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Fritzbox-Router im Vergleich: Welches ist das beste Modell?

06.11.2019 | 11:10 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Fritzbox-Familie von AVM bietet passende Router für DSL, Kabel oder Glasfaser. Je nach Preis verfügt eine Fritzbox über unterschiedliche Funktionen. Mit unserer Kaufberatung finden Sie das beste Modell.

Die Fritzbox ist ein echter Allrounder fürs Heimnetz. Als Modem-Router für DSL/VDSL, Kabel, Glasfaser oder LTE bringt sie Ihre Geräte ins Internet. Sie dient als WLAN-Router für Notebooks, Tablets und Smartphones und verbindet mit ihrem Netzwerk-Switch per Ethernet-Kabel angeschlossene Desktop-PCs und Netzwerkspeicher (NAS) im lokalen Netzwerk. Einige Fritzboxen verfügen über eine Telefonanlage mit integrierten Anrufbeantwortern – zu erkennen am Ausstattungsmerkmal DECT. So können Sie bis zu sechs Schnurlostelefone verwenden. Außerdem lassen sich auch noch analoge Telefon- und Faxgeräte anschließen. Schließlich dient eine Fritzbox auch als Steuerzentrale für passende Smart-Home-Geräte wie Schaltsteckdosen und Heizungs-Thermostate.

Fritz-OS: Regelmäßig neue Funktionen per Update

Neben den zahlreichen Funktionen spricht auch die Update-Politik von Hersteller AVM für eine Fritzbox. Denn für das Router-Betriebssystem Fritz-OS gibt es regelmäßig umfassende kostenlose Aktualisierungen. Selbst ältere Geräte profitieren davon: Auch auf dem inzwischen sechs Jahre alte Modell 7490 lässt sich die aktuelle Version von Fritz-OS installieren.

Wichtig zu wissen: Nicht für alle Geräte ist die jeweils aktuelle Fritz-OS-Version sofort verfügbar. Eine neue Firmware gibt es üblicherweise zunächst für die Top-Modelle wie die Fritzbox 7590, bei einem älteren Modell müssen Sie meist etwas warten.

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Fritzbox-Modelle für jeden Anschluss und jede Preisklasse

Für jede Anschlussart - DSL, Kabel, LTE und Glasfaser - bietet AVM Modelle in unterschiedlichen Preisklassen an. Die Top-Geräte bieten dabei das höchste WLAN-Tempo, die umfangreichsten Telefoniefunktionen und die schnellsten USB-Anschlüsse. Außerdem kommen ihre Modems mit den aktuell schnellsten Internetanschlüssen wie DSL-Supervectoring oder Kabel-Internet mit Docsis 3.1 zurecht: Deshalb sind sie zukunftssicher und für ein Heimnetz mit vielen Geräten geeignet.

Die günstigeren Mittelklasse-Modelle eignen sich für kleinere Netzwerke, da sie weniger WLAN-Tempo und Anschlüsse mitbringen oder auf die Telefon-Funktion verzichten.

Außerdem gibt es Modelle ohne Modem, die nur als WLAN-Router arbeiten: Sie lassen sich per LAN-Kabel mit einem vorhandenen DSL-, Kabel- oder Glasfaser-Modem verbinden, um das Heimnetz ins Internet zu bringen.

Das aktuelle Top-Modell: Fritzbox 7590
Vergrößern Das aktuelle Top-Modell: Fritzbox 7590
© AVM

Fritzbox-Modelle für DSL

Das aktuelle Spitzenmodell von AVM ist die Fritzbox 7590 . Sie besitzt ein VDSL-Modem, das Supervectoring für Downloadraten bis 300 Mbit/s unterstützt. Für WLAN stehen acht interne Antennen zur Verfügung, die eine 4x4-Datenrate von bis 1733 Mbit/s über 5 GHz und 800 Mbit/s über 2,4 GHz ermöglichen. Außerdem unterstützt sie Multi-User-MIMO (MU-MIMO), um passende WLAN-Clients schneller zu bedienen. Für Telefone gibt es eine DECT-Basisstation, einen ISDN-Anschluss und 2 a/b-Ports, für Peripherie- und Speichergeräte zwei USB-3.0-Buchsen. Es gibt sie in Kombination mit dem WLAN-Repeater 1750E auch als Mesh-Set.

