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Gefahr: Sicherheitslücken

28.11.2007 | 10:00 Uhr | Arne Arnold

Windows ist unsicher und bleibt es auch. Für XP Professional, das es immerhin schon seit mehr als sechs Jahren gibt, hat Microsoft im ersten Halbjahr 2007 ganze 21 Security Bulletins herausgeben müssen. Für das neue Vista waren im selben Zeitraum schon acht Security Bulletins nötig geworden. Wer heute Vista installiert, muss rund 50 MB Sicherheits-Updates herunterladen, um das System auf den neuesten Stand zu bekommen. Und das ein halbes Jahr, nachdem es erschienen ist. Über die aktuelle Zahl von nötigen Sicherheits-Updates informiert Sie die Microsoft-Website TechNet .

Doch nicht nur Windows hat gefährliche Sicherheitslücken, sondern auch die meisten Anwendungen haben Löcher. Und gerade über Online-Anwendungen können Hacker Viren einschleusen.
Übrigens: Auch bei den Sicherheitslücken zeigt sich, dass Cyber-Kriminalität ein lukratives Geschäft geworden ist. Informationen über Löcher und passenden Code, der die Bugs ausnutzt, werden im Untergrund für mehrere hundert Dollar gehandelt. Lücken, zu denen es noch keine Patches gibt, sind noch teurer.

Abwehr: System abdichten
Gegen Angriffe auf Sicherheitslücken schützen Sie sich effektiv mit den passenden Updates. Für Windows erhalten Sie diese automatisch. Aktivieren Sie dazu die Option unter „Systemsteuerung, Automatische Updates“.

Doch das reicht bei weitem nicht. Auch die Löcher in Ihren Anwendungen müssen Sie stopfen. Dabei hilft Ihnen :Secunia Personal Software Inspector . Das englischsprachige Gratis-Tool kennt über 4000 Programme und meldet, wenn es für eine auf Ihrem PC installierte Anwendung ein Update gibt. In diesem Fall bietet es gleich einen Download-Link an.
Wichtig: Das Tool orientiert sich an den englischsprachigen Versionen – auch wenn Sie die deutschsprachigen Fassungen installiert haben. Nutzen Sie dann nicht den angebotenen Download-Link, sondern suchen Sie manuell auf der Website der Programme nach einem passenden Update.
Falls Sie Tools installiert haben, die Secunia Personal Software Inspector nicht kennt, hilft Ihnen :Belarc Advisor weiter. Die Software listet alle Programme auf Ihrem PC auf. So erhalten Sie einen Überblick und können sich selbst auf die Suche nach Updates machen.
Übrigens: Auch gegen Angriffe auf Lücken für die es noch keine Updates gibt, können Sie sich schützen. Mit einem virtuellen PC kommen die Schädlinge nicht bis auf Ihr Hauptsystem. Infos finden Sie weiter unten.

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