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Fritzbox-Router im Vergleich: Welches ist das beste Modell?

09.03.2021 | 17:11 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Fritzbox-Familie von AVM bietet passende Router für DSL, Kabel oder Glasfaser. Je nach Preis verfügt eine Fritzbox über unterschiedliche Funktionen. Mit unserer Kaufberatung finden Sie das beste Modell.

Die Fritzbox ist ein echter Allrounder fürs Heimnetz. Als Modem-Router für DSL/VDSL, Kabel, Glasfaser oder LTE bringt sie alle Geräte ins Internet. Sie dient als WLAN-Router für Notebooks, Tablets und Smartphones und verbindet mit ihrem Netzwerk-Switch per Ethernet-Kabel angeschlossene Desktop-PCs und Netzwerkspeicher (NAS) im lokalen Netzwerk. Einige Fritzboxen verfügen über eine Telefonanlage mit integrierten Anrufbeantwortern – zu erkennen am Ausstattungsmerkmal DECT. So können Sie bis zu sechs Schnurlostelefone verwenden. Außerdem lassen sich auch analoge Telefon- und Faxgeräte anschließen. Schließlich dient eine Fritzbox auch als Steuerzentrale für passende Smart-Home-Geräte wie Schaltsteckdosen, Heizungs-Thermostate und Lampen.

Fritz-OS: Regelmäßig neue Funktionen per Update

Neben den zahlreichen Funktionen spricht auch die Update-Politik von Hersteller AVM für eine Fritzbox. Denn für das Router-Betriebssystem Fritz-OS gibt es regelmäßig umfassende kostenlose Aktualisierungen - jetzt ganz neu ist die Version 7.25. Selbst ältere Geräte profitieren davon: Auch auf dem inzwischen fast acht Jahre alten Modell 7490 lässt sich die aktuelle Version von Fritz-OS installieren.

Wichtig zu wissen: Nicht für alle Geräte ist die jeweils aktuelle Fritz-OS-Version sofort verfügbar. Eine neue Firmware gibt es üblicherweise zunächst für die Top-Modelle wie die Fritzbox 7590, bei einem älteren Modell müssen Sie meist etwas warten.

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Die erste Wi-Fi-6-Fritzbox für VDSL: Fritzbox 7530 AX.
Vergrößern Die erste Wi-Fi-6-Fritzbox für VDSL: Fritzbox 7530 AX.
© AVM

Fritzbox-Modelle für jeden Anschluss und jede Preisklasse

Für jede Anschlussart - DSL, Kabel, LTE und Glasfaser - bietet AVM Modelle in unterschiedlichen Preisklassen an. Die Top-Geräte bieten dabei das höchste WLAN-Tempo, die umfangreichsten Telefoniefunktionen und die schnellsten USB-Anschlüsse. Außerdem kommen ihre Modems mit den aktuell schnellsten Internetanschlüssen wie VDSL-Supervectoring oder Kabel-Internet mit Docsis 3.1 zurecht: Deshalb sind sie zukunftssicher und für ein Heimnetz mit vielen Geräten geeignet.

Beim WLAN macht AVM mit den aktuellen Modellen aber eine Ausnahme: Derzeit bekommen Sie den neuen WLAN-Standard Wi-Fi 6 (802.11ax) nur in Mittelklasse-Modellen wie der Fritzbox 7530 AX und der Fritzbox 6660 Cable. Dafür fehlen diesen günstigeren Fritzboxen bestimmte Anschlüsse für Netzwerk- und Telefongeräte, weshalb sie sich vor allem für kleinere Netzwerke eignen.

Außerdem gibt es Modelle ohne Modem, die nur als WLAN-Router arbeiten: Sie lassen sich per LAN-Kabel mit einem vorhandenen DSL-, Kabel- oder Glasfaser-Modem verbinden, um das Heimnetz ins Internet zu bringen.

