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Ganze Partitionen sichern mit Partimage

29.10.2008 | 08:29 Uhr |

Eine weitere, sehr einfache Möglichkeit, eine Sicherungskopie zu erstellen, besteht darin, ein Duplikat des gesamten Inhalts der Festplatte – oder besser: der Partitionen Ihrer Festplatte – anzulegen. Das erledigen Sie mit einem Tool wie Partimage ( www.partimage.org , 640 KB), das auch Trinity Rescue Kit mitbringt.

Mit dieser Art von Sicherung können Sie im Handumdrehen den Zustand des Systems zum Zeitpunkt der Backup-Erstellung wiederherstellen – und das sogar bei einem Festplattencrash: Ersetzen Sie die defekte Festplatte durch eine neue, booten Sie Trinity Rescue Kit von der DVD, und kopieren Sie das auf einer externen Festplatte gespeicherte Image mit Partimage auf die richtige Partition auf der neuen Platte.

Mit dieser Methode können Sie eine Linux-Installation regelrecht „klonen“: Sie installieren Linux auf einem PC und erstellen ein Image von dieser Installation. Dieses können Sie dann auf anderen PCs einspielen. Auf diese Weise spielen Sie Linux in kürzester Zeit auf viele Rechner auf. Die Nachteile dieser Lösung sind erst auf den zweiten Blick ersichtlich:

  • Beim Sichern, besonders aber beim Wiederherstellen, können Fehler auftreten. Falls Sie Ihre Sicherungskopie in die falsche Partition einspielen, zerstören Sie die dort gespeicherten Daten.

  • Sie arbeiten bei dieser Variante stets mit kompletten Partitionen. Ein inkrementelles Backup – also das Sichern bloß einzelner in der Zwischenzeit geänderter Dateien – ist nicht möglich. Der Platzbedarf ist daher immens, und der Zeitaufwand ist ebenfalls größer.

  • Es ist nicht möglich, einzelne Dateien oder Verzeichnisse zu sichern, genauso wenig können Sie nur ausgewählte Teile des Backups wiederherstellen.

Fazit: Die Sicherung einer kompletten Partition eignet sich hervorragend, um eine Notfallkopie des gesamten Systems zu erstellen. Für regelmäßige Backups sollten Sie dagegen besser ein Tool wie Keep einsetzen.

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