4918

GSM: Globale Handy-Kommunikation

16.10.2002 | 12:40 Uhr |

Der GSM-Standard (Global System Mobile Communication) beschreibt ein zellulares Mobilfunksystem mit Datenraten bis zu 9,6 KBit/s pro Kanal für Daten oder Sprache. Das System hat sich inzwischen in ganz Europa durchgesetzt, weltweit kommen laufend weitere Länder hinzu. Zu den Marktführern in Deutschland gehören T-Mobil (D1-Netz), Vodafone (D2-Netz), E-Plus (E1-Netz) und O2 (E2-Netz).

GSM ist leitungsvermittelt und asynchron. Zu den Leistungsmerkmalen gehören unter anderem Anrufumleitung, Anklopfen, Makeln, Dreierkonferenzen sowie SMS (Short Message Service) bis zu 160 Zeichen.

Die Elemente der GSM-Netzwerkarchitektur

Für die Funkübertragung verwendet GSM Frequenzen aus dem 900-MHz- und dem 1800-MHz-Bereich (in den E-Netzen nur 1800 MHz). Jede Frequenz wird dabei für mehrere Sprach- oder Datenverbindungen genutzt. Pro Kanal werden acht Verbindungen in so genannten Zeitschlitzen übertragen. Bei diesem Zeitmultiplex-Verfahren (Time Division Multiple Access, TDMA) wird jeder Kanal in acht Zeitschlitze unterteilt, die je eine Verbindung übertragen können und kurz nacheinander gesendet werden (Multiplexing). Jeder Zeitschlitz dauert 0,577 ms und kann für eine Sprach- oder Datenverbindung verwendet werden. Diese acht Zeitschlitze bilden zusammen den TDMA-Zeitrahmen mit einer Dauer von 4,615 ms.

Der GSM-Frequenzbereich teilt sich in einzelne Kanäle, die so gewählt sind, dass sie sich gegenseitig möglichst nicht stören. Der 900-MHz-Bereich ist zum Beispiel in 124 Kanäle mit einer Bandbreite von je 200 kHz unterteilt. Diese Unterteilung heißt Frequenzmultiplex-Verfahren (Frequency Divison Multiple Access, FDMA). Zusammen mit dem Zeitmultiplex-Verfahren ergibt sich so eine effektive Ausnutzung der Kanäle.

Für jede Verbindung sind zwei Kanäle erforderlich, um gleichzeitig senden und empfangen zu können (Duplex-Betrieb). Deshalb ist der Frequenzbereich in ein Ober- und ein Unterband aufgeteilt: Bei GSM 900 wird der Bereich von 890 bis 915 MHz als Unterband bezeichnet und für die Übertragung von den Mobil- zu den Basisstationen benutzt (Uplink). Das Oberband verwendet den Bereich von 935 bis 960 MHz für die umgekehrte Übertragung: von der Basisstation zu den Mobilstationen.

PC-WELT Marktplatz

4918