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Telefone an der Fritzbox anschließen und einrichten

29.09.2019 | 10:22 Uhr |

Die Fritzbox ist mehr als nur ein Internet- und WLAN-Router. Besonders vielfältig sind ihre Telefoniefunktionen, von denen Sie täglich profitieren.

Schritt 1: Fritzbox mit Telefonanschluss verbinden

Nahezu alle besser ausgestatteten Fritzbox-Modelle verfügen über Telefoniefunktionen, sodass Sie Ihren Router auch als ausgewachsene Telefonzentrale verwenden können. Sie können analoge Telefone, ISDN- oder DECT-Mobilteile und Faxgeräte anschließen. In der Praxis hat dies viele Vorteile: Die Verwaltung von Telefonbüchern geht bequem vonstatten. Anruflisten informieren über alle ein- und ausgehenden Telefongespräche. Extrafunktionen wie die integrierten Anrufbeantworter, frei definierbare Rufsperren und die Möglichkeit, über Call-by-Call-Anbieter zu telefonieren, erhöhen zusätzlich den Komfort und helfen Ihnen beim Sparen. Wir zeigen Ihnen am Beispiel der Fritzbox 7590 , wie Sie Rufnummern einrichten und kabelgebundene Telefone sowie DECT-Geräte anschließen und in Betrieb nehmen. Darüber hinaus gehen wir auch auf die weiterführenden Telefoniefunktionen ein.

Um Ihre Fritzbox als Telefonzentrale nutzen zu können, müssen Sie das AVM-Gerät zunächst mit der Telefon- oder DSL-Buchse verbinden; die erforderlichen Kabel gehören zum Lieferumfang des Routers. Beim All-IP-Anschluss der Telekom benötigen Sie das grau-schwarze Y-Kabel aus dem Lieferumfang der Fritzbox.  Schließen Sie zunächst das längere, graue Kabelende an die mit „DSL/TEL“ beschriftete Buchse der Fritzbox an.

Schritt 2: Rufnummern in der Fritzbox einrichten

Schritt 2
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Steht die Verbindung, werden die Rufnummern bei der erstmaligen Einrichtung des All-IP-Anschluss automatisch eingetragen. Bei zusätzlichen Internet-Rufnummern oder bei einer eigenen Fritzbox am Kabelanschluss ist eine manuelle Einrichtung in der Konfigurationsmaske erforderlich. Wählen Sie in der linken Spalte „Telefonie –› Eigene Rufnummern“ aus. Bringen Sie das Register „Anschlusseinstellungen“ nach vorne und legen Sie im Bereich „Standortangaben“ das „Land“, die „Landesvorwahl“ und die „Ortsvorwahl“ fest. Bestätigen Sie die Änderungen mit „Übernehmen“, klicken Sie anschließend auf die Registerkarte „Rufnummern“ und wählen Sie hier „Neue Rufnummer“. Bei einem IP-Anschluss landen Sie im Dialog „Internetrufnummer eintragen“. Markieren Sie im Ausklappmenü bei „Telefonie-Anbieter“ Ihren Provider und geben Sie die Daten ein. Sind Sie beispielsweise Kunde von „1&1 Internet“, müssen Sie nur Ihre „VoIP-Rufnummer“ und das „VoIP-Passwort“ angeben.

Als Kunde von Unitymedia mit eigener Fritzbox 6590 Cable oder 6490 Cable klicken Sie in der Benutzeroberfläche der Fritzbox auf „Telefonie –› Eigene Rufnummern“ und dann auf die Schaltfläche „Neue Rufnummer“. Wählen Sie in der Ausklappliste „Unitymedia (BaWü)“ beziehungsweise „Unitymedia (NRW/Hessen)“ aus. Tragen Sie in die Eingabefelder die Anmeldedaten ein, die Sie von Unitymedia in Ihrem persönlichen Kundenbereich unter „Meine Produkte –› Telefon –› Zugangsdaten Telefonie“ erhalten haben. Mit zwei Klicks auf „Weiter“ schließen Sie die Einrichtung ab. Für den Anbieter Kabel Deutschland verfahren Sie nach dem gleichen Muster.