Das aktuelle Top-Modell: Fritzbox 7590
Vergrößern Das aktuelle Top-Modell: Fritzbox 7590
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Fritzbox-Modelle für DSL

Die derzeit einzige VDSL-Fritzbox mit Wi-Fi 6 ist die Fritzbox 7530 AX . Sie überträgt im Funknetz drei MIMO-Streams über 5 GHz und zwei über 2,4 GHz: Das ergibt ein mögliches Maximaltempo von 2,4 GBit/s. Allerdings kann sie nur bis zu 80 MHz breite Funkkanäle nutzen. Auch bei den Anschlüssen spart AVM: Ein ISDN-Anschluss fehlt, es lässt sich nur ein Analog-Telefon verbinden und der USB-Port schafft nur 2.0-Tempo - als NAS-Ersatz ist die 7530 AX kaum geeignet. Für kleinere Heimnetz reicht diese Ausstattung aber, zumal das VDSL-Modem wie bei den Fritzbox-Top-Modellen Supervectoring-Anschlüsse mit bis zu 300 Mbit/s unterstützt und sich bis zu sechs kabellose DECT-Telefone anbinden lassen.

Das VDSL-Spitzenmodell von AVM bleibt die Fritzbox 7590 . Sie besitzt ein VDSL-Modem, das Supervectoring für Downloadraten bis 300 Mbit/s unterstützt. Für WLAN stehen acht interne Antennen zur Verfügung, die per WLAN-AC-Standard eine 4x4-Datenrate von bis 1733 Mbit/s über 5 GHz und 800 Mbit/s über 2,4 GHz ermöglichen. Außerdem unterstützt sie Multi-User-MIMO (MU-MIMO), um passende WLAN-Clients schneller zu bedienen. Für Telefone gibt es eine DECT-Basisstation, einen ISDN-Anschluss und 2 a/b-Ports, für Peripherie- und Speichergeräte zwei USB-3.0-Buchsen. Es gibt sie in Kombination mit dem WLAN-Repeater 2400 auch als Mesh-Set .

AVM: Smart Home mit Fritzbox - alle Geräte und Möglichkeiten

Eine ähnliche Ausstattung, aber ein anderes Design besitzt die Fritzbox 7580 . Allerdings unterstützt ihr VDSL-Modem nur Vectoring mit bis zu 100 Mbit/s Downloadrate. Der aufrecht stehende Router bringt ebenfalls 11ac-WLAN mit 4x4-Datenübertragung mit 1733 Mbit/s über 5 GHz und 800 Mbit/s über 2,4 GHz sowie MU-MIMO mit. Wie die Fritzbox 7590 dient sie als DECT-Basisstation, Telefonanlage und lässt sich mit zwei analogen Geräten sowie einem ISDN-Gerät verbinden. Außerdem besitzt sie ebenfalls zwei USB-3.0-Anschlüsse.

Die Fritzbox 7490 mit einem Modem für DSL-Vectoring (bis 100 MBit/s) hat ein etwas langsameres 11ac-WLAN (3x3-Datenrate, maximal 1300 Mbit/s über 5 GHz, maximal 450 Mbit/s über 2,4 GHz) und kein MU-Mimo. Ansonsten bietet sie die gleichen Anschlüsse - allerdings haben 7590 und 7580 einen zusätzlichen Gigabit-WAN-Port, über den sie sich direkt mit Kabel- und Glasfaser-Modems verbinden lässt. Bei der Fritzbox 7490 müssen Sie wie bei der neuen Fritzbox 7530 AX Sie einen der vier LAN-Ports nutzen.

Als Allrounder für kleinere Heimnetze bieten sich die Fritzbox 7530 und die Fritzbox 7560 an. Die 7530 hat ein DSL-Modem für Supervectoring, der DSL-Anschluss der 7560 unterstützt nur Vectoring. Beim WLAN beträgt die Maximalgeschwindigkeit 866 MBit/s (5 GHz) und 400 beziehungsweise 450 Mbit/s (2,4 GHz). Beide haben auch nur eine Buchse mit USB 2.0 und einen Anschluss für Analogtelefone, bringen aber eine DECT-Basisstation mit.

Wer auf die eingebauten Telefonfunktionen verzichten kann, ansonsten aber eine umfassende Ausstattung benötigt, ist mit der Fritzbox 3490 gut bedient. Ihre übrige Ausstattung bei WLAN, LAN und USB entspricht der Fritzbox 7490. 

Die Fritzbox 7430 eignet sich mit ihrem Vectoring-DSL-Modem zwar für aktuelle DSL-Anschlüsse. Ansonsten ist die Austattung mit 11n-WLAN über 2,4 GHz, Fast-Ethernet-LAN-Switch und einem USB-2.0-Anschluss höchstens für sehr kleine Netzwerke empfehlenswert. Immerhin ist eine Telefonanlage und DECT-Bassistation mit an Bord.

