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Geld sparen: Wie viel Bandbreite ist sinnvoll?

01.09.2012 | 10:15 Uhr |

So lange dauert der Download einer Datei unter Idealbedingungen abhängig von der Anschlussgeschwindigkeit: Ein Anschluss mit mehr als 16 MBit/s macht sich erst ab einer Download-Größe von 100 MB so richtig bezahlt.
Vergrößern So lange dauert der Download einer Datei unter Idealbedingungen abhängig von der Anschlussgeschwindigkeit: Ein Anschluss mit mehr als 16 MBit/s macht sich erst ab einer Download-Größe von 100 MB so richtig bezahlt.

Geschwindigkeiten von 50 MBit/s und mehr klingen natürlich erstmal „sexy“. Aber Sie sollten sich überlegen, ob sich der höhere Monatspreis von rund 10 bis 20 Euro gegenüber einem 16-MBit-Zugang dafür wirklich lohnt. Erst recht, wenn – wie im vorherigen Absatz geschildert – die beworbene Download-Rate gar nicht immer erreicht werden kann. Wie Sie im Diagramm sehen, bringt ein Anschluss mit mehr als 16 MBit/s bis zu einer Download-Größe von 10 MB kaum einen Vorteil. Und beim reinen Surfen im Web merken Sie erst recht keinen Unterschied – hierfür reichen auch 6 MBit/s völlig aus. Selbst eine umfangreiche Webseite mit 1 MB ist damit in ein bis zwei Sekunden geladen. Sollte es bei Ihnen viel länger dauern, arbeitet möglicherweise Ihr PC langsamer als der Anschluss Daten liefert.

Denn moderne Webseiten bestehen aus hunderten einzelner Elemente, Scripts, Animationen et cetera. Um diese schnell zusammenzusetzen, benötigt der Webbrowser ausreichend Prozessor- und Grafikkartenleistung sowie genügend Arbeitsspeicher. Ein 16-MBit-Zugang ist auch für Youtube und andere Video-Streaming-Dienste völlig ausreichend, ebenso für HD-Inhalte. Etwas anderes ist es, wenn Sie häufig Downloads mit einer Größe von deutlich über 100 MB tätigen und nicht gerne warten. Hier spielen dann schnellere Anschlüsse ab 50 MBit/s ihre Stärken aus, vorausgesetzt, die Server auf der anderen Seite liefern die Daten entsprechend schnell. Und auch wenn sehr viele Anwender am gleichen Anschluss hängen, beispielsweise bei Wohngemeinschaften oder Großfamilien, ist ein schneller Anschluss ab 25 MBit/s auf jeden Fall sinnvoll.

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So lange dauert der Upload einer Datei unter Idealbedingungen abhängig von der Anschlussgeschwindigkeit: Wer regelmäßig große Dateien versendet beziehungsweise zu Webdiensten hochlädt, spart ab 5 MBit/s ordentlich viel Zeit.
Vergrößern So lange dauert der Upload einer Datei unter Idealbedingungen abhängig von der Anschlussgeschwindigkeit: Wer regelmäßig große Dateien versendet beziehungsweise zu Webdiensten hochlädt, spart ab 5 MBit/s ordentlich viel Zeit.

Turbo-Internet: Besonders für Uploads interessant
Ein weiterer Grund, der für einen „Turbo-Anschluss“ sprechen kann: Sie möchten häufig große Dateien ins Internet hochladen, zum Beispiel eigene Videos zu Facebook oder Youtube und großformatige Fotos zu Flickr, zum Fotolabor oder als Mailanhang an Freunde. Auch für das Backup von großen Dateien auf Online-Festplatten (Neudeutsch: „Cloud-Speicher“) machen die Turbo-Anschlüsse Sinn. Denn sie bieten ja auch mehr Upload-Tempo. Bei einem 6000er DSL-Zugang beträgt der Upstream 0,5 MBit/s, bei DSL 16000 meistens 1 MBit/s. Richtig Spaß macht der Upload jedoch erst ab 5 bis 10 MBit/s. Diese Geschwindigkeit bieten sowohl Kabel-TV-Internet, LTE (beide tarifabhängig) und VDSL. Beinahe schon wieder in Richtung Luxus gehen die Upload-Raten bei Glasfaseranschlüssen. Bei den beiden von der Telekom angebotenen „Call & Surf IP Fiber“-Tarifen betragen sie 50 beziehungsweise 100 MBit/s. Damit laden Sie dann schneller Dateien hoch, als die meisten anderen Anwender Daten herunterladen können.

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