AVM: Smart Home mit Fritzbox - alle Geräte und Möglichkeiten

Eine ähnliche Ausstattung, aber ein anderes Design besitzt die Fritzbox 7580 . Allerdings unterstützt ihr VDSL-Modem nur Vectoring mit bis zu 100 Mbit/s Downloadrate. Der aufrecht stehende Router bringt ebenfalls 11ac-WLAN mit 4x4-Datenübertragung mit 1733 Mbit/s über 5 GHz und 800 Mbit/s über 2,4 GHz sowie MU-MIMO mit. Wie die Fritzbox 7590 dient sie als DECT-Basisstation, Telefonanlage und lässt sich mit zwei analogen Geräten sowie einem ISDN-Gerät verbinden. Außerdem besitzt sie ebenfalls zwei USB-3.0-Anschlüsse.

Die Fritzbox 7490 mit einem Modem für DSL-Vectoring hat ein etwas langsameres 11ac-WLAN (3x3-Datenrate, maximal 1300 Mbit/s über 5 GHz, maximal 450 Mbit/s über 2,4 GHz) und kein MU-Mimo. Ansonsten bietet sie die gleichen Anschlüsse - allerdings haben 7590 und 7580 einen zusätzlichen Gigabit-WAN-Port, über den sie sich direkt mit Kabel- und Glasfaser-Modems verbinden lässt. Bei der Fritzbox 7490 müssen Sie dafür einen der vier LAN-Ports nutzen.

Als Allrounder für kleinere Heimnetze bieten sich die Fritzbox 7530 und die Fritzbox 7560 an. Die 7530 hat ein DSL-Modem für Supervectoring, der DSL-Anschluss der 7560 unterstützt Vectoring. Beim WLAN beträgt die Maximalgeschwindigkeit 866 MBit/s (5 GHz) und 400 beziehungsweise 450 Mbit/s (2,4 GHz). Beide haben auch nur eine Buchse mit USB 2.0 und einen Anschluss für Analogtelefone, bringen aber eine DECT-Basisstation mit.

Wer auf die eingebauten Telefonfunktionen verzichten kann, ansonsten aber eine umfassende Ausstattung benötigt, ist mit der Fritzbox 3490 gut bedient. Ihre übrige Ausstattung bei WLAN, LAN und USB entspricht der Fritzbox 7490. 

Die Fritzbox 7430 eignet sich mit ihrem Vectoring-DSL-Modem zwar für aktuelle DSL-Anschlüsse. Ansonsten ist die Austattung mit 11n-WLAN über 2,4 GHz, Fast-Ethernet-LAN-Switch und einem USB-2.0-Anschluss höchstens für sehr kleine Netzwerke empfehlenswert. Immerhin ist eine Telefonanlage und DECT-Bassistation mit an Bord.

Die Fritzbox 6591 Cable ist für die derzeit schnellsten Kabelanschlüsse geeignet.
Vergrößern Die Fritzbox 6591 Cable ist für die derzeit schnellsten Kabelanschlüsse geeignet.
© AVM

Fritzbox-Modelle für den Kabelanschluss

Das aktuelle Top-Modell von AVM für den Kabelanschluss ist die Fritzbox 6591 Cable . Sie lässt sich dank Docsis 3.1 an Kabelanschlüssen mit Gigabit-Tempo einsetzen. Wer einen Kabeltarif mit geringerer Datenrate hat, greift zur ansonsten weitgehend baugleichen Fritzbox 6590 Cable mit Docsis 3.0. Die Ausstattung der beiden Kabel-Top-Modelle entspricht der Fritzbox 7590 für DSL: Sie bieten also unter anderem DECT-Basisstation, Anschlüssen für zwei analoge und ein ISDN-Telefon sowie schnelles WLAN-AC (1750 Mbit/s) und WLAN-N (450 Mbit/s) sowie MU-MIMO. Die Fritzbox 6591 hat zwei USB-Ports mit 3.0-Geschwindigkeit, bei der Fritzbox 6590 laufen sie nur mit USB 2.0.

