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Fußball-Streams im Internet legal?

14.10.2011 | 11:59 Uhr |

Navigieren Sie auf den Webseiten wie ATDHENET.TV einfach zum gewünschten Fußball-Event, suchen Sie sich einen Web-Stream aus und starten Sie die kostenlose Übertragung direkt im Browser.
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Wir haben für Sie mit Rechtsanwalt Johannes Richard gesprochen, um die Rechtslage bezüglich Fußball-Streams im Internet zu klären. Generell macht sich der Nutzer beim Abspielen eines Streams nicht strafbar.

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PC-Welt: Ist das Streamen von Fußballspielen im Internet legal?

Johannes Richard: Das Streamen von Fußballspielen im Internet ist nur dann legal, wenn der Anbieter auch die entsprechenden Nutzungsrechte besitzt, die ihn dazu berechtigen. Oftmals werden diese Nutzungsrechte beschränkt auf bestimmte Länder, wobei es nach meiner Auffassung Aufgabe des Anbieters wäre, zu gewährleisten, dass die Streaming-Inhalte dann außer von diesen Ländern nicht von anderen Ländern abgefragt werden können.

PC-Welt: Machen sich Nutzer beim Abspielen eines Streams strafbar?

Johannes Richard: Oftmals kann der Nutzer gar nicht erkennen, ob es sich um ein legales oder illegales Angebot handelt. Bei großen Anbietern im Ausland, die auch von Deutschland aus über das Internet erreicht werden können, muss der Nutzer zunächst einmal davon ausgehen, dass das Abspielen des Streams urheberrechtlich unproblematisch ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kann zwar theoretisch eine Urheberrechtsverletzung vorliegen, in der Praxis dürfte dies jedoch schlichtweg keine Rolle spielen.

PC-Welt: Macht es einen Unterschied, ob sich die Streaming-Quelle in Deutschland oder im Ausland befindet?

Johannes Richard: Theoretisch eigentlich nicht, immer davon ausgehend, dass der Anbieter einer ausländischen Streaming-Quelle auch berechtigt ist, dieses Angebot über das Internet weltweit zu verbreiten. Ob dies tatsächlich der Fall ist, wird der Nutzer kaum beurteilen können.

PC-Welt: Haben Pay-TV-Sender oder andere Urheber einzelne Nutzer in Deutschland bereits in der Vergangenheit für die Nutzung von Streaming-Diensten verklagt ?

Johannes Richard: Mir ist nicht bekannt, dass jemals der Nutzer eines Streaming-Dienstes rechtlich in Anspruch genommen wurde. Ich halte dies auch für eher unwahrscheinlich, da es gerade bei der Nutzung von Streaming-Diensten ohne Anmeldung, bei der der Kunde seine Daten nicht hinterlegt, schwierig sein dürfte, den Nutzer zu identifizieren.

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