Channel Header
133612

Gameplay

29.06.2004 | 12:21 Uhr | Markus Pilzweger

Es gibt wenige Spiele, bei denen der Autor aus Wut am liebsten in den Controller beißen würde, und Driv3r ist so ein Kandidat. Bereits zu Beginn ist der Schwierigkeitsgrad sehr hoch angesetzt und Gelegenheitsspieler werden mit Sicherheit nach wenigen Minuten den Titel mit hochrotem Kopf an die nächste Wand befördern. Profizocker und vor allem Fans von Rennspielen dürfen sich jedoch über fordernde Verfolgungsjagden freuen.

Nervig: Die Missionsanweisungen beschränken sich auf geradezu homöopatisch anmutende Sätze wie zum Beispiel "Suche den Hintereingang" in einer der ersten Missionen. Also muss Tanner, respektive der Spieler, mühsam komplette Areale ablaufen, bis endlich der rettende, rote Pfeil (Hallo GTA) den richtigen Punkt markiert.

Zum Teil sind die Missionen bockschwer geraten. Gerade bei Verfolgungsjagden reicht ein Mini-Fehlerchen und die Mission wird als gescheitert abgeschlossen. Positiv: Wenigstens sind die Ladezeiten recht kurz, so dass nach wenigen Sekunden ein neuer Versuch gestartet werden kann.

Bei Feuerduellen sollte unbedingt die automatische Zielfunktion abgeschaltet werden, da diese nicht immer tadellos funktioniert. Trotz der - im Vergleich zu Maus und Tastatur einer PC-Version - umständlicheren Steuerung per Controller lassen sich Gefechte recht leicht meistern, wenn genügend Abstand zum Gegner gewahrt bleibt. Denn diese schießen auf große Entfernung recht ungenau, während Tanner mit drei bis vier Schuss ohne Probleme aufräumen kann. Neben herkömmlichen Schießprügeln wie Pistole stehen später auch durchschlagendere Argumente wie Granatenwerfer zur Verfügung.

Neben dem Single-Player-Modus bietet Driv3r noch zusätzliche Modi wie "Freies Fahren" oder "Checkpoint-Rennen" zudem gibt es für Hobby-Regisseure die Möglichkeit, über den "Replay-Modus" die letzten Spielminuten filmgerecht aufzubereiten. Die fertigen Werke, bei denen beispielsweise der Kamerawinkel eingestellt werden kann, werden auf der Festplatte gespeichert und können per Xbox Live zur Ansicht freigegeben werden. Rennen gegen andere Xbox-Live-Nutzer sind allerdings nicht möglich.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
133612