Die Fritzbox 6490 Cable ist das Kabel-Pendant zur 7490: Ihr WLAN arbeitet mit bis zu 1300 Mbit/s (AC, 5 GHz) und 450 Mbit/s (N, 2,4 GHz), für Telefone gibt es eine DECT-Basis, einen ISDN-Anschluss sowie 2 a/b-Ports. Außerdem zwei USB-2.0.Ports. Das Kabelmodem mit Docsis 3.0 schafft bis zu 1320 Mbit/s im Downstream.

Die günstigere Variante nennt sich Fritzbox 6430 Cable . Das WLAN arbeitet aber nur nach 11n über 2,4 GHz mit maximal 450 MBit/s. Außerdem fehlt ein ISDN-Anschluss. DECT-Basis, 2 Anschlüsse für Analog-Telefone sowie zwei USB-2.0-Ports sind aber auch hier an Bord. Ihr Docsis-3.0-Kabelmodem ist für eine maximale Download-Geschwindigkeit von 880 MBit/s ausgelegt.

Fritzboxen für LTE

Auch ohne DSL/VDSL- oder Kabelanschluss kommen Desktop-PCs, Notebooks, Tablets und Smartphones im Heimnetz mit hohen Datenraten ins Internet. Die Lösung ist eine Fritzbox aus der LTE-Familie, die mit einem passenden Tarif das Internet per Mobilfunk nach Hause bringt.

Die Fritzboxen der LTE-Baureihe sind eine ideale Alternative, wenn DSL und Kabel nicht verfügbar sind.
Vergrößern Die Fritzboxen der LTE-Baureihe sind eine ideale Alternative, wenn DSL und Kabel nicht verfügbar sind.
© AVM

Das Top-Modell für diese Anschlussart ist die Fritzbox 6890 LTE : Sie vereint ein VDSL-Modem für Supervectoring und ein LTE-Modem, die jeweils eine Downloadrate von bis zu 300 Mbit/s schaffen. LTE dient dabei als alternative Internetverbindung falls DSL ausfällt, parallel lassen sich beide Zugänge nicht nutzen. Beim WLAN ist die 6890 auf aktuellem Stand, mit 11ac-Standard, 4x4-Datenübertragung sowie MU-MIMO. Das gilt auch für die Telefonanlage, die neben DECT-Telefonen bis zu zwei Analoggeräte sowie ein ISDN-Telefon unterstützt. Der einzige USB-Anschluss arbeitet mit 3.0-Tempo.

Die Fritzbox 6820 LTE erlaubt per LTE eine maximale Downloadrate von 150 MBit/s, funkt im WLAN aber nur über die 2,4-GHZ-Frequenz mit bis zu 450 Mbit/s. Bis auf einen Gigabit-LAN-Port fehlen weitere Anschlüsse.

Beim DSL-Provider 1&1 ist die Fritzbox 7490 unter der Bezeichnung "HomeServer" bei einigen Tarifen inklusive.
Vergrößern Beim DSL-Provider 1&1 ist die Fritzbox 7490 unter der Bezeichnung "HomeServer" bei einigen Tarifen inklusive.
© AVM

Fritzbox-Modelle für Glasfaser

Es gibt auch Fritzbox-Router für Internet-Anschlüsse über Glasfaser. Die finden Sie aber kaum im Online-Handel, sondern bekommen sie meist zur Miete vom Online-Provider, wenn Sie einen entsprechenden Tarif buchen.
Bei der Auswahl der passenden Fritzbox müssen Sie auf die Art des Glasfaseranschlusses achten: Die Fritzbox 5491 ist für den GPON-Anschlüsse gedacht, die baugleiche Fritzbox 5490 für AON. Beide Modelle haben 11ac-WLAN mit 1300 (5 GHz) und 450 Mbit/s (2,4 GHz) sowie die komplette Telefonieausstattung mit DECT-Basisstation, ISDN-Anschluss und zwei Analoganschlüssen. Außerdem gibt es einen 4-Port-Switch mit Gigabit-LAN und zwei USB-3.0-Buchsen.

