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Gängige Virtualisierungsmodelle

Jede Virtualisierung partitioniert die Ressourcen des Rechners. In jeder Partition können Betriebssystem und Software separat installiert werden, so dass sich ein einzelner Rechner an eine Vielzahl von Szenarien anpassen kann. Ein Beispiel wäre die weiter oben beschriebene Aufteilung in eine Arbeits- und eine Freizeitumgebung. Aber natürlich wäre auch eine Testumgebung für das Ausführen unsicherer Anwendungen denkbar. Oder eine "leere" Partition steht für gestreamte Anwendungen zur Verfügung.
 
Derzeit werden drei grundlegende Virtualisierungsmodelle genutzt: Streaming, virtuelle Container und die klassische Virtualisierung in Form mehrerer lokal installierter Betriebssysteme. Alle drei Modelle können der Consumerization der Firmen-IT begegnen – und alle drei werden von Intel VT unterstützt und beschleunigt.

Dreierlei: Bei modernen Virtualisierungsverfahren wird nur noch die Anwendungen oder ein komplettes Betriebssystem inklusive Anwendungen gestreamt. Oder es werden virtuelle Container auf dem Rechner abgebildet, in denen gut geschützte Business-Anwendungen auch auf privaten Rechnern laufen dürfen.
Vergrößern Dreierlei: Bei modernen Virtualisierungsverfahren wird nur noch die Anwendungen oder ein komplettes Betriebssystem inklusive Anwendungen gestreamt. Oder es werden virtuelle Container auf dem Rechner abgebildet, in denen gut geschützte Business-Anwendungen auch auf privaten Rechnern laufen dürfen.
© 2014

Beim Streaming werden Anwendungen oder gleich das ganze Betriebssystem einschließlich aller Anwendungen über das Netzwerk übertragen und dann lokal auf dem Rechner ausgeführt. Beim Applikations-Streaming nutzt der betreffende Rechner nur die Anwendung über das Netzwerk, während zumindest das Betriebssystem in der jeweiligen virtuellen Umgebung lokal installiert ist. Beim Streaming beider Komponenten ist nicht einmal mehr das Betriebssystem selbst auf dem Rechner vorhanden, allerdings ist die Netzwerklast höher. Für Remote-Arbeitsplätze wie das Home Office ist diese Konstruktion deshalb nicht geeignet.
 
Der grundlegende Vorteil des Streamings: Unternehmen müssen die Rechenleistung im Rechenzentrum nicht erhöhen. Das eigentliche Ausführen der gestreamten Anwendungen erfolgt ja lokal. Lediglich die Netzwerkinfrastruktur muss den gestiegenen Anforderungen gewachsen sein.

Datenstrom: Das Streaming von Applikationen und Betriebssystemen dürfte in Zukunft deutlich zunehmen. Der einzige limitierende Faktor ist die Bandbreite im Netzwerk; die Rechenleistung für die Ausführung kommt vom lokalen Rechner.
Vergrößern Datenstrom: Das Streaming von Applikationen und Betriebssystemen dürfte in Zukunft deutlich zunehmen. Der einzige limitierende Faktor ist die Bandbreite im Netzwerk; die Rechenleistung für die Ausführung kommt vom lokalen Rechner.
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Durch das Streaming verbessert sich die Datensicherheit, Anwendungen laufen stabiler, und die Belastung des IT-Supports reduziert sich. Denn im Gegensatz zum klassischen PC lagern vertrauliche Daten ausschließlich im geschützten Rechenzentrum. IT-Mitarbeiter müssen sich hier nur noch um ein einziges, zentral abgelegtes Image kümmern. Sie können dabei standardisierte Sicherheits- und Compliance-Vorgaben konsequent umsetzen. Zeigt ein Rechner Probleme, erhält er per Streaming ein neues, sauberes Image.
 
Virtuelle Container hingegen bilden isolierte Arbeitsumgebungen. Sie sind für eine Vielzahl von Szenarien einsetzbar. Mit einem verwalteten virtuellen Container lassen sich beispielsweise Firmendaten und -anwendungen komplett von ihren privaten Gegenstücken isolieren. Standardisierte Vorgaben schützen firmeninterne Daten und führen Programme sicher aus.
 
Bei diesem Modell können Mitarbeiter auch ihre eigenen Geräte flexibel nutzen: Durch einen streng abgesicherten und verwalteten virtuellen Container stehen alle nötigen Anwendungen und Daten temporär zur Verfügung.
 
Das klassische Modell multipler Betriebssysteme hingegen eignet sich für Anwender, die unterschiedliche Betriebssysteme wie Windows oder Linux auf einem einzelnen Rechner gleichzeitig betreiben wollen. Vorteilhaft ist das beispielsweise für Entwickler oder Support-Mitarbeiter, die mit verschiedenen Umgebungen umgehen müssen.

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