Auch interessant: Die Fritzbox als NAS: So klappt die Einrichtung

Schritt 3: Neue Telefoniegeräte einrichten

Schritt 3
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Was sich für weniger versierte Anwender möglicherweise kompliziert anhört, entpuppt sich in der Praxis als einfache Aufgabe, da die Einrichtung der Telefoniegeräte mithilfe eines Assistenten durchgeführt wird. Klicken Sie in der Fritzbox-Konfigurationsoberfläche in der linken Spalte unter „Telefonie“ auf „Telefoniegeräte“ und wählen Sie im Hauptfenster „Neues Gerät einrichten“, um den Assistenten zu starten. Als erste Frage müssen Sie festlegen, welches Gerät eingerichtet werden soll. Zur Auswahl stehen „Telefon (mit und ohne Anrufbeantworter)“, „Anrufbeantworter“, „ISDN-Telefonanlage“, „Faxgerät“ und „Türsprechanlage“.

Da wir in diesem Beispiel ein Telefon einrichten wollen, markieren wir die erste Option – „Telefon (mit und ohne Anrufbeantworter)“ – und fahren mit „Weiter“ fort. Bei unserem Telefon handelt es sich um ein kabelgebundenes Analoggerät ohne Anrufbeantworter, das am „FON S2“-Anschluss der Fritzbox angeschlossen ist. Somit entscheiden wir uns bei „Wählen Sie den Anschluss aus, an dem Sie das Telefon betreiben wollen“ für „FON S2 (analoges Telefon)“.

Ist Ihr Telefon mit einem anderen Anschluss der Fritzbox verbunden, wählen Sie die entsprechende Option aus. In das Eingabefeld tippen Sie eine Beschreibung, etwa „Wohnzimmer“, und klicken auf „Weiter“. Die Fritzbox ruft nun das Telefon an. Hat alles geklappt, klingelt es und Sie können die Frage „Klingelt das Telefon?“ mit „Ja“ beantworten.

Schritt 4: Rufnummern zuweisen

Schritt 4
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Anschließend will die Fritzbox wissen, welche Rufnummer für ausgehende Gespräche verwendet werden soll. Markieren Sie den gewünschten Eintrag und fahren Sie mit „Weiter“ fort. Im nächsten Dialog müssen Sie entscheiden, ob das Telefon alle Anrufe oder nur Anrufe, die an bestimmte Rufnummern gehen, annehmen soll. Entscheiden Sie sich für „nur Anrufe für folgende Rufnummern annehmen:“, können Sie die gewünschten Rufnummern auswählen. Bestätigen Sie mit „Weiter“, werfen Sie einen Blick auf die Zusammenfassung und speichern Sie die Konfiguration mit „Übernehmen“.

Nach diesem Muster weisen Sie allen angeschlossenen Telefoniegeräten die gewünschten Rufnummern zu. Die Zuweisung der Rufnummern können Sie übrigens zu jedem beliebigen Zeitpunkt verändern. Wählen Sie dazu in der Fritzbox-Konfigurationsmaske „Telefonie –› Telefoniegeräte“, klicken Sie neben dem Gerät, dessen Nummer(n) geändert werden sollen auf die Schaltfläche „Bearbeiten“ und passen Sie die Nummern für „Ausgehende Anrufe“ und „Ankommende Anrufe“ an.

Schritt 5: Fritzfon und andere DECT-Geräte anmelden

Schritt 5
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Bevor Sie ein kabelloses Fritzfon oder ein anderes Schnurlosgerät zum Telefonieren verwenden können, muss das Gerät erst einmal an der Fritzbox eingerichtet werden. Wie Sie dabei vorgehen, zeigen wir Ihnen am Beispiel des AVM-Geräts Fritzfon C4 . Prima: Fritzboxen unterstützen bis zu sechs DECT-Telefone.