Die Fritzbox 4020 wiegt rund 200 Gramm und misst 16,5 x 12 x 5 cm. Die Fritzbox 7490 ist etwa doppelt so groß.
Vergrößern Die Fritzbox 4020 wiegt rund 200 Gramm und misst 16,5 x 12 x 5 cm. Die Fritzbox 7490 ist etwa doppelt so groß.
© AVM

Fritzbox-WLAN-Router ohne Modem

Auch wenn Sie für den Online-Zugang schon ein passendes Gerät haben, können Sie eine Fritzbox einsetzen. Die passenden Modelle Fritzbox 4040 und Fritzbox 4020 dienen als Heimnetz-Router, die das lokale Netzwerk per WLAN und LAN-Switch verbindet. Die Heimnetz-Geräte bringt die Fritzbox ins Internet, indem Sie das vorhandene DSL-, Kabel- oder Glasfasermodem an ihren WAN-Port anschließen.

Die Fritzbox 4040 nutzt das aktuelle WLAN-AC mit 866 MBit/s sowie WLAN-N mit bis zu 400 MBit/s. Auch beim LAN und dem USB-Anschluss ist sie mit Gigabit- beziehungsweise USB-3.0-Tempo auf dem aktuellen Stand. Der zweite USB-Anschluss läuft mit USB 2.0.

Die Fritzbox 4020 dagegen arbeitet mit Fast-Ethernet und USB 2.0. Auch beim WLAN setzt sie auf den älteren 11n-Standard, der über 2,4 GHz bis zu 450 MBit/s schnell ist. Beiden fehlt eine Telefonanlage, die üblicherweise im vorhandenen Modem oder Modem-Router des Providers integriert ist.

Fritzbox-Umstieg: Einstellungen übertragen

Wenn Sie eine neue Fritzbox kaufen, müssen Sie diese nicht unbedingt komplett neu konfigurieren. Sie können Daten und Einstellungen von der alten auf die neue Fritzbox übertragen. Ersetzen Sie eine Fritzbox durch ein neues Exemplar des gleichen Modells, können Sie somit alle auf dem Gerät gespeicherten Einstellungen übernehmen. Dazu gehören unter anderem Internet-Zugangsdaten, Portfreigaben, Nutzer, Einstellungen für DHCP, WLAN, aber auch Telefoniedaten, Telefonbücher, Ruflisten und vieles mehr. Tauschen Sie die alte Box gegen ein neueres Modell aus, ist nur eine grundlegende Einstellungsübertragung möglich. Dies betrifft beispielsweise die Funktionen, die beide Geräte unterstützen.

Sicherung anlegen: In der Oberfläche aller aktuellen Fritzboxen lässt sich die Konfiguration unter „System –› Sicherung“ speichern.

Das hier vergebene Kennwort sollten Sie sich gut merken, denn nur damit können Sie die Sicherungsdatei später auch verwenden. Alternativ erstellen Sie eine Sicherung mittels gleichnamigem Push-Service völlig automatisch. Dann werden die Einstellungen beim Laden der Werkseinstellungen oder bei einem Firmware-Update automatisch an die von Ihnen hinterlegte E-Mail-Adresse geschickt.

Sicherung einspielen: Möchten Sie die Einstellungen auf einer Fritzbox laden, klicken Sie in der Benutzeroberfläche an die gleiche Stelle wie bei der Sicherung, nur dass Sie nun oben auf den Reiter „Wiederherstellen“ klicken. Im entsprechenden Feld wählen Sie nun die Datei aus, die Sie im ersten Schritt erstellt und abgelegt haben. Anschließend geben Sie das Kennwort ein. Hier haben Sie auch die Möglichkeit, eine vollständige oder teilweise Wiederherstellung (mit entsprechenden Auswahlmöglichkeiten) vorzunehmen. Nachdem die Datei geladen und die Einstellungen wiederhergestellt wurden, führt die Fritzbox einen Neustart durch.

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