2096506

Fritzbox-Update 6.80: Das bringt die neue Firmware

06.03.2017 | 08:02 Uhr |

AVM bleibt seinem Versprechen treu, die Fritzbox-Firmware regelmäßig um neue Funktionen zu erweitern. Was die neue Version alles zu bieten hat, stellen wir Ihnen hier im Detail vor.

Gute Hardware ist bei einem WLAN-Router nur die halbe Miete. Auch die Software muss passen, damit Sie schnell im Internet surfen, sich gegen Hacker-Angriffe schützen oder problemlos auf alle Geräte im Heimnetz werkzugreifen können. Daher sind vor allem Router von Herstellern empfehlenswert, die das Betriebssystem, die Firmware, häufig aktualisieren und Fehler ausmerzen. Noch besser ist es, wenn eine neue Firmware-Version zusätzliche Funktionen mitbringt. Besonders AVM macht das vorbildlich, was nicht zuletzt die Beliebtheit der Fritzbox-Router erklärt.

Größere Firmware-Updates wie die Version 6.50 von Anfang 2016 sind dabei wie ein Service Pack für die Fritzbox: Sie beinhalten eine große Anzahl von zusätzlichen Funktionen und bessern Fehler aus.

Jetzt gibt es mit Fritz-OS 6.80 eine neue, umfangreiche Version der Firmware für AVM-Router. Sie bringt zahlreiche Verbesserungen für Internet, Telefonie und Sicherheit und bietet einige neue Funktionen, um ein höheres WLAN-Tempo zu erzielen. Wir stellen die wichtigsten Neuheiten vor und zeigen, wie Sie sie am besten nutzen.

Auf los geht’s los: So aktualisieren Sie die Firmware

Die komfortabelste Variante, an die neue Fritzbox-Firmware zu kommen, ist die integrierte Online-Update-Funktion. Diese finden Sie über „System -> Update -> Neues FRITZ!OS suchen“. Falls Sie den manuellen Weg bevorzugen, rufen Sie im Webbrowser die Adresse http://ftp.avm.de/fritz.box auf, navigieren zur gewünschten Modellbezeichnung, wechseln dann in den Unterordner „\firmware\deutsch“ und laden die Datei mit der Endung „.image“ herunter.

Stellen Sie sicher, dass die erweiterte Ansicht der Fritzbox aktiviert ist. In älteren Fritzbox-Versionen ist der entsprechende Link nicht links unter dem Navigationsmenü zu finden, sondern rechts unter dem Hauptbereich. Klicken Sie dann auf „System -> Update -> Fritz!OS-Datei“. Bevor es ans Aktualisieren geht, bietet Ihnen die Fritzbox an, eine Sicherungskopie der von Ihnen vorgenommenen Einstellungen als Datei herunterzuladen. Auf Wunsch können Sie sie mit einem Passwort schützen. Im Bedarfsfall lässt sich die Konfigurationsdatei jederzeit über „System -> Sicherung -> Wiederherstellen“ zurückspielen. Nachdem Sie die Konfigurationsdatei gesichert haben, klicken Sie auf „Datei auswählen“, navigieren zu der vom AVM-Server heruntergeladenen Firmware mit der Endung „.image“ und bestätigen mit „Update starten“.

Solange die Info-LED blinkt, wird das Update auf die Fritzbox übertragen. Trennen Sie während der Durchführung des Updates nicht die Verbindung zwischen PC und der Fritzbox und ziehen Sie keinesfalls den Netzstecker der Fritzbox. Eine Unterbrechung des Update-Vorganges kann die Fritzbox beschädigen und unbrauchbar machen. Blinkt die Info-LED allerdings nach 10 Minuten immer noch, so trennen Sie die Fritzbox für fünf Sekunden vom Stromnetz und starten Sie sie neu. Wiederholen Sie gegebenenfalls das Update.

Relevant: Die besten TIpps & Tricks zur Fritzbox

Das sind die Neuerungen von Fritz-OS 6.8:

1. Funkleistung: Schnelleres WLAN mit Band-Steering

Mit Fritz-OS 6.80 soll sich vor allem die WLAN-Leistung der Fritzbox-Router verbessern. Die neue Firmware spendiert dem Router nämlich Band-Steering. Mit dieser Funktion kann die Fritzbox dafür sorgen, dass sich WLAN-Clients auf der Funkfrequenz einbuchen, die aktuell weniger belastet ist. Sind zum Beispiel im Heimnetz die meisten WLAN-Geräte auf der Frequenz 2,4 GHz unterwegs, sinkt die Datenrate: Der Router kann die einzelnen Verbindungen nur nacheinander abarbeiten, die Gegenstellen müssen also warten, bis sie mit ihrer Datenübertragung dran sind. Das kann vor allem bei Verbindungen, die wie etwa beim Video-Streaming auf einen konstanten Datenstrom angewiesen sind, zu Rucklern oder Abbrüchen führen.

Band-Steering findet sich bisher vor allem bei Profi-Routern für Unternehmen. Da aber auch in Heimnetzen immer mehr WLAN-Geräte arbeiten, wird die Technik auch für Privat-Router interessant. Damit das funktioniert, müssen sowohl Router als auch die WLAN-Gegenstellen dualband-fähig sein, also sowohl auf 2,4 wie auf 5 GHz funken können. Auf die Fritzbox-Modelle 7580, 7560 und 7490 trifft das beispielsweise zu.

Fritzbox-Hacks: Versteckte Funktionen freischalten

Um festzustellen, ob auch der jeweilige WLAN-Client zwei Funkbänder unterstützt, werfen Sie einen Blick in dessen Handbuch. Oder Sie melden ihn als neues Gerät am WLAN der Fritzbox an: Anschließend öffnen Sie das Routermenü und gehen zu „Heimnetz -> Heimnetzübersicht“. Dort klicken Sie beim WLAN-Client, den Sie angemeldet haben, auf Details: Steht dort unter „WLAN-Eigenschaften“ der Begriff „Dualbandfähigkeit“, können Sie loslegen. Im WLAN-Treiber des Clients müssen Sie nichts ändern. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann die Fritzbox selbst steuern, in welches Band sie den Client einordnet, Sie müssen nicht eingreifen, um das WLAN-Gerät vom 2,4-GHz-Netz ins 5-GHz-Band umzuleiten.