Packen Sie Ihr neues Schnurlostelefon aus, entfernen Sie die rückseitige Kunststoffabdeckung und legen Sie den mitgelieferten Lithium-Ionen-Akku ein. Bringen Sie die Rückseite wieder an und ziehen Sie die Displayschutzfolie ab. Im Display des Telefons werden abwechselnd die Meldungen „Nicht angemeldet“ und „Not registered“ angezeigt. Drücken Sie auf die Telefontaste, die unter der Bildschirmanzeige „Anmelden“ platziert ist, fordert Sie Fritzfon auf, die DECT-Taste an der Fritzbox zu drücken. Betätigen Sie am AVM-Router die Taste „DECT“ so lange, bis im Fritzfon-Display die Meldung „PIN:“ angezeigt wird. Tippen Sie über die Telefontasten die PIN ein, die in der Grundeinstellung „0000“ lautet, und bestätigen Sie mit der Telefontaste „OK“. Nach einigen Sekunden ist die Anmeldung abgeschlossen und im Display wird erst „Anmeldung an der Fritzbox ist erfolgreich“ und dann „Mobilteil 1“ angezeigt – das Fritzfon ist betriebsbereit.

Öffnen Sie dann die Fritzbox-Konfigurationsmaske, wählen Sie „DECT“ und „Schnurlostelefone“ und klicken Sie in der Liste der Geräte neben dem soeben eingerichteten DECT-Telefon auf die Schaltfläche „Bearbeiten“. Hier passen Sie unter anderem den Namen des Geräts an („Bezeichnung“), wählen ein „Telefonbuch“ aus und – ganz wichtig – legen die Rufnummern für aus-und eingehende Gespräche fest.

Die Anmeldung eines anderen Schnurlostelefons, das den DECT-Standard unterstützt, ist ähnlich einfach. Rufen Sie am Gerät das Hauptmenü auf und suchen Sie in den Einstellungen nach einem Befehl wie Mobilteil anmelden oder Basisauswahl und folgen Sie den Bildschirmanweisungen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung des DECT-Telefons hilft bei Problemen weiter.

Tipp: Auf mehrere Fritzbox-Router per Internet zugreifen

Schritt 6: Anrufsperren einrichten

Schritt 6
Vergrößern Schritt 6

Nahezu jeder Nutzer dürfte bereits Bekanntschaft mit unerwünschten Anrufern gemacht haben. In letzter Zeit haben insbesondere Anrufer, die den Angerufenen zum Wechsel des Stromanbieters überreden wollen, Hochkonjunktur. Solche Anrufe werden meist über Computersysteme abgewickelt, die mehrere Nummern gleichzeitig wählen. Sobald die erste Verbindung zustande kommt, werden alle anderen Anrufe beendet. Sprich: Wer zu spät ans Telefon geht, hört gar nichts. Auf Dauer nervt das ungemein. Wickeln Sie Ihre Telefonie über die Fritzbox ab, können Sie solchen Anrufern das Leben erschweren.

Klicken Sie in der Konfigurationsmaske auf „Telefonie –› Rufbehandlung“ und bringen Sie das Register „Rufsperren“ nach vorne. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Neue Rufsperre“ und aktivieren Sie „ankommende Rufe“. Im Abschnitt „Bereich wählen“, markieren Sie bei „Bereich“ den Eintrag „Rufnummer“; die Telefonnummer inklusive Vorwahl tippen Sie in das Feld „Rufnummer“ ein. Mit einem Klick auf „OK“ speichern Sie die Änderungen. Werden Sie zu einem späteren Zeitpunkt von dieser Rufnummer angerufen, merken Sie davon nichts, da Ihre Telefone nicht klingeln. Der Anrufer hört hingegen das Freizeichen. Auf diese Art und Weise richten Sie weitere Rufsperren ein, maximal lassen sich 32 konfigurieren. Reicht Ihnen diese Anzahl nicht aus, speichern Sie alle unerwünschten Rufnummern in einem neuen Telefonbuch (siehe Schritt 7) und wählen bei der Konfiguration der Rufsperre nicht „Rufnummer“, sondern „Telefonbuch“ aus.

