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Gebremster Festplattenzugriff

Anforderung

Zeitaufwand

Problem: Sie haben den Eindruck, Ihre Festplatte arbeitet zu langsam? Klicken Sie einmal in der Systemsteuerung die Systemeigenschaften an, und wählen Sie die Registerkarte "Leistungsmerkmale". Finden Sie den Hinweis "Alle Laufwerke verwenden den MS-DOS-Kompatibilitätsmodus", benutzt Windows 95 nur den 16-Bit-Laufwerkszugriff statt des viel schnelleren 32-Bit-Zugriffs.

Lösungsvarianten: Für diese Einschränkung gibt es verschiedene mögliche Gründe. Klicken Sie zuerst unter "Leistungsmerkmale" auf den Punkt "Dateisystem", und schauen Sie nach, ob auf der Registerkarte "Fehlerbehebung" der 32-Bit-Datenträgertreiber für den Protected Mode wirklich aktiviert ist. Ist das der Fall, sollten Sie einen Virenscanner starten, denn auch Viren kommen als Laufwerksbremse in Frage.Verlief die Virensuche negativ, sollten Sie prüfen, ob Windows beim Systemstart alle benötigten Gerätetreiber findet. Starten Sie dazu Windows neu, und drücken Sie nach der Meldung "Windows 95 wird gestartet" die Taste <F8>. Im folgenden Menü wählen Sie die Opti-on "Protokolliert". Windows schreibt jetzt die Namen aller geladenen Treiber in die Datei BOOTLOG.TXT im Hauptverzeichnis.Kontrollieren Sie anschließend, ob alle dort aufgeführten Treiber erfolgreich geladen wurden ("LoadSuccess"). Wurde ein Treiber nicht gefunden ("InitFailure" oder "LoadFailure"), sollten Sie die entsprechende Hardware-Komponente im Geräte-Manager noch einmal installieren. In der Windows-Hilfe finden Sie hierzu eine Erklärung unter dem Stichwort "Treiber hinzufügen".Eine weiterer möglicher Grund für den Kompatibilitätsmodus ist ein Konflikt zwischen dem Festplattentreiber und einem anderen Programm. Es kann ein Treiber, ein Screensaver oder ein im Hintergrund aktives TSR-Programm (Terminate and Stay Resident) sein, mit dem sich der Festplattentreiber um Ressourcen streitet. Hilfe bei Ihrer Suche gibt Ihnen Windows mit der Datei IOS.LOG im Windows-Verzeichnis. Sie finden darin die Namen von mehreren Windows-Treibern. Stehen unter einem Treibernamen die Nummer eines Interrupts und das Wort "Hook", so belegen mehrere Programme gleichzeitig diesen Interrupt. Zu den häufigeren Hooks gehören gemeinsame Zugriffe auf die Interrupts 4B, 4F und 13. Rufen Sie bei einem solchen Konflikt den Geräte-Manager in der Systemsteuerung auf, und klicken Sie auf das "+"-Zeichen neben der Hardware-Komponente, zu der dieser Treiber gehört. Doppelklicken Sie anschließend auf das darunter erscheinende Icon dieser Komponente, um zum Fenster "Eigenschaften" zu gelangen. Wählen Sie dort die Registerkarte "Ressourcen", und schalten Sie darin gegebenfalls die automatische Hardware-Erkennung ab. Nun können Sie der Hardware-Komponente einen anderen Interrupt zuweisen.

Ist das Icon Ihres Festplatten-Controllers im Geräte-Manager mit einem Ausrufungszeichen markiert, weist dies sehr wahrscheinlich auf einen solchen Ressourcenkonflikt hin. Neben einem gemeinsam benutzten Interrupt kommen auch doppelt belegte DMA-Nummern (Direct Memory Access), I/O- (Input/Out-put) oder RAM-Adreßräume als Ursache in Frage. Auch diese Einstellungen können Sie, wie die Interrupts im Geräte-Manager, von Hand verändern.Ist der Festplatten-Controller im Geräte-Manager hingegen gar nicht aufgelistet oder rot durchgestrichen, sollten Sie die automatische Hardware-Erkennung starten oder Ihren Controller von Hand neu installieren. Falls Ihre Festplatte größer als 512 MB ist, verwenden Sie möglicherweise einen veralteten Treiber, der den 32-Bit-Zugriff nur bei kleineren Laufwerken erlaubt. In diesem Fall sollten Sie sich bei Ihrem Händler oder direkt beim Festplattenhersteller einen aktuellen Treiber besorgen.Als letzte Möglichkeit kommt auch noch ein generell inkompatibler Festplatten-Controller in Betracht, der den 32-Bit-Zugriff nicht beherrscht. In diesem Fall hilft nur der Kauf eines neuen kompatiblen Controllers.

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