Zwar können auch Sie dafür sorgen, dass dualband-fähige Geräte über 5 GHz arbeiten, weil diese Frequenz normalerweise geringer belastet ist. Der Vorteil von Band-Steering: Der Router weiß normalerweise mehr über die aktuelle Situation im WLAN als Sie. Denn er kann sowohl Daten zur Bandauslastung auswerten, weil er die Anzahl der auf den beiden Frequenzen angemeldeten Clients kennt wie auch die Stärke der Störsignale berücksichtigen, die die Übertragung auf 2,4 und 5 GHz beeinträchtigen. Außerdem arbeitet die Technik in beide Richtungen – die Fritzbox kann also je nach Situation die Geräte auch von 5 GHz wieder nach 2,4 GHz schieben. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sich der Client weiter vom Router entfernt: Da die Funkwellen auf der 5-GHz-Frequenz durch Mauern oder Gegenstände stärker gedämpft werden als über 2,4 GHz, kann der Client durch den Frequenzwechsel seine Reichweite erhöhen und noch Kontakt zum Router halten.

2. Das sind die Voraussetzungen für Band-Steering im WLAN

Die Fritzbox kann nur einen dualband-fähigen WLAN-Client per Band-Steering optimieren. In der Heimnetzübersicht sehen Sie, bei welchen Geräten das möglich ist.
Vergrößern Die Fritzbox kann nur einen dualband-fähigen WLAN-Client per Band-Steering optimieren. In der Heimnetzübersicht sehen Sie, bei welchen Geräten das möglich ist.

Neben der Dualband-Fähigkeit des WLAN-Geräts, das mit der Fritzbox verbunden wird, müssen auch beim Router bestimmte Bedingungen für Band-Steering vorliegen: Zum Beispiel müssen Sie für beide Funknetzwerke der Fritzbox die gleiche Netzwerkkennung (SSID) und das gleiche Passwort eintragen. Das ist im Auslieferungszustand der Fritzbox der Fall, doch viele Nutzer ändern die SSID zwischenzeitlich, damit Sie das 2,4-GHz-und das 5-GHz-Band unterscheiden können.

Um die SSID anzupassen, melden Sie sich im Routermenü an, indem Sie im Browser „fritz.box“ eingeben. Anschließend gehen Sie zu „WLAN -> Funknetz“. Im Abschnitt „Funknetz“ tragen Sie den gleichen Namen für die SSID bei „2,4-GHz-Frequenzband“ und „5-GHz-Frequenzband“ ein. Das WLAN-Passwort der Fritzbox gilt automatisch für beide Funknetze, hier müssen Sie für Band-Steering nichts ändern.

Melden Sie die WLAN-Clients, die der Router automatisch steuern soll, zunächst im Fritzbox-WLAN an. Denn bevor das Band-Steering arbeiten kann, muss der Router wissen, welche der Clients überhaupt dualband-fähig sind. Erst wenn Sie diese erneut mit der Fritzbox verbinden, kann sie der Router auf das jeweils andere Frequenzband umleiten.

Ärgerlich: Nach einem Neustart vergisst der AVM-Router das allerdings wieder. Dann müssen Sie erneut die WLAN-Clients zunächst zum Anlernen anmelden und ein zweites Mal, um Band-Steering zu aktivieren.

Wichtig: Nur WLAN-Clients, die an der Fritzbox angemeldet sind, profitieren vom Band-Steering. Läuft die Verbindung über einen WLAN-Repeater, funktioniert die neue Technik nicht, auch wenn die SSIDs von Fritzbox-und Repeater-Funknetz identisch sind.

Telefonie: Neue DECT-Telefone werden kompatibel

Mit der neuen Firmware lassen sich an der Fritzbox auch DECT-Telefone betreiben, die dem Standard CAT-iq 2.0 entsprechen, etwa das Gigaset A540. Mit diesen Geräten lassen sich daher ab jetzt das Telefonbuch der Fritzbox nutzen, die Anrufliste anzeigen und Komfortoptionen für Anrufe nutzen, wie zum Beispiel makeln und Dreierkonferenz. Außerdem zeigen diese Telefone nun in Zusammenarbeit mit der Fritzbox über eine LED an, ob Sie Anrufe verpasst haben oder ob Sprachnachrichten eingegangen sind. Somit können Sie nun bei den meisten DEC-Telefonen sicher sein, dass sich diese Merkmale nutzen lassen, wenn Sie sie mit der Fritzbox verbinden. Es gibt aber viele Hersteller, die den CAT-Standard um eigene Funktionen erweitern – auch AVM gehört mit seinen Fritz Fons dazu: Nach wie vor kann es also vorkommen, dass ein DECT-Telefon nicht alles, was der Hersteller verspricht an der Fritzbox leisten kann wie umgekehrt ein Fritz Fon an einem anderen Router nicht so umfassend funktioniert wie an einer Fritzbox. Für DECT-Telefone von Gigaset beispielsweise können Sie unter dieser Web-Adresse prüfen, mit welcher Fritzbox und welchen Funktionen sie zusammenspielen.

So geht’s: Damit die neue Funktion zum Einsatz kommt, müssen Sie sie im Routermenü der Fritzbox aktivieren. Gehen Sie zu „DECT -> Basisstation“. Ganz unten im Abschnitt „Problembehebung“ markieren Sie die Option „Unterstützung für CAT-iq 2.0 kompatible Geräte aktiv“.

3. So aktivieren Sie Band-Steering mit dem neuen Fritz-OS

Damit die Fritzbox WLAN-Geräte auf die bessere Frequenz umleiten kann, müssen beide Funknetze im 2,4-und 5-GHz-Frequenzband dieselbe Netzwerkkennung (SSID) besitzen.
Vergrößern Damit die Fritzbox WLAN-Geräte auf die bessere Frequenz umleiten kann, müssen beide Funknetze im 2,4-und 5-GHz-Frequenzband dieselbe Netzwerkkennung (SSID) besitzen.