Mit Wi-Fi 6: Fritzbox 6660 Cable für Kabel-Internet.
Vergrößern Mit Wi-Fi 6: Fritzbox 6660 Cable für Kabel-Internet.
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Fritzbox-Modelle für den Kabelanschluss

Auch bei den Kabel-Fritzboxen bekommt ein Mittelklasse-Modell das schnelle WLAN zuerst: Die Fritzbox 6660 Cable überträgt per Wi-Fi 6 je zwei MIMO-Streams über 5 und 2,4 GHz: Da sie dabei über 5 GHz einen Funkkanal mit 160 MHz nutzen kann, kommt sie auf eine mögliche Maximalgeschwindigkeit von 3 GBit/s (2400 MBit/s über 5 GHz plus 600 MBit/s über 2,4 GHz).

Die 6660 Cablet besitzt außerdem einen 2,5-GBit/s-Anschluss. Damit lassen sich im Heimnetz schnelle Wi-Fi-6-Geräte ungebremst mit Multi-Gigabit-LAN-Geräten wie einer NAS verbinden oder künftige Onlineanschlüsse mit über 1 Gigabit ins Heimnetz weiterreichen. Das Kabel-Modem der 6660 ist mit DOCSIS 3.1 (maximal 6 GBit/s Downstream) auch darauf vorbereitet. Wie der Fritzbox 7530 AX fehlt auch der Kabel-Mitteklasse-Fritzbox ein ISDN-Anschluss und USB läuft nur mit 2.0-Tempo.

Das aktuelle Top-Modell von AVM für den Kabelanschluss ist die Fritzbox 6591 Cable . Sie lässt sich dank Docsis 3.1 an Kabelanschlüssen mit Gigabit-Tempo einsetzen. Wer einen Kabeltarif mit geringerer Datenrate hat, greift zur ansonsten weitgehend baugleichen Fritzbox 6590 Cable mit Docsis 3.0. Die Ausstattung der beiden Kabel-Top-Modelle entspricht der Fritzbox 7590 für DSL: Sie bieten also unter anderem DECT-Basisstation, Anschlüssen für zwei analoge und ein ISDN-Telefon sowie schnelles WLAN-AC (1750 Mbit/s) und WLAN-N (450 Mbit/s) sowie MU-MIMO. Die Fritzbox 6591 hat zwei USB-Ports mit 3.0-Geschwindigkeit, bei der Fritzbox 6590 laufen sie nur mit USB 2.0.

Die Fritzbox 6490 Cable ist das Kabel-Pendant zur 7490: Ihr WLAN arbeitet mit bis zu 1300 Mbit/s (AC, 5 GHz) und 450 Mbit/s (N, 2,4 GHz), für Telefone gibt es eine DECT-Basis, einen ISDN-Anschluss sowie 2 a/b-Ports. Außerdem zwei USB-2.0.Ports. Das Kabelmodem mit Docsis 3.0 schafft bis zu 1320 Mbit/s im Downstream.

Die günstigere Variante nennt sich Fritzbox 6430 Cable . Das WLAN arbeitet aber nur nach 11n über 2,4 GHz mit maximal 450 MBit/s. Außerdem fehlt ein ISDN-Anschluss. DECT-Basis, 2 Anschlüsse für Analog-Telefone sowie zwei USB-2.0-Ports sind aber auch hier an Bord. Ihr Docsis-3.0-Kabelmodem ist für eine maximale Download-Geschwindigkeit von 880 MBit/s ausgelegt.

Fritzboxen für LTE

Auch ohne DSL/VDSL- oder Kabelanschluss kommen Desktop-PCs, Notebooks, Tablets und Smartphones im Heimnetz mit hohen Datenraten ins Internet. Die Lösung ist eine Fritzbox aus der LTE-Familie, die mit einem passenden Tarif das Internet per Mobilfunk nach Hause bringt. Damit können Sie beispielsweise einen O2-My-Home-Tarif nutzen .

