleister können Angehörige Geld schicken.

Apple Play oder Google Pay als alternative Bezahlmöglichkeiten: Sofern Sie nicht auch noch Ihr Smartphone verloren haben, können Sie gegebenenfalls auf einem iPhone über Apple Pay und auf einem Android-Smartphone über Google Pay bezahlen. Dazu müssen Sie diese Bezahlverfahren aber in aller Ruhe rechtzeitig vor dem Aufbruch in den Urlaub einrichten. Voraussetzung ist, dass Ihre Bank diese Bezahlverfahren unterstützt. Außerdem können Sie nur bei teilnehmenden Partnerunternehmen mit diesen Bezahlverfahren tatsächlich bezahlen.

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