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Fritzbox-Zubehör: Smart-Home über den Router

10.05.2019 | 14:22 Uhr | Hans-Christian Dirscherl,

Licht aus, Heizung an! Smart-Home-Funktionen wie diese beherrscht auch die Fritzbox. Wir erläutern, was Sie brauchen, um Ihr Zuhause mit dem AVM-Router schlau zu machen.

Die Fritzbox von AVM ist ein echter Allrounder: Der Router sorgt für Internetzugang und Heimnetz per WLAN, LAN und Powerline und dient als Telefonanlage für schnurlose und kabelgebundene Telefone. Etwas abseits stehen da die Smart-Home-Funktionen des AVM-Routers. Doch mit den passenden Zusatzgeräten können Sie per Fritzbox auch ganz einfach Lichter an- und ausschalten oder Ihre Wohnung heizen. Wir erklären Schritt für Schritt, was die Fritzbox bei der Heimvernetzung leistet und wie Sie den Router dafür optimal nutzen.

Vorteil AVM: Die Smart-Home-Zentrale ist schon da

Die Hausvernetzung mit der Fritzbox ist günstiger als mit anderen Systemen. Denn mit dem AVM-Router haben Sie bereits die passende Basisstation dafür. Bei anderen Anbietern benötigen Sie meist ein zusätzliches Gateway, das das Zubehör wie Steckdose, Lampen oder Heizungsthermostate miteinander und mit dem Netzwerk verbindet. Ausnahmen sind Magenta Smart Home der Telekom, bei dem ein Speedport Smart als Zentrale verwendet wird, und Apple Homekit , wo diese Funktion ein Homepod, ein Apple TV (ab 4. Generation) oder ein iPad übernehmen kann.

Der Datenaustausch zwischen Fritzbox und den Smart-Home-Geräten erfolgt über Dect ULE (Dect Ultra Low Energy) . Deshalb muss auch das Zubehör diesen Standard unterstützen, Komponenten für andere Protokolle wie Zigbee oder Homematic IP arbeiten nicht mit der Fritzbox zusammen. Insgesamt lassen sich mit dem AVM-Router per Dect ULE bis zu 12 Heizkörperregler und zehn Schaltsteckdosen von AVM sowie bis zu zehn kompatible Sensoren anderer Anbieter verbinden.

Funksteckdosen: Geräte im Haus intelligent schalten

Diese Smart-Home-Geräte gibt es für die Fritzbox

Mit den Schaltsteckdosen Fritz-Dect 200 und 210 können Sie Elektrogeräte in Haus und Garten, die über einen Netzstecker verfügen, ein- und ausschalten. Außerdem messen Sie Ihren Stromverbrauch. Der neue Taster Fritz-Dect 400 ermöglicht die komfortable Bedienung von Smart-Home-Geräten. Mit einem Knopfdruck können Sie etwa Fritz-Dect 200 und 210 einzeln und in Reihe drahtlos bedienen.

Sowohl die Zwischenstecker als auch der Heizungs-Thermostat Fritz-Dect 301 verfügen über ein integriertes Thermometer. Sie können sich also die Temperatur an den jeweiligen Standorten anzeigen lassen. Mit den Thermostaten steuern Sie zudem einen Heizkörper – auch von unterwegs. So lassen sich Strom- und Heizkosten protokollieren und durch eine zeit- und temperaturabhängige Steuerung reduzieren. Mit einer Push-Mail, die der Zwischenstecker verschickt, sobald der Stromverbrauch eines angeschlossenen Gerätes unter einen bestimmten Wert sinkt, erfahren Sie zum Beispiel, wenn die Waschmaschine im Keller mit dem Waschgang fertig ist. Außerdem lassen sich die Zwischenstecker für die Wohnungssicherheit einsetzen: Durch ein zeitgesteuertes An- und Ausschalten von Lichtern können Sie zum Beispiel im Urlaub simulieren, dass jemand zu Hause ist.