Schritt 7: Telefonbücher anlegen

Schritt 7
Vergrößern Schritt 7

Die Fritzbox gestattet es Ihnen, separate Telefonbücher mit bis zu 300 Einträge anzulegen und sie Geräten zuzuweisen. So ist es etwa möglich, dass jedes Familienmitglied ein eigenes Telefonbuch besitzt. Um ein neues Fritzbox-Telefonbuch einzurichten, wählen Sie in der Konfigurationsmaske „Telefonie –› Telefonbuch“. Im Register „Telefonbuch“ klicken Sie auf den Link „Neues Telefonbuch“, legen Sie eine Bezeichnung fest und aktivieren die Option „Neu anlegen“. Unter „Telefon-Zuordnung“ wählen Sie die Telefoniegeräte aus, auf denen das neue Telefonbuch zur Verfügung stehen soll. Richten Sie ein Anti-Werbeanrufe-Telefonbuch ein (siehe Schritt 6), markieren Sie keines der Telefoniegeräte. Anstatt nun auf „Neuer Eintrag“ zu klicken und die Rufnummern manuell einzutippen, wählen Sie in der linken Spalte unter „Telefonie“ den Befehl „Anrufe“, um zur Anrufliste zu gelangen. Neben jedem ein- und ausgehenden Telefonat ist ganz rechts der Button „zum Telefonbuch hinzufügen?“ zu finden. Ein Klick darauf öffnet den Dialog „Rufnummer ins Telefonbuch übernehmen“, in dem Sie sich für „neu anlegen“ entscheiden und mit „Weiter“ fortfahren.

Nette Spielerei: Im Register „Foto hinzufügen“ können Sie dem Kontakt ein Bild im Format JPG zuweisen.

Schritt 8: Klingeltöne festlegen

Schritt 8
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In Sachen Klingeltöne stehen Ihnen viele Optionen zur Auswahl. Die entsprechenden Funktionen sind im Dialog „Schnurlostelefon Profil von [Name des Telefons]“ untergebracht, an den Sie über „Telefonie –› Telefoniegeräte“ gelangen. Bringen Sie das Register „Klingeltöne“ nach vorne, können Sie allen bereits eingerichteten Rufnummern, internen Anrufen und wichtigen Personen individuelle Klingeltöne zuweisen. Wollen Sie hören, wie ein Klingelton klingt, wählen Sie ihn unter „Klingelton-Test“ aus und drücken auf „Testen“. Das Telefon klingelt solange, bis Sie im Hinweisdialog auf „OK“ klicken. Um die Änderungen zu speichern, klicken Sie auf die Schaltfläche „OK“. Die Zuweisung von Klingeltönen funktioniert sowohl mit Fritzfon-Modellen als auch mit vielen anderen DECT-Geräten. Allerdings stehen für Fritzfons wesentlich mehr Melodien zur Auswahl.

Schritt 9: MP3-Sounds als Klingeltöne

Schritt 9
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Nutzen Sie ein Fritzfon, können Sie sogar eigene MP3-Sounds als Klingeltöne verwenden. Dazu klicken Sie im Register „Klingeltöne“ neben „Eigener Klingelton“ auf das Bleistiftsymbol. Im folgenden Dialog klicken Sie auf „Durchsuchen“, wechseln in das Verzeichnis, in dem die MP3-Datei gespeichert ist, markieren sie und klicken auf „Öffnen“. Möchten Sie die Bezeichnung des eigenen Klingeltons ändern, tippen Sie den Namen in das Eingabefeld. Nach einem abschließenden Klick auf „OK“ wird die MP3-Datei in das Fritzfon importiert, was einige Minuten dauern kann. Anschließend weisen Sie den Klingelton – wie im vorigen Schritt beschrieben – einer bereits eingerichteten Rufnummer zu.

Schritt 10: Eigenes Display- Hintergrundbild

Schritt 10
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Fritzfon-Besitzern stehen im Register „Merkmale des Telefoniegerätes“ nicht nur weiterführende Einstellungen wie „Laut mithören beim Anrufbeantworter“, „Eigene Rufnummer unterdrücken (CLIR)“ und „Anklopfen“ zur Auswahl. Sie können hier auch das Hintergrundbild, das auf dem Display des Geräts angezeigt wird, ändern. Klicken Sie im Bereich „Hintergrundbild“ auf die Schaltfläche „Hintergrundbild zuweisen“ und wählen Sie „Durchsuchen“. Wechseln Sie dann in den Ordner, in dem die JPG-Datei gespeichert ist, wählen Sie das gewünschte Bild aus und bestätigen Sie mit Klicks auf „Öffnen“ und „OK“. Das ausgewählte Bild wird dann automatisch an das Gerät übertragen und im Display angezeigt.

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