Melden Sie sich im Routermenü an. Anschließend gehen Sie zu „WLAN -> Funkkanal“. Unter „Funkkanal-Einstellungen“ aktivieren Sie die Option „Funkkanal-Einstellungen anpassen“. Erweitern Sie nun das Menü mit einem Klick auf „Weitere Einstellungen“. Dort setzen Sie ein Häkchen vor die Option „Zur Verbesserung der Datenübertragung darf bei einem Dualband-WLAN-Gerät automatisch der Wechsel zwischen 2,4-und 5-GHz-Frequenzband herbeigeführt werden.“ Vergessen Sie nicht, den Namen der SSIDs anzugleichen – sonst ist diese Box ausgegraut.

Ob die Fritzbox den WLAN-Client steuert, sehen Sie an einer Meldung in der Ereignisanzeige. Die finden Sie im Routermenü unter „System -> Ereignisse“.

4. WLAN: Mehr Informationen zur automatischen Kanalauswahl

In der neuen Firmware 6.80 zeigt die Fritzbox an, wann sie zum letzten Mal nach dem besten Funkkanal gesucht hat. Über ?Autokanal aktualisieren? können Sie eine erneute Suche starten.
Vergrößern In der neuen Firmware 6.80 zeigt die Fritzbox an, wann sie zum letzten Mal nach dem besten Funkkanal gesucht hat. Über ?Autokanal aktualisieren? können Sie eine erneute Suche starten.

Neben der Funkfrequenz hängt das WLAN-Tempo auch vom genutzten Funkkanal ab. Um den besten Kanal auszuwählen, nutzt die Fritzbox wie andere Router auch die Autokanal-Funktion: Der Router prüft dabei die WLAN-Umgebung und wählt den Kanal mit dem geringsten Störpegel aus.

Allerdings trifft der Router diese Entscheidung natürlich auf Grundlage der Signale, die er an seinem Standort erhält. Deswegen muss der gewählte Kanal nicht für alle Clients in Ihrem WLAN optimal sein. Außerdem kann der Router nicht automatisch reagieren, wenn Sie die WLAN-Umgebung verändert, weil zum Beispiel die Nachbarn ihre Funknetze plötzlich einschalten oder die Position ihres Routers verändern. Denn die automatische Suche und Einstellung des besten Kanals führt die Fritzbox immer nur aus, wenn sie oder die WLAN-Funktion eingeschaltet wird, Sie die WLAN-Einstellungen im Routermenü verändern oder kein Client im Funknetz verbunden ist. Möchten Sie, dass die Fritzbox die aktuelle Störsituation bei der Kanalauswahl berücksichtigen, klicken Sie im Routermenü bei „WLAN -> Funkkanal“ auf „Autokanal aktualisieren“. Dafür muss der Router alle aktiven WLAN-Verbindungen unterbrechen. Bestätigen Sie mit „OK“. Der Kanalauswahl der Fritzbox dürfen Sie vertrauen – auch wenn Sie sich eventuell wundern, warum der Router einen Kanal auswählt, den offenbar mehr WLANs nutzen als einen anderen. Das kann daran liegen, dass die vielen Netzwerke auf dem Fritzbox-Kanal nur wenig Daten bewegen, während die WLANs auf den anderen Kanälen deutlich mehr Datenverkehr erzeugen und damit ein höheres Störpotenzial haben.

Haben Sie Fritz-OS 6.80 installiert, sehen Sie nun im Menü, wann die Fritzbox zuletzt den Autokanal aktualisiert hat. Sie finden diese Information unter „WLAN -> Funkkanal“ im Abschnitt „Belegung der Funkkanäle“. Unter „WLAN-Umgebung“ können Sie das Frequenzband auswählen, für das die Fritzbox diese Informationen anzeigen soll.

Tipp: Die besten Gratis-Downloads für die Fritzbox

5. Mehr Übersicht: Bessere Übersicht über alle WLAN-Geräte

Übersicht aufräumen: WLAN-Geräte, die derzeit nicht mit der Fritzbox verbunden sind, lassen sich nun mit einem Mausklick aus der Übersicht der bekannten WLAN-Clients entfernen.
Vergrößern Übersicht aufräumen: WLAN-Geräte, die derzeit nicht mit der Fritzbox verbunden sind, lassen sich nun mit einem Mausklick aus der Übersicht der bekannten WLAN-Clients entfernen.

Die Fritzbox merkt sich alle WLAN-Geräte, die jemals mit dem Router verbunden waren. Diese Liste kann mit der Zeit sehr unübersichtlich werden. Deshalb bietet die neue Firmware die Möglichkeit, ältere WLAN-Geräte aus dieser Anzeige zu entfernen. Öffnen Sie dafür das Routermenü und gehen Sie zu „WLAN -> Funknetz“. Unter dem Kasten, in dem die bekannten WLAN-Geräte aufgeführt sind, klicken Sie auf die Schaltfläche „Entfernen“. Dann löscht die Fritzbox alle Eintragungen für Geräte, die derzeit nicht mit dem Router verbunden sind und für die Sie im Routermenü keine angepassten Einstellungen vorgenommen haben.

Eine ähnliche Übersicht finden Sie auch unter „Heimnetz -> Heimnetzübersicht -> Netzwerkverbindungen“. Dort sind aber alle mit der Fritzbox verbundene Geräte aufgeführt, also auch solche, die per LAN und Powerline Kontakt zum Router haben. Diese Liste lässt sich ebenfalls über die Schaltfläche „Entfernen“ bereinigen. Wollen Sie ein bestimmtes WLAN-oder Heimnetzgerät aus der Übersicht löschen, klicken Sie auf das rote X-Symbol.

6. Datenverbrauch im WLAN-Gastzugang kontrollieren und begrenzen

Wie viel Datenverkehr aktuell über die Fritzbox läuft, sehen Sie im Menü bei „Internet -> Online-Monitor“. Die Downstream-Geschwindigkeit steht dabei im oberen, die Upload-Rate im unteren Diagramm. Mit der neuen Fritz-OS-Version erkennen Sie nun, welche Bandbreite dabei der Gastzugang belegt. Bisher ließ sich bei der Downstream-Darstellung nur unterscheiden, welche Datenrate Internetanwendungen und IPTV verursachen.

Sind häufig viele WLAN-Geräte in Ihrem Gastnetz unterwegs, hilft Ihnen eine andere neue Funktion weiter: Sie können nun sicherstellen, dass die Heimnetzgeräte auf jeden Fall einen bestimmten Anteil an der Internet-Bandbreite bekommen, egal wie intensiv der Gastzugang genutzt wird. Gehen Sie dafür zu „Internet -> Filter -> Priorisierung“. Aktivieren Sie die Option „Geschwindigkeit im Heimnetz“: Hier lässt sich eine festgelegte Bandbreite für das Heimnetz reservieren, die der Gastzugang nicht beanspruchen kann. Wählen Sie dafür aus dem Dropdown-Menü einen Prozentsatz zwischen 10 und 100 Prozent aus.

7. Sicherheit: Portfreigaben für Dienste und Geräte einrichten

Mehr Sicherheit: Automatische Portfreigaben können Sie in der Fritzbox jetzt gezielt nur noch bestimmten Geräten erlauben
Vergrößern Mehr Sicherheit: Automatische Portfreigaben können Sie in der Fritzbox jetzt gezielt nur noch bestimmten Geräten erlauben

Mit Portfreigaben öffnen Sie gezielt Löcher in der Router-Firewall. Das ist gefährlich, aber manchmal unumgänglich, denn zum Beispiel Online-Spiele oder Chat-Programme, aber auch andere Anwendungen, müssen aus dem Internet erreichbar sein, um zu funktionieren. Anstatt die Portfreigaben manuell einzutragen, können Sie es mit Universal Plug’n’Play (UPnP) auch dem Programm überlassen, in der Fritzbox die passenden Freigaben bei Bedarf automatisch einzurichten. Allerdings gilt diese Erlaubnis für alle Geräte im Heimnetz, wenn Sie sie im Routermenü unter „Internet -> Freigaben -> Portfreigaben“ erteilen.

Mit der neuen Firmware können Sie die selbstständige Portfreigabe nun nur für einzelne Geräte erlauben, um einen besseren Überblick zu behalten. Rufen Sie dazu die Liste der Heimnetzgeräte im Routermenü unter „Heimnetz -> Heimnetzübersicht“ auf. Klicken sie anschließend auf „Details“ beim Gerät, dem Sie die automatische Portfreigabe gestatten wollen. Dort aktivieren Sie die Option „Selbstständige Portfreigaben erlauben“.

Eine weitere positive Neuerung: Bisher waren Portfreigaben und Freigaben auf das Heimnetz, die Sie über den Myfritz-Dienst eingerichtet haben, über zwei Menüs verteilt. Die neue Firmware fasst sie nun zusammen: Im Menü „Internet -> Freigaben -> Portfreigaben“ sehen Sie alle Freigaben, die für die Fritzbox eingerichtet sind. Außerdem können Sie künftig mit einem Klick die Liste der Freigaben bereinigen: Mit der Schaltfläche „Deaktivieren“ schalten Sie alle selbstständigen Portfreigaben aus, wenn das Gerät sie bisher nicht genutzt hat.

8. Zweite Sicherheitsebene: Eingaben zusätzlich bestätigen

Zwei-Faktor-Authentifizierung: Wenn Sie bestimmte Einstellungen der Fritzbox ändern, müssen Sie das ab der neuen Firmware 6.80 mit einem Zahlencode oder per Knopfdruck am Router bestätigen.
Vergrößern Zwei-Faktor-Authentifizierung: Wenn Sie bestimmte Einstellungen der Fritzbox ändern, müssen Sie das ab der neuen Firmware 6.80 mit einem Zahlencode oder per Knopfdruck am Router bestätigen.

Mit der neuen Firmware führt AVM eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für bestimmte Funktionen ein. Wenn Sie zum Beispiel eine Rufumleitung einrichten oder die Menü-Einstellungen sichern beziehungsweise wiederherstellen wollen, erhalten Sie die Meldung „Die Ausführung muss zusätzlich bestätigt werden.“ Das soll verhindern, dass Optionen zum Beispiel ausschließlich per Fernzugriff auf die Fritzbox verändert werden können.

So führen Sie die Bestätigung aus : Nehmen Sie ein Telefon, das an der Fritzbox angeschlossen ist und geben Sie nach der Sterntaste die fünfstellige Nummernfolge ein. Anschließend bestätigen Sie mit der Verbindungstaste. Wenn Sie einen Quittungston hören, dürfen Sie auflegen. Das funktioniert mit einem Analog-, ISDN-oder DECT-Telefon.

Haben Sie kein Telefon zur Hand, drücken Sie alternativ kurz eine beliebige Taste am Gehäuse der Fritzbox wie die WLAN-, WPS-oder DECT-Taste. Die LEDs am Router blinken einmal auf, wenn die Fritzbox den Befehl entgegengenommen hat.

Ist Ihnen das zu umständlich, lässt sich die zweite Bestätigung auch abschalten. Das erledigen Sie im Routermenü unter „System -> Fritz!Box-Benutzer -> Anmeldung im Heimnetz“. Entfernen Sie den Haken vor der Option „Ausführung bestimmter Einstellungen und Funktionen zusätzlich bestätigen“. Diese Änderung müssen Sie dann noch einmal per Telefoncode oder Tastendruck freigeben.

Das waren die Neuerungen von Fritz-OS 6.5:

1. Zentrales WLAN-Management in der Heimnetzübersicht

Die aufpolierte Begrüßungsseite der Fritzbox mit Fritz-OS 6.5 zeigt auf einen Blick den Status bestehender Verbindungen, die aktiven Anschlüsse sowie die letzten Aktivitäten in Ihrem Heimnetzwerk an.
Vergrößern Die aufpolierte Begrüßungsseite der Fritzbox mit Fritz-OS 6.5 zeigt auf einen Blick den Status bestehender Verbindungen, die aktiven Anschlüsse sowie die letzten Aktivitäten in Ihrem Heimnetzwerk an.

Die wichtigste Neuerung von Fritz-OS 6.5 ist die Heimnetzübersicht mit zentraler Update-Funktion für AVM-Geräte. Diese ist nicht zu verwechseln mit der neuen Begrüßungsseite namens „Übersicht“, die Sie nach dem Aufruf der Fritzbox-Bedienerführung sehen. Sie zeigt sämtliche relevante Informationen und den Status einzelner Komponenten informativ auf einer Bildschirmseite an. Die Übersicht liefert Ihnen Angaben über die Art der Verbindung, Geräteeigenschaften wie Status und Temperatur sowie den Firmwarestand. Wenn Sie mehr zu einer Verbindung oder zu einem Anschluss erfahren möchten, bringt Sie ein Klick oder Fingertipper auf den blau hervorgehobenen Link direkt in das Info-Menü der entsprechenden Komponente.

Zur Heimnetzübersicht gelangen Sie mithilfe von Klicks auf „Heimnetz“ und „Heimnetzübersicht“. Diese zeigt alle angeschlossenen Geräte an – unabhängig davon, ob sie per WLAN, LAN-Kabel, Powerline, DECT oder WLAN-Repeater mit dem Router verbunden sind. Über USB mit der Fritzbox gekoppelte Geräte und AVM-Smart-Home-Komponenten wie schaltbare Steckdosen werden ebenfalls berücksichtigt. Damit ist die Heimnetzübersicht Ausgangspunkt für alle Einstellungsänderungen rund um Ihr Netzwerk. Geräte des Herstellers AVM, für die sich innerhalb der Bedienerführung Ihrer Fritzbox Einstellungen vornehmen lassen, erkennen Sie am Link „Details“ in der Spalte „Eigenschaften“. Ein Klick darauf bringt Sie zur Einstellungsseite des betreffenden Geräts mit den relevanten Optionen. Für alle AVM-Geräte der Fritz-Familie erhalten Sie in der Spalte „FRITZ!-Update“ den Hinweis, ob deren Firmware auf dem aktuellen Stand ist. Sie können ein gegebenenfalls notwendiges Update dann direkt aus der Übersicht starten.

2. Nicht mehr länger benötigte Verbindungen aufräumen

Die nach Spaltenüberschriften sortierbare Heimnetzübersicht liefert einen umfassenden Überblick aller derzeit mit der Fritzbox verbundenen Netzwerkgeräte samt Status der einzelnen Komponenten.
Vergrößern Die nach Spaltenüberschriften sortierbare Heimnetzübersicht liefert einen umfassenden Überblick aller derzeit mit der Fritzbox verbundenen Netzwerkgeräte samt Status der einzelnen Komponenten.

Die Heimnetzübersicht bietet neben der Standardansicht „Alle Geräte“ die Registerkarte „Netzwerkverbindungen“. Hier sehen Sie auf einen Blick sämtliche Benutzer und Netzwerkgeräte, die entweder im Heimnetz oder im Gastnetz des Routers angemeldet sind. Ganz oben in der Übersicht erscheint immer die Fritzbox, deren Bedienmenü Sie gerade verwenden.

Praktisch ist die Aufräumfunktion, mit der sich alle nicht mehr benötigten Netzwerkgeräte aus der Liste löschen und somit von der Fritzbox abmelden lassen. Damit werden ebenfalls sämtliche Einstellungen für das betroffene Gerät gelöscht. Die entsprechenden Einträge werden unter „Ungenutzte Verbindungen“ zusammengefasst – nach dem Klick auf das rote „X“ müssen Sie den Löschvorgang noch bestätigen.

Für ein Plus an Übersicht bei vielen verbundenen Netzwerkgeräten verwenden Sie die Sortiermöglichkeiten: Sie können die Geräte in der Heimnetzübersicht per Klick auf die Spaltenüberschriften („Gerät“, „Verbindung“, „Eigenschaft“ und so weiter) auf-oder absteigend sortieren .

3. Von der neuen WLAN-Konfiguration profitieren

Die WLAN-Konfiguration nehmen Sie unter „WLAN“ und „Funknetz“ vor. Hier aktivieren und deaktivieren Sie das WLAN-Funknetz je nach Fritzbox-Modell im 2,4-und/oder 5-GHz-Frequenzband, ändern danach den SSID-Namen und die Sichtbarkeit des Funknetzes und bearbeiten die Einstellungen bekannter WLAN-Geräte. Dazu klicken Sie auf das Stift-Icon hinter dem gewünschten Gerätenamen. Anschließend sehen Sie neben Name, IP-Adresse sowie der unter „Geräteinformation“ angezeigten MAC-Adresse auch die „Heimnetzanbindung“, anhand derer Sie erfahren, ob das ausgewählte Gerät direkt mit der Fritzbox verbunden oder eventuell über einen weiteren Router oder einen zwischengeschalteten Powerline-Adapter angeschlossen ist.

Auch das WLAN-Symbol vor den Gerätenamen hat Aussagekraft: Es zeigt an, ob die Verbindung per WLAN zur Fritzbox steht und wie stark das Funksignal ist.

Fritzbox am Smartphone optimieren

Das statische Layout der bisherigen Fritzbox-Bedienoberfläche auf Touchscreen-Geräten hatte viele Tücken, durch die das Anpassen der Routereinstellungen am Smartphone oder Tablet wenig komfortabel war. Die neue Fritzbox-Firmware schafft Abhilfe, indem sie die Bedienerführung des Routers automatisch an die Bildschirmproportionen des Geräts anpasst, auf dem sie aufgerufen wird. Damit werden nicht nur die einzelnen Menüpunkte so angeordnet, dass sie sowohl im Hoch-als auch im Querformat vernünftig lesbar sind, sondern auch Grafiken wie die neue Kanalbelegungsübersicht werden entsprechend den jeweiligen Darstellungsmöglichkeiten berechnet. Die relevanten Routeroptionen erscheinen in Listenform untereinander – sodass Sie für Anpassungen zwar mehr hoch-und hinunterwischen, aber nicht mehr horizontal scrollen müssen. Das Hauptmenü blenden Sie über die Menütaste oder den Menü-Button ein. Die neue Darstellung macht es deutlich einfacher, mehrere Geräte in einem WLAN zu verwalten und zu optimieren, denn Sie brauchen dafür nicht mehr stets den PC oder das Notebook zu starten, sondern können die relevanten Einstellungen bequem im ganzen Haus vornehmen.

4. Funkkanal für höheren Datendurchsatz optimieren

In diesem Dialog der WLAN-Einstellungen nehmen Sie die Grundkonfiguration des Funknetzwerks im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband vor.
Vergrößern In diesem Dialog der WLAN-Einstellungen nehmen Sie die Grundkonfiguration des Funknetzwerks im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband vor.

Über den Menüpunkt „WLAN -> Funkkanal“ können Sie anhand der ersten Grafik die Auslastung des aktuell genutzten Funkkanals analysieren und damit auf einfache Weise ermitteln, welche Geräte außer der eigenen Fritzbox den jeweiligen WLAN-Kanal noch benutzen. Die neue Übersicht der Funkspektren hilft dabei, möglichst wenig genutzte Kanäle zu verwenden. Hierzu visualisiert ein Zeitverlauf für das 2,4-und 5-GHz-Frequenzband die Auslastung der Fritzbox im Funkkanal. Somit ist eine einfache Beurteilung der jeweils möglichen Übertragungsleistung auf dem gewählten Kanal möglich: Je geringer die Auslastung des Funkkanals, umso weniger Störeinflüsse gibt es, und desto besser sind die dort möglichen Datendurchsätze.

In der Standardeinstellung „Funkkanal-Einstellungen automatisch setzen (empfohlen)“ überprüft die Fritzbox die WLAN-Umgebung automatisch und verwendet für die optimale WLAN-Einrichtung einen in der Nachbarschaft wenig genutzten Funkkanal. Sie können den vorgeschlagenen Funkkanal allerdings manuell verändern, um so beispielsweise gezielt Einfluss auf die verwendeten Funkkanäle, die Sendeleistung oder die Kanalbandbreite zu nehmen. Aktivieren Sie hierzu das Häkchen vor „Funkkanal-Einstellungen anpassen“ und legen Sie für das 2,4-und 5-GHz-Frequenzband anstelle der Vorgabe „Autokanal“ Ihren Wunschkanal fest. Orientieren Sie sich bei der Kanalauswahl an der Grafik „Belegung der WLAN-Kanäle“: Sie zeigt Ihnen die derzeitige Belegung der WLAN-Kanäle durch WLAN-Funknetze in Ihrer Umgebung an. Beachten Sie, dass WLAN-Funknetze immer mehrere benachbarte Kanäle belegen und es somit trotz anderer Kanalnummer eventuell Überlappungen zu Funknetzwerken in der Nachbarschaft gibt.

Durch die Änderung der Routersendeleistung können Sie die Reichweite der Funkwellen beeinflussen. Nur wenn Sie im Ausklappfeld „Maximale Sendeleistung“ den Wert „100 %“ wählen, erzielen Sie die bestmögliche Reichweite.

Tipp: Die besten Gratis-Downloads für Ihre Fritzbox

5. WLAN-Koexistenzschalter in der Fritzbox aktivieren

Beachten Sie für das 5-GHz-Frequenzband, dass viele WLAN-Geräte nur die Kanäle 36 bis 48 unterstützen und Verbindungen zur Fritzbox beim Einsatz der Kanäle 52 bis 140 unter Umständen nicht zustande kommen können. Oberhalb des Kanals 52 überprüft die Fritzbox darüber hinaus in regelmäßigen Abständen, ob der verwendete Funkkanal von einer bevorrechtigten Radarquelle, wie beispielsweise einem Wetterradar, genutzt wird. Ist dies der Fall, so führt der Router automatisch einen Kanalwechsel durch und die Geräte im WLAN können die Verbindung zur Fritzbox verlieren.

Zusätzliches Optimierungspotenzial bietet der Schalter „WLAN-Koexistenz“. Damit nutzt Ihr Router die Ressourcen im stark frequentierten 2,4-GHz-WLAN optimal. Die Fritzbox berücksichtigt so fremde WLANs in direkter Nachbarschaft automatisch und versucht, die Funkkanäle mit einer an die Umgebungssituation angepassten Kanalbandbreite zu belegen. Es hängt dann jeweils vom Einzelfall ab, ob sich der Schalter positiv auf den Datendurchsatz auswirkt.

Nachdem Sie die Einstellungen Ihrer Fritzbox wie gewünscht vorgenommen und den Router neu gestartet haben, sehen Sie sich erneut die Auslastungsgrafik des aktuellen Funkkanals an und prüfen die Belegungssituation. Die von Ihrer Fritzbox gesendeten WLAN-Signale werden im Diagramm grün dargestellt, die empfangenen WLAN-Signale und fremde Funksignale blau.

6. Ping-Pong abschalten: Firewall im Stealth-Modus betreiben

Wie es sich für einen guten Router gehört, ist in die Fritzbox eine Firewall integriert. Diese unterbindet unerwünschten ein- und ausgehenden Datenverkehr. Bisher gab es aber keine Möglichkeit, „Ping“-Anfragen von außen zu blocken. Die neue Firmware bietet dazu unter „Internet -> Filter -> Listen“ den Stealth-Modus. Denn Angreifer nutzen das Ping-Kommando, um ganze Adressbereiche daraufhin zu scannen, ob ein Gerät reagiert, also ein Bestätigungspaket zurückschickt. Denn dort lohnt sich ein Angriffsversuch eher als bei einer IP-Adresse, von der ein Angreifer keine Ping-Antwort bekommt.

Keine Antwort auf externe Ping-Anfragen mehr: Die Fritzbox-Firewall kann jetzt im „Stealth-Modus“ betrieben werden.
Vergrößern Keine Antwort auf externe Ping-Anfragen mehr: Die Fritzbox-Firewall kann jetzt im „Stealth-Modus“ betrieben werden.

Auch wenn in den aktuellen Versionen der Fritzbox-Firmware keine Sicherheitslücken bekannt sind, ist es ratsam, den Stealth-Modus zu aktivieren, um erst gar keine potenzielle Angriffsfläche zu bieten.

Mit einem Klick entfernen Sie alle Geräte aus der Netzwerk- Übersicht, die gerade nicht aktiv sind.
Vergrößern Mit einem Klick entfernen Sie alle Geräte aus der Netzwerk- Übersicht, die gerade nicht aktiv sind.

7. Familie Fritz: Sind alle Geräte auf dem aktuellsten Stand?

Rund um die Fritzbox bietet AVM eine breite Palette an weiteren „Fritz“-Geräten für das Heimnetz an, zum Beispiel Powerline-Adapter, um Geräte über das interne Stromnetz von Haus oder Wohnung zu vernetzen, sowie Repeater, mit denen Sie die Reichweite des WLANs vergrößern. Die Fritzbox bietet jetzt die Möglichkeit, die Firmware aller Ihrer Fritz-Geräte zentral zu aktualisieren.