Produkt

Anbieter

Einsatzzweck

Preis

Fritz-DECT 200

AVM

Schaltbare Steckdose für Elektrogeräte

40 Euro

Fritz-DECT 210

AVM

Schaltbare Steckdose für Elektrogeräte mit Spritzwasserschutz

45 Euro

Fritz-DECT 301

AVM

Batteriebetriebener Heizkörperregler

50 Euro

Fritz-DECT 400

AVM

Taster für die Bedienung von Fritz Smart-Home-Geräten

35 Euro

Comet DECT

Eurotronic

Batteriebetriebener Heizkörperregler

40 Euro

Smart Home Bewegungsmelder innen

Telekom

Erfasst Bewegungen

30 Euro

Smart Home Wandtaster

Telekom

Vernetzte Elektrogeräte schalten

30 Euro

Smart Home Tür-/Fensterkontakt optisch

Telekom

Meldet Öffnung von Türen und Fenstern

30 Euro

Ein- und Ausschalten mit smarten Zwischensteckern

Im Fritzbox-Menü bestimmen Sie, wann der Zwischenstecker schalten soll.
Vergrößern Im Fritzbox-Menü bestimmen Sie, wann der Zwischenstecker schalten soll.

Mit den Zwischensteckern Fritz Dect 200 und Fritz Dect 210 können Sie die angeschlossenen Elektrogeräte ein- und ausschalten, deren Stromverbrauch messen und die Umgebungstemperatur messen und aufzeichnen. Das Modell 210 ist spritzwassergeschützt und arbeitet bei Temperaturen zwischen -20 und +40 Grad, eignet sich also auch für Garten oder Terrasse. Bei der Fritz Dect 200 sind bis zu 2300 Watt/10 Ampere erlaubt, bei der Fritz Dect 210 ist eine Leistungsaufnahme von bis 3450 Watt und bis 15 Ampere Strom möglich.

Die schaltbare Steckdose koppeln Sie über eine verschlüsselte Dect-Verbindung mit der Fritzbox. Dazu kommt der Fritz-Dect-Stecker in eine Steckdose in der Nähe des Routers. Halten Sie seine Dect-Taste so lange gedrückt, bis die Dect-LED anfängt, schnell zu blinken – der Stecker befindet sich nun im Anmeldemodus. Innerhalb von zwei Minuten drücken Sie die Dect-Taste an der Fritzbox – auch dort so lange, bis die Dect- beziehungsweise die Info-LED blinkt. Wenn die Dect-LED am Zwischenstecker dauerhaft leuchtet, ist er mit der Fritzbox verbunden. Nun können Sie ihn am gewünschten Einsatzort positionieren.

Im Fritzbox-Menü sehen Sie den Stecker nun unter „Heimnetz –› Smart Home“. Sie können unter „Allgemein“ dem Gerät einen aussagekräftigen Namen geben, etwa „Lampe Wohnzimmer“. Um eine Zeitschaltung einzurichten, klicken Sie auf das „Bearbeiten“-Symbol und gehen zu „Automatisch Schalten“. Aktivieren Sie die Option „Zeitschaltung aktiv“ und wählen Sie einen Zeitplan. Der einfachste ist „Täglich“: Hier geben Sie einfach die Zeiten fürs Ein- und Ausschalten ein. Bei „Wochentäglich“ lässt sich für jeden Tag ein anderer Schalttermin eintragen, um zum Beispiel Arbeitstage und Wochenende zu berücksichtigen. Für die Anwesenheitssimulation während eines Urlaubs eignet sich „Zufällig“: Sie wählen die Dauer in Tagen sowie die Zeitspanne, in der der Schalter zufällig an und aus geht, und wie lange ein bestimmter Schaltzustand maximal bestehen bleiben soll. Bei „Astronomisch“ legen Sie die Schaltzeitpunkte in Abhängigkeit von Sonnenaufund Untergang fest. Dazu müssen Sie zunächst eventuell die Standortbestimmung durch den Browser erlauben.