Die Fritzboxen der LTE-Baureihe sind eine ideale Alternative, wenn DSL und Kabel nicht verfügbar sind.
Vergrößern Die Fritzboxen der LTE-Baureihe sind eine ideale Alternative, wenn DSL und Kabel nicht verfügbar sind.
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Das Top-Modell für diese Anschlussart ist die Fritzbox 6890 LTE : Sie vereint ein VDSL-Modem für Supervectoring und ein LTE-Modem, die jeweils eine Downloadrate von bis zu 300 Mbit/s schaffen. LTE dient dabei als alternative Internetverbindung falls DSL ausfällt, parallel lassen sich beide Zugänge nicht nutzen. Beim WLAN bietet die 6890 11ac-Standard mit 4x4-Datenübertragung sowie MU-MIMO. Die Telefonanlage unterstützt neben DECT-Telefonen bis zu zwei Analoggeräte sowie ein ISDN-Telefon. Der einzige USB-Anschluss arbeitet mit 3.0-Tempo.

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Die Fritzbox 6820 LTE erlaubt per LTE eine maximale Downloadrate von 150 MBit/s, funkt im WLAN aber nur über die 2,4-GHZ-Frequenz mit bis zu 450 Mbit/s. Bis auf einen Gigabit-LAN-Port fehlen weitere Anschlüsse.

Die Fritzbox 5530 Fiber passt an alle Glasfaseranschlüsse.
Vergrößern Die Fritzbox 5530 Fiber passt an alle Glasfaseranschlüsse.
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Fritzbox-Modelle für Glasfaser

Es gibt auch Fritzbox-Router für Internet-Anschlüsse über Glasfaser. Die finden Sie aber kaum im Online-Handel, sondern bekommen sie meist zur Miete vom Online-Provider, wenn Sie einen entsprechenden Tarif buchen.

Anders ist das bei der Fritzbox 5530 Fiber : Sie ist für alle gängigen Glasfaseranschlüsse (GPON, AON) geeignet, da ihr passende Ansteckmodule beiliegen. Ihre Ausstattung gleicht der Fritzbox 6660 Cable: Die Glasfaser-Fritzbox unterstützt Wi-Fi 6 mit 2400 MBit/s über 5 GHz und 600 MBit/s über 2,4 GHz. Außerdem besitzt sie einen 2,5-GBit-LAN-Port.

Bei der Auswahl einer anderen Fritzbox für Glasafaser müssen Sie auf die Anschlussart achten: Die Fritzbox 5491 ist für den GPON-Anschlüsse gedacht, die baugleiche Fritzbox 5490 für AON. Beide Modelle haben 11ac-WLAN mit 1300 (5 GHz) und 450 Mbit/s (2,4 GHz) sowie die komplette Telefonieausstattung mit DECT-Basisstation, ISDN-Anschluss und zwei Analoganschlüssen. Außerdem gibt es einen 4-Port-Switch mit Gigabit-LAN und zwei USB-3.0-Buchsen.

Die Fritzbox 4020 wiegt rund 200 Gramm und misst 16,5 x 12 x 5 cm. Die Fritzbox 7490 ist etwa doppelt so groß.
Vergrößern Die Fritzbox 4020 wiegt rund 200 Gramm und misst 16,5 x 12 x 5 cm. Die Fritzbox 7490 ist etwa doppelt so groß.
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Fritzbox-WLAN-Router ohne Modem

Auch wenn Sie für den Online-Zugang schon ein passendes Gerät haben, können Sie eine Fritzbox einsetzen. Die passenden Modelle Fritzbox 4040 und Fritzbox 4020 dienen als Heimnetz-Router, die das lokale Netzwerk per WLAN und LAN-Switch verbindet. Die Heimnetz-Geräte bringt die Fritzbox ins Internet, indem Sie das vorhandene DSL-, Kabel- oder Glasfasermodem an ihren WAN-Port anschließen.

Die Fritzbox 4040 nutzt das aktuelle WLAN-AC mit 866 MBit/s sowie WLAN-N mit bis zu 400 MBit/s. Auch beim LAN und dem USB-Anschluss ist sie mit Gigabit- beziehungsweise USB-3.0-Tempo auf dem aktuellen Stand. Der zweite USB-Anschluss läuft mit USB 2.0.

Die Fritzbox 4020 dagegen arbeitet mit Fast-Ethernet und USB 2.0. Auch beim WLAN setzt sie auf den älteren 11n-Standard, der über 2,4 GHz bis zu 450 MBit/s schnell ist. Beiden fehlt eine Telefonanlage, die üblicherweise im vorhandenen Modem oder Modem-Router des Providers integriert ist.

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