Dazu wechseln Sie unter „Heimnetz -> Heimnetzumgebung“ zur Registerkarte „Heimnetzübersicht“. Dort sehen Sie eine Liste aller erkannten Geräte der „Fritz“-Reihe. In der Spalte „Fritz!-Update“ sehen Sie, ob es Aktualisierungen gibt. Wenn das der Fall ist, lässt sich von dieser Stelle aus das Update anstoßen.

Altbewährt: Die Fritzbox scannt alle WLAN-Frequenzen und zeigt Ihnen die Anzahl der Funknetze in der Umgebung pro Funkkanal an.
Vergrößern Altbewährt: Die Fritzbox scannt alle WLAN-Frequenzen und zeigt Ihnen die Anzahl der Funknetze in der Umgebung pro Funkkanal an.

8. Mehr Online-Zeit für die Kids: Kontingent per Ticket erhöhen

Die meisten Eltern von Kindern im Teenager-Alter kennen den Kampf um den Internetzugang, der mehr oder weniger täglich aufs Neue ausgefochten wird. Appelle an die Selbstdisziplin helfen da eher selten – zu groß sind die Verlockungen des Internets. Eine erfolgversprechendere Option besteht in der technischen Lösung des Problems. Dass die Fritzbox umfangreiche Funktionen zur Beschränkung des Internetzugangs besitzt, macht sie gerade in Haushalten mit Kindern so beliebt.

Über „Internet -> Filter“ lassen sich individuelle Zugangsprofile anlegen, in denen Sie exakt definieren, welchem Nutzer wann wie viel Zeit für die Internetnutzung zur Verfügung steht. Optional arbeiten Sie zusätzlich mit Filterlisten. Diese reglementieren dann den Zugriff sogar bis auf die Ebene einzelner Internetadressen. Ruft ein von Ihnen eingeschränktes Gerät eine Internetadresse außerhalb des Zeitlimits auf, erhält der Nutzer im Browser einen Hinweis auf das abgelaufene Zeitkontingent. Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit für Eltern, die Nutzungsdauer im Einzelfall unkompliziert zu verlängern. Dazu können Sie unter „Internet -> Filter -> Kindersicherung -> Zugangsprofile“ Listen mit jeweils 10 Codes („Tickets“) generieren, die Sie ausdrucken und – einzeln versteht sich – im Bedarfsfall an Ihren Nachwuchs ausgeben. Nach der Eingabe des Codes verlängert sich die Nutzungsdauer für die jeweilige Person um 45 Minuten. Ebenfalls neu: Eingeschränkte Anwender können sich über die Adresse http://fritz.box/surf.lua die Art der für sie gültigen Einschränkungen und die Restlaufzeit anzeigen lassen.

Gastzugang einrichten: So schotten Sie Ihr WLAN ab

Auch den Gastzugang unter „WLAN ->Gastzugang“ hat AVM mit der Fritz-Firmware 6.5 verbessert. Damit können Privatpersonen oder kleine Firmen für Gäste einen separaten Internet-zugang bereitstellen, der vom übrigen Netzwerk getrennt ist. Das Gast-WLAN erhält eine eigene SSID-Netzwerkkennung mit eigenem Passwort. Sie brauchen also nicht das vertrauliche WLAN-Passwort für Ihr Heimnetz an eine dritte Person weiterzugeben, die Sie eventuell nicht so gut kennen oder die nicht Ihr volles Vertrauen hat. Durch die Netztrennung haben über das Gast-WLAN angemeldete Benutzer nicht gleich Zugriff auf Ihr komplettes Netzwerk mit allen verbundenen Geräten. Im Hauptnetzwerk freigegebene Rechner, Datenspeicher und Drucker bleiben den Besuchern ebenso verborgen wie der Zugriff auf die Konfigurationsebene der Fritzbox.

Weiterer Vorteil des Gast-WLANs: Besuchern wird der Zugriff auf Ihr WLAN nur gewährt, wenn diese den Nutzungsbedingungen zustimmen, die Sie optional in der Fritzbox hinterlegt haben. Dazu erscheint beim Aufruf des Browsers einmalig pro Surfsitzung eine Vorschaltseite, die der Gast bestätigen muss, um Internetzugang zu erhalten. Ohne Bestätigung ist kein Surfen möglich. Die entsprechende Einstelloption im Bedienmenü heißt „Anmeldung am Gastzugang nur nach Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen gestatten“. Somit kommen Sie als Anschlussinhaber – Stichwort Störerhaftung – Ihrer rechtlichen Hinweispflicht nach.

Wenn Sie zusätzlich noch „Protokoll der An-und Abmeldungen der Geräte per E-Mail versenden“ aktivieren, informiert Sie die Fritzbox über alle relevanten Aktivitäten im Gastnetz. Interessant ist außerdem noch der Schalter „Internetanwendungen beschränken: Nur Surfen und Mailen erlaubt“, mit dem Sie den Gastzugang auf den Aufruf von Webseiten und das Versenden von Mails beschränken können.

Tipp: Mit dem unter „Gastzugang“ angezeigten QR-Code (der sich per Rechtsklick im Browser speichern lässt) können Gäste die WLAN-Zugangsdaten automatisch auf ihr Smartphone oder Tablet übernehmen und sparen sich dadurch eine manuelle Eingabe. Voraussetzung ist eine auf dem entsprechenden Mobilgerät installierte QR-Code-Reader-App.

Belohnung für brave Kids: Gute Taten können Sie ab sofort mit einem „Ticket“ honorieren, das die Online-Zeit Ihres Nachwuchses um jeweils 45 Minuten verlängert.
Vergrößern Belohnung für brave Kids: Gute Taten können Sie ab sofort mit einem „Ticket“ honorieren, das die Online-Zeit Ihres Nachwuchses um jeweils 45 Minuten verlängert.

9. Vereinfachte Störungsanalyse mit Fritz-OS 6.5

Eine Neuerung der Fritzbox-Firmware 6.5 ist die verbesserte Fehlererkennung und Problemanalyse. So signalisiert Ihnen eine rot leuchtende Info-LED etwa eine Störung der Netzanbindung oder Internet-Telefonie. Ein Blick auf die Fritzbox-Bedienoberfläche unter „Übersicht“ zeigt detailliertere Angaben über die mögliche Ursache der Störung an. Zusätzliche Hinweise auf eventuelle Problembereiche liefert Ihnen auch die Funktionsdiagnose unter „Diagnose -> Funktionen“. Was der Diagnose-Check leistet, erfahren Sie im Kasten „So nutzen Sie die neue Funktionsdiagnose“.

Fritzbox-Hacks: Versteckte Funktionen freischalten

10. Ausfallsicherheit: Bei DSL-Störung automatisch Mobilfunk nutzen

Fritzboxen mit USB-Buchse bieten schon lange die Möglichkeit, einen UMTS- oder LTE-Stick anzuschließen, um darüber online gehen zu können. Bisher musste der Nutzer eine der beiden Betriebsmodi – DSL oder Mobilfunk – manuell auswählen. Nun gibt es unter „Internet -> Mobilfunk“ die zusätzliche Option „Mobilfunkverbindung automatisch aktivieren, wenn die DSL-Verbindung unterbrochen wird“. Der Navigationspunkt „Mobilfunk“ wird übrigens nur angezeigt, wenn tatsächlich ein Mobilfunk-Stick angeschlossen ist.

Wenn Sie IP-Telefonie nutzen, lässt sich weiter unten auf der Seite festlegen, dass im Störungsfall auch der Telefonverkehr über die Datenverbindung des Mobilfunk-Sticks laufen soll. Das funktioniert aber nur dann, wenn das von Ihnen verwendete Handynetz beziehungsweise Ihr Tarif VoIP (Voice over IP) auch zulässt.

Zu beachten ist, dass eine Mobilfunkverbindung im Gegensatz zu einer DSL-Leitung einige Einschränkungen aufweist, etwa die quasi überall übliche Bandbreiten-Drosselung nach einem bestimmten Volumenverbrauch im Monat.

Nie wieder offline: Im Falle einer DSL-Störung baut die Fritzbox auf Wunsch eine Internetverbindung über einen angeschlossenen UMTS- oder LTE-Stick auf.
Vergrößern Nie wieder offline: Im Falle einer DSL-Störung baut die Fritzbox auf Wunsch eine Internetverbindung über einen angeschlossenen UMTS- oder LTE-Stick auf.

11. Für Experten: Lokalen DNS-Server und DHCP-Server verwenden

Jedes Gerät im Netzwerk muss eine IP-Adresse besitzen, um mit anderen Geräten kommunizieren zu können. Sofern Sie keine besondere Auswahl treffen, kümmert sich die Fritzbox automatisch darum. Dazu verfügt sie über einen DHCP-Server, der Geräten auf Anfrage automatisch eine IP-Adresse zuweist. Vielleicht zählen Sie zu den Experten, die diese Aufgabe lieber von einem anderen Gerät übernehmen lassen wollen? Beispielsweise besitzen die NAS-Speicher von Synology ja ebenfalls einen optional aktivierbaren DHCP-Server. Da es idealerweise pro Netzwerk nur einen davon geben sollte, macht es in diesem Fall Sinn, den DHCP-Server der Fritzbox abzuschalten.

Nur für Profis, die wissen, was sie tun: In diesem Dialog deaktivieren Sie den DHCP-Server und legen einen internen DNS-Server fest.
Vergrößern Nur für Profis, die wissen, was sie tun: In diesem Dialog deaktivieren Sie den DHCP-Server und legen einen internen DNS-Server fest.

Das gilt sinngemäß auch für die Nutzung des DNS-Servers (Domain Name System), der alphanumerische Internetadressen wie www.pcwelt.de in IP-Adressen übersetzt. Üblicherweise legt Ihr Internetanbieter beim Verbindungsaufbau fest, welcher DNS-Server Ihre Anfragen beantwortet. Es gibt aber durchaus Gründe, die für den Einsatz eines eigenen Servers oder eines abweichenden externen Servers sprechen. Nicht zuletzt auch die Geschwindigkeit, mit der die Anfragen beantwortet werden. Die Einstellungen für den DHCP-Server finden Sie unter „Heimnetzumgebung -> Netzwerkeinstellungen -> IPv4-Adressen“, die für externe DNS-Server unter „Internet -> Zugangsdaten -> DNS-Server“. Neu hinzugekommen ist die Option, unter „Heimnetzumgebung -> Netzwerkeinstellungen“ alternativ einen eigenen DNS-Server innerhalb des lokalen Netzes zu definieren.

Über den Befehl „Diagnose ->Funktionen ->Starten“ in Fritz-OS 6.5 können Sie die Einstellungen Ihres Routers überprüfen lassen. Die Funktionsdiagnose dauert rund zwei Minuten, durchläuft verschiedene Prüfbereiche und liefert einen Überblick über den derzeitigen Zustand Ihrer Fritzbox, des Heimnetzwerks und der Internetanbindung. Sie erfahren unter anderem Details zur Fritzbox (Produktname und Firmwareversion), zu den aktivierten WLAN-Frequenzbändern, den verbundenen WLAN-Geräten, den Sicherheitseinstellungen sowie der Anzahl verbundener DECT-Schnurlosgeräte. Weitere Angaben betreffen die Anzahl angeschlossener USB-Speicherlaufwerke nebst ihren Partitionen sowie USB-Drucker, eine Liste der im Router hinterlegten Telefonnummern, die Gesamtzahl der Geräte im Heimnetz und Verbindungsdetails zum WLAN-oder DSL-Anschluss. Außerdem können Sie die Belegung der LAN-Ports und die zugehörigen Leistungseinstellungen ablesen.

Grüne Häkchen vor den jeweiligen Punkten signalisieren „alles in Ordnung“, kritische Fehlermeldungen sind durch ein rotes „X“ hervorgehoben und wichtige Informationen kennzeichnet die Fritzbox mit einem blauen Achtung-Symbol. Den Diagnosereport können Sie als Textdatei speichern oder per E-Mail versenden.

0 Kommentare zu diesem Artikel

PC-WELT Marktplatz

2096506