Ein persönlicher Schaltplan lässt sich einrichten, indem Sie die Fritzbox mit einem dafür erstellten Google-Kalender verbinden. Legen Sie zunächst in Ihrem Google-Konto einen neuen Kalender für diesen Zweck an, den Sie zum Beispiel „Lampe Wohnzimmer“ nennen. Tragen Sie die Schaltzeiten ein, indem Sie Termine „AN“ fürs Ein- und „AUS“ fürs Ausschalten nennen. Zwischen den Schaltungen muss mindestens eine Minute liegen, pro Tag lassen sich bis zu 140 Termine eintragen.

Mit dem Push-Dienst werden Sie auch über Schaltvorgänge der Steckdosen informiert.
Vergrößern Mit dem Push-Dienst werden Sie auch über Schaltvorgänge der Steckdosen informiert.

Gehen Sie im Fritzbox-Menü zu „Heimnetz –› Smart Home –› Automatisch schalten“, und aktivieren Sie „Kalender“. Tragen Sie den Namen des Schaltkalenders ein und klicken Sie auf „OK“. Die Fritzbox öffnet nun ein neues Browserfenster: Klicken Sie direkt auf den Link für die „Verifikation-URL“. Melden Sie sich nun an Ihrem Google-Konto an. Fragt Google nach dem Code für die Geräteverbindung, tragen Sie den User-Code aus dem Fritzbox-Fenster ein. Anschließend müssen Sie noch den Kalenderzugriff erlauben. Im Fritzbox-Menü bestätigen Sie die Verbindung mit „OK“.

Meldet die Fritzbox einen Verbindungsfehler, hilft ein Neustart des Routers, nach dem Sie die Verbindung zum Google-Kalender erneut ausführen.

Mit der Option „Abschalten bei Standby“ unterbricht der Fritz-Dect-Stecker die Stromzufuhr, wenn die Leistungsaufnahme eines angeschlossenen Gerätes unter ein bestimmtes Niveau fällt, es etwa in den Standby geht. So lässt sich der Stromverbrauch im Haushalt noch weiter reduzieren. Zusätzlich können Sie sich per Push-Mail darüber benachrichtigen lassen: Hängt der Zwischenstecker an einer Waschmaschine, wissen Sie so, wann der Waschvorgang beendet ist. Dazu geben Sie bei der Abschaltoption im Fritzbox-Menü bei „Leistungsschwelle“ einen Wert ein, der über dem Standby-, aber unter dem Betriebsverbrauch liegt. Bei „Dauer“ legen Sie fest, wie lange der vom Zwischenstecker gemessene Verbrauch unter der Schwelle liegen muss, bevor er abschaltet. Damit Sie Fritz-Dect per Push-Mail informiert, gehen Sie zu „System –› Push Service“. Haben Sie den Dienst eingerichtet, klicken Sie in der Übersicht auf „Smart Home“ und im Bearbeiten-Menü auf „bei jedem Schaltvorgang“.

Smart-Home-fähig: Küchentimer im Eigenbau

Alles auf einmal schalten: Smart-Home-Gruppen einrichten

Wenn Sie mehrere Zwischenstecker nutzen, können Sie diese zu Gruppen zusammenfassen. Auch die Powerline-Steckdose Fritz Powerline 546E lässt sich hier einbeziehen. Die Smart-Home-Komponenten in einer Gruppe führen die in der Fritzbox hinterlegten Schaltbefehle gleichzeitig aus: So lassen sich zum Beispiel alle Elektrogeräte in einem Zimmer auf einen Schlag abschalten. Gehen Sie im Fritzbox-Menü zu „Heimnetz –› Smart Home –› Neue Gruppe“. Vergeben Sie einen Gruppennamen und wählen Sie die Stecker aus, die zur Gruppe gehören sollen. Anschließend entscheiden Sie, ob Sie die „Gruppe automatisch schalten“ und dafür einen entsprechenden Zeitplan einrichten. Oder Sie bestimmen über die Auswahl von „Gruppe über einen FRITZ!-Aktor schalten“ einen bestimmten Zwischenstecker zum Master. Dessen Schaltzeitpläne gelten dann für alle Geräte in der Gruppe.

Heizkosten sparen mit einem smartem Heizkörperregler

Der Heizkörperregler erkennt durch die sinkende Temperatur, wenn ein Fenster geöffnet wurde.
Vergrößern Der Heizkörperregler erkennt durch die sinkende Temperatur, wenn ein Fenster geöffnet wurde.

Fritz Dect 301 ersetzt das Thermostat an Ihrem Heizkörper. Nach dem Austausch legen Sie zwei Temperaturen für den Heizkörper fest: Eine Komforttemperatur, wenn Sie es angenehm warm haben wollen, und eine Spartemperatur, zum Beispiel für nachts und die Zeiten, zu denen niemand zu Hause ist. Weitere Extras sind Fenster-auf-Erkennung, Frostschutzschaltung, Urlaubsschaltung und Temperaturmessung.

Um das Thermostat mit der Fritzbox zu verbinden, stellen Sie sich damit neben den Router. Ziehen Sie beim Thermostat die Batterieschutzfolie ab und drücken danach die Dect-Taste der Fritzbox, bis deren Status-LED blinkt. Nun können Sie das alte Thermostat am Heizkörper ab- und den Fritz Dect anschrauben. An welche Heizungsventile er passt, gegebenenfalls mit Adapter, steht auf dieser Seite . Nun blendet die Fritz Dect 301 automatisch die Anpassung des Ventilhubs ein; folgen Sie den Anweisungen auf dem E-Ink-Display. Eventuell lädt das Thermostat dann verfügbare Firmware-Updates.

Zieltemperatur und Heizzeiten legen Sie im Fritzbox-Menü unter „Heimnetz –› Smart Home“ und dem Bearbeiten-Symbol des Thermostats fest. Die Option „Fenster-auf- Erkennung“ regelt, wie der Heizkörperregler auf einen plötzlichen Temperaturabfall reagiert. Sie legen dort die Empfindlichkeit gegenüber dem Temperaturabfall fest und den Zeitraum, in dem das Ventil geschlossen bleiben soll.

Lüften Sie zum Beispiel einen Raum, wo das AVM-Thermostat angebracht ist, immer für eine bestimmte Dauer, tragen Sie diese bei „Ventil geschlossen für“ ein. Sie können das Schließen des Ventils auch direkt am Thermostat auslösen, indem Sie die entsprechende Taste zwei Sekunden lang drücken. So beenden Sie auch die Fenster-auf-Erkennung. Am besten funktioniert die Fenster-Erkennung, wenn Fritz Dect 301 an einem Heizkörper angebracht ist, der sich in der Nähe eines Fensters befindet. Sollte das Thermostat bei geöffnetem Fenster nicht reagieren, müssen Sie die Empfindlichkeit der „Fenster offen“-Erkennung anpassen. Ab Firmware 4.85 bieten die AVM-Thermostate eine Funktion zum schnellen Heizen: Sie drücken länger die Tasten „Menu“ und „Fenster-Auf-Erkennung“, damit Fritz Dect 301 mit voller Leistung loslegt. Außerdem lassen sich Fritz-Zwischenstecker als Temperatursensoren für die Thermostate nutzen. Damit können Sie die Temperatur, die einen Schaltvorgang des Thermostats auslösen soll, an einer anderen Stelle als direkt an der Heizung messen. Wählen Sie im Fritzbox-Menü das Bearbeiten-Symbol des Thermostats unter „Heimnetz –› Smart Home“, und aktivieren Sie bei „Temperaturabweichung (Offset)“ die Option „Automatische Offset-Anpassung mittels externem Temperatursensor“. Aus dem Menü wählen Sie dann den AVM-Zwischenstecker aus, der diese Aufgabe übernehmen soll.

Auch Thermostate an verschiedenen Heizungen oder in unterschiedlichen Räumen können Sie in einer Gruppe zusammenfassen: Wählen Sie unter „Heimnetz –› Smart Home“ die Schaltfläche „Neue Gruppe“ und anschließend „Heizkörperregler“. Geben Sie der Gruppe einen Namen und wählen Sie die gewünschten Thermostate aus.

Siehe auch: Fritz-OS Ihrer Fritzbox aktualisieren - so klappt's

Schnell zwischen mehreren Zeitplänen wechseln

In vielen Fällen reicht ein Zeitplan für die Schaltung von Steckdosen oder Thermostaten nicht aus: Wenn sich Ihr Tagesablauf ändert, zum Beispiel während des Urlaubs, sollte ein weiterer Zeitplan zum Einsatz kommen. Und zwischen diesen Zeitplänen sollten Sie möglichst einfach wechseln können. Dies ermöglicht die Fritzbox seit Fritz-OS 7 über die Funktion „Vorlagen“.

Eine Vorlage legen Sie an unter „Heimnetz –› Smart Home –› Vorlagen –› Neue Vorlage erstellen“. Sie können vorhandene Einstellungen als Vorlage übernehmen oder eine komplett neue Vorlage anlegen. Anschließend wählen Sie, für welche Geräteart – Schaltaktoren wie die DECT-200 oder Heizkörperregler wie DECT-301 – sie gelten soll: Unterschiedliche Gerätekategorien lassen sich nicht in einer Vorlage zusammenfassen. Vergeben Sie einen Namen für die Vorlage und wählen Sie die Geräte aus, für die sie gelten soll. Nun legen Sie einen Schaltzeitplan an und bestätigen mit „Fertig“. Um nun die Vorlage zu aktivieren, gehen Sie im Fritzbox-Menü auf „Heimnetz –› Smart Home –› Vorlagen“ und klicken auf die Schaltfläche „Vorlage anwenden“ und „OK“. Die aktuellen Einstellungen für die entsprechenden Geräte werden dann durch die aktivierte Vorlage überschrieben.

Diese Drittanbieter-Geräte lassen sich mit der Fritzbox nutzen

Neben den AVM-Produkten lassen sich auch wenige andere Geräte mit der Fritzbox verbinden.
Vergrößern Neben den AVM-Produkten lassen sich auch wenige andere Geräte mit der Fritzbox verbinden.

Umfangreiche Smart-Home-Szenarien lassen sich mit der Fritzbox nicht erstellen. Dafür fehlen Komponenten wie Alarmsirene, Rauchmelder, Lampen oder IP-Kamera. Immerhin können Sie einige Smart-Home-Komponenten der Telekom mit der Fritzbox koppeln. Sie unterstützen wie die Fritzbox Dect ULE und dessen Erweiterung Han-Fun (Home Area Network Functional Protocol). Laut AVM funktioniert das Zusammenspiel auf jeden Fall mit dem Smart-Home-Wandtaster (30 Euro), dem Tür-Fenster-Kontakt (30 Euro) und dem Bewegungsmelder innen (30 Euro).

Auf diese Sensoren reagieren die Fritz-Dect-Stecker: So lassen sich zum Beispiel Lichter über den Wandtaster ein- und ausschalten. Oder eine Lampe schaltet sich automatisch aus, wenn die mit dem Kontakt versehene Balkontür geöffnet wird, damit im Sommer keine Mücken ins Wohnzimmer kommen. Schließlich lassen sich Lichter oder Elektrogeräte automatisch anschalten, wenn der Bewegungsmelder signalisiert, dass jemand zu Hause ist.

Sie verbinden diese Smart-Home-Geräte via Dect ULE direkt mit der Fritzbox und stellen sie im Fritzbox-Menü ein. Sie werden dort als Han-Fun mit fortlaufender Nummerierung angezeigt; den Namen können Sie ändern. Meist ist ein Neustart der Fritzbox notwendig, damit die Verbindung zustande kommt. Öffnen Sie nun das Bearbeiten-Menü des entsprechenden Sensors: Bei „Smart-Home-Aktoren schalten“ geben Sie ein, welche Dect-Stecker auf eine Meldung des Sensors achten und was sie dann tun sollen. Zum Beispiel weisen Sie dem Bewegungsmelder den Zwischenstecker zu, der die Wohnzimmerlampe schaltet.

Die Kombination aus Bewegungsmelder und Dect-Stecker lässt sich auch zur Heimüberwachung nutzen: Sie können den Push-Service der Fritzbox so einrichten, dass Sie eine E-Mail bekommen, wenn der Dect-Stecker schaltet. Damit Sie auch weitere Schaltvorgänge mitbekommen, die durch Bewegungen verursacht wurden, sollte sich der Zwischenstecker nach kurzer Zeit wieder ausschalten. Das legen Sie im Fritzbox-Menü fest, indem Sie im Bearbeiten-Menü des Bewegungsmelders die Dauer unter „Schaltdauer“ festlegen.

Die Smart-Home-Geräte der Telekom lassen sich übrigens nicht mehr über die entsprechende Telekom-App steuern, wenn sie mit der Fritzbox verbunden sind. Auch ein Firmware-Update für die Drittanbieter-Komponenten leistet die Fritzbox noch nicht. Mit Suota (Software Update Over the Air) gibt es dafür schon einen passenden Standard, der aber in allen beteiligten Geräten umgesetzt sein muss. Daran arbeiten AVM und Telekom derzeit.

Fritzbox per Sprachbefehl steuern

Viele Smart-Home-Systeme lassen sich inzwischen über vernetzte Lautsprecher wie Amazon Echo oder Google Home per Sprachbefehl steuern. AVM verzichtet bei der Fritzbox aber aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen darauf, weil die Sprachbefehle den Umweg über die Amazon- oder Google-Cloud nehmen müssen.

Allerdings unterstützt der Router grundsätzlich die entsprechenden Programmierschnittstellen, weshalb Sie zur Sprachsteuerung Tools von Drittanbietern verwenden können. Zum Beispiel gibt es die Skill FB Smart Home für Amazon Alexa und Google Assistant .

Dazu müssen Sie den Zugriff auf die Fritzbox per Myfritz zulassen. Anschließend legen Sie im Fritzbox-Menü einen neuen Benutzer für den Smart-Home-Zugriff über „System –› FRITZ!Box-Benutzer –› Benutzer hinzufügen“ an. Für dieses Benutzerkonto müssen Sie die Option „Zugang auch aus dem Internet erlaubt“ und bei den Berechtigungen „Smart Home“ aktivieren. Weiter unten auf der Webseite finden Sie die Sprachbefehle, mit denen Sie anschließend die Smart-Home-Komponenten steuern. Anschließend gehen Sie zur Webseite www.fbsmarthome.site und klicken auf die Schaltfläche „Login with Amazon“. Dort melden Sie sich mit Ihrem Amazon-Konto an und tragen in das Formular die Myfritz-Adresse der Fritzbox ein, die Sie im Fritzbox-Menü unter „Internet –› MyFRITZ!-Konto –› MYFRITZ!-Internetzugang“ finden, sowie Name und Passwort für den Fritzbox-Benutzer mit Smart-Home-Rechten. Ob alles funktioniert, prüfen Sie mit einem Klick auf „Verbindung testen“. Weiter unten auf der Webseite finden Sie die Sprachbefehle, mit den Sie anschließend die Smart-Home-Komponenten steuern können.

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Dieser Artikel stammt aus dem Fritzbox-Sonderheft 04/19

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