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Fritz-OS-Laborversionen auf Fritzbox einspielen

30.03.2021 | 13:01 Uhr |

Wer bereits jetzt wissen will, was die Fritzbox künftig können wird, installiert einfach eine Labor-Firmware für seinen Router. Das ist nicht kompliziert und schnell erledigt. Auch für ausgesuchte WLAN-Repeater stehen Vorabversionen der kommenden Firmware zur Verfügung.

Die Labor-Version einer Fritzbox-Firmware lohnt sich für Anwender die neue Routerfunktionen sofort ausprobieren und nicht zur kommenden Releaseversion warten möchten. Sie dürfen aber keine Scheu davor haben, eine Vorabversion der als Fritz- OS bezeichneten Firmware auf ihrer Fritzbox einzuspielen. Diese Vorabversionen von Fritz-OS stehen vor allem für die weit verbreiteten VDSL-Modelle 7490, 7530, 7530 AX und 7590, die Kabelmodelle 6490, 6590/6591 und 6660, die LTE-Router 6890 und 6850 sowie das Modell Fritzbox 5530 Fiber für Glasfaseranschlüsse zur Verfügung. Seit einiger Zeit werden auch Laborversionen für die WLAN-Repeater 3000 und 2400 angeboten. Ein Exot ist die Fritzbox 4040, die als WLAN-Router fungiert. 

Der Unterschied zwischen Serien- und Labor- Firmware: Letztere hat nicht alle Schritte der AVM-Qualitätssicherung durchlaufen, sodass im täglichen Betrieb Fehler auftreten können. Dafür umfassen Labor-Firmwares zusätzliche Funktionen sowie interessante Neuerungen, die den Umgang mit der Fritzbox deutlich vereinfachen.

Labor-Firmware laden und auf dem Gerät manuell installieren

Da es über die Konfigurationsmaske der Fritzbox nicht möglich ist, eine installierte Serien-Firmware durch die Labor-Variante zu ersetzen, muss das erstmalige Einspielen auf manuellem Wege erfolgen.

Läuft bereits eine Labor-Firmware auf der Fritzbox, können Sie das Update auch über die Konfigurationsoberfläche durchführen. Bevor Sie eine Labor-Firmware einspielen, müssen Sie die Fritzbox auf die aktuelle Serien-Firmware updaten. Eine Labor-Firmware bekommen Sie auf http://avm.de/fritzlabor/ . Klicken Sie bei Ihrem Gerät auf „Zum Labor“. In diesem Kurzworkshop zeigen wir die Installation anhand der Fritzbox 7590. Bei einem anderen Modell funktioniert es genauso.

Auf der folgenden Webseite informiert Sie AVM im Bereich „Leistungsmerkmale auf einen Blick“ über die Neuerungen und Verbesserungen, die diese Version der Labor-Firmware auszeichnen. Gleichzeitig macht Sie der Hersteller darauf aufmerksam, dass diese Labor-Firmware nicht für Fritzboxen geeignet ist, die von Internetprovidern zur Verfügung gestellt werden. Diese Informationen sind so wichtig, dass Sie den Download der Labor-Firmware erst beginnen können, wenn Sie die Option „Ja, ich habe die Informationen gelesen und möchte den Download starten.“ markieren. Klicken Sie anschließend auf den blauen Button „Download starten“ und laden Sie die rund 64 MByte große ZIP-Datei auf Ihren PC herunter. Wechseln Sie zum Speicherverzeichnis und entpacken Sie das Archiv, das einige Dateien enthält: Die Labor-Firmware erkennen Sie an der Dateiendung „.image“. Bei der EXE-Datei handelt es sich um das Recovery-Image, das Sie nur benötigen, wenn Sie die Serien-Firmware wieder auf Ihrer Fritzbox einspielen möchten. Und in den TXT-Dateien finden Sie Infos zu den Neuerungen und der Wiederherstellung – jeweils in deutscher und englischer Sprache. Zum Einspielen der Labor-Firmware öffnen Sie im Browser die Konfigurationsoberfläche der Fritzbox, geben das Kennwort ein und klicken Sie auf „Anmelden“.

Beachten Sie vor der Installation: Die Laborversionen haben Betastatus. Sie wurde von AVM vor der Veröffentlichung in Standardumgebungen getestet. Unter Umständen kann es zu Fehlfunktionen kommen.
Vergrößern Beachten Sie vor der Installation: Die Laborversionen haben Betastatus. Sie wurde von AVM vor der Veröffentlichung in Standardumgebungen getestet. Unter Umständen kann es zu Fehlfunktionen kommen.

Dann klicken Sie von der Startseite ausgehend der Reihe nach auf „System –› Update –› FRITZ!OS-Datei“. Geben Sie ein „Kennwort“ ein, klicken Sie auf „Einstellungen sichern“ und speichern Sie die aktuelle Konfiguration. Nach einem Klick auf „Durchsuchen“ geben Sie den Pfad zur soeben entpackten „.image“-Datei ein und schließen den Dialog mit „Öffnen“. Klicken Sie auf „Update starten“, um die Labor-Firmware auf Ihrer Fritzbox zu installieren. Die Aktualisierung dauert wenige Minuten. Hat alles geklappt, startet die Fritzbox automatisch neu und Sie können sich anmelden.

Nach dem Neustart der Fritzbox und der erfolgreichen Aktualisierung auf eine neue Fritz-OS-Version blendet der Router ein Hinweisfenster ein. Sie können darüber direkt einen Blick auf die neuen Funktionen werfen und Feedback geben. Klicken Sie auf die blaue Schaltfläche „Neue Funktionen“, werden die wichtigsten Neuerungen angezeigt. Über Klicks auf die Pfeilspitzen nach rechts und links scrollen Sie durch die Ansichten. Der Link „Mehr erfahren“ führt Sie bei den jeweiligen Neuerungen zu den Infowebseiten bei AVM mit weiterführenden Details. Haben Sie einen Fehler in der Labor-Firmware entdeckt, geben Sie den Entwicklern entsprechendes Feedback.

Nutzen Sie erstmalig eine Laborversion auf der Fritzbox, muss sie manuell eingespielt werden. Updates der Labor-Firmware installiert der Router künftig automatisch, sofern die entsprechende Option eingeschaltet ist.
Vergrößern Nutzen Sie erstmalig eine Laborversion auf der Fritzbox, muss sie manuell eingespielt werden. Updates der Labor-Firmware installiert der Router künftig automatisch, sofern die entsprechende Option eingeschaltet ist.

Labor-Firmware für die WLAN-Repeater 2400 und 3000

Auf den Labor-Webseiten von AVM werden auch Vorabversionen für WLAN-Repeater angeboten. Laden Sie das ZIP-Archiv und entpacken Sie es. Die Installation ist schnell erledigt. Falls Sie die IP-Adresse des Repeaters in Ihrem Heimnetzwerk kennen, rufen Sie die Oberfläche direkt nach Eingabe der URL auf. Ansonsten gehen Sie den Umweg über die Fritzbox und klicken in der Mesh-Übersicht auf den Link des Repeater.

Melden Sie sich am Repeater an und gehen Sie zu „System –› Update –› FRITZ!OS-Datei“. Wählen Sie die Labor-Firmware aus und klicken Sie danach auf „Update starten“. Die Firmware wird auf den Fritz Repeater übertragen. Anschließend startet er neu. Es kann einige Minuten dauern, bis der Repeater wieder erreichbar ist.

Über die Fritzbox werden verfügbare Updates angezeigt. Auf Wunsch werden die Aktualisierungen automatisch geladen. Sie brauchen sich um nichts zu kümmern.

Neuerungen und Optimierungen

Auch für WLAN-Repeater gibt es eine Labor-Firmware. Die Version wird oben rechts im Fenster eingeblendet. Idealerweise nutzen Sie auch auf der Fritzbox eine Laborversion, um von allen Optimierungen zu profitieren.
Vergrößern Auch für WLAN-Repeater gibt es eine Labor-Firmware. Die Version wird oben rechts im Fenster eingeblendet. Idealerweise nutzen Sie auch auf der Fritzbox eine Laborversion, um von allen Optimierungen zu profitieren.

Mit den Laborversionen bring AVM nicht nur neue Funktionen wie die Priorisierung von Anwendungen im Homeoffice, ein Journal für versendete und empfangene Faxe sowie Smart-Home-Vorlagen. Ebenso kommen zahlreiche Verbesserungen und Fehlerbeseitigungen auf Fritzboxen und WLAN-Repeater. Eine umfassende Übersicht zu den einzelnen Versionen gibt es hier

Eventuell beheben Sie mit einer Labor-Firmware einen Fehler im Heimnetzwerk und sorgen für mehr Tempo und Stabilität. Ein Test ist die Laborversion allemal wert.

Apps aus dem Labor

Neben neuer Firmware für Fritzboxen und WLAN-Repeater gibt es bei AVM auch Betaversionen der Fritz-Apps für Android-Smartphones und iPhones. Die Apps werden laufend aktualisiert und erhalten dabei regelmäßig neue Funktionen.

Android: Öffnen Sie diese Webseite auf dem Smartphone beziehungsweise Tablet. Zum Redaktionsschluss angeboten werden Betaversionen von MyFritzApp , FritzApp WLAN , FritzApp Fon , FritzApp TV und FritzApp Smart Home . Zur Installation gehen Sie wie folgt vor: Wählen Sie die gewünschte App aus der Liste aus, indem Sie auf den blau eingefärbten App-Namen tippen. Es öffnet sich jeweils die Seite zur Testversion. Tippen Sie dort auf die blaue Schaltfläche „Tester werden“. Falls Sie die Release-Version der App schon installiert haben, erhalten Sie über den Google Play Store ein Update auf die Beta. Das kann unter Umständen einige Zeit dauern. Bei Verfügbarkeit tippen Sie „Aktualisieren“. Ist die betreffende App noch nicht auf dem Gerät installiert, lässt Sie sich herunterladen und einrichten.

Bei ersten Start der Beta-App erhalten Sie eine Übersicht der Versionen mit den jeweiligen Änderungen. Danach lässt sich die App wie gewohnt nutzen.

Auf einem Android-Smartphone beziehungsweise Tablet melden Sie sich zum Betatest an und laden die Laborversionen der FritzApps aus dem Google Play Store. Verfügbare Updates werden automatisch installiert.
Vergrößern Auf einem Android-Smartphone beziehungsweise Tablet melden Sie sich zum Betatest an und laden die Laborversionen der FritzApps aus dem Google Play Store. Verfügbare Updates werden automatisch installiert.

Sie wollen das Testprogramm beenden und zur öffentlichen Version der App wechseln? Kein Problem: Deinstallieren Sie die Betaversion im Play Store. Ihr Konto wird in dem Zug aus dem Betatestprogramm von AVM entfernt. Im Anschluss wird die aktuelle Release-Version der App installiert. Eventuell dauert es einige Stunden, bis Sie die öffentliche Version der App herunterladen und installieren können.

iPhone & iPad: Auch als Besitzer eines iPhone oder iPad werden Sie Betatester der FritzApps und können die neuesten Vorabversionen ausprobieren. Dazu nutzt Apple seine eigene Anwendung TestFlight. Mit ihr lassen sich noch in der Entwicklung befindliche Anwendungen über Quellen außerhalb des App-Stores von Apple installieren und testen. Beachten Sie jedoch: Die Teilnehmerzahl ist seitens der TestFlight-Plattform begrenzt, eine Teilnahme am Betatest kann nicht garantiert werden. Sie erhalten dann eine entsprechende Meldung.

Im ersten Schritt installieren Sie die Test- Flight-App von Apple im App-Store. Dann rufen Sie die Seite https://avm.de/fritzlabor/ fritzapp-labor-fuer-ios/ im Safari-Browser auf Ihrem iPhone oder iPad auf. Wählen Sie jetzt die gewünschte App aus der Liste aus. Zum Redaktionsschluss verfügbar sind Betaversionen von MyFritzApp, FritzApp WLAN, FritzApp Fon, FritzApp TV und FritzApp Smart Home.

Auf dem iPhone und iPad läuft die Erstinstallation der Betas über die TestFlight-App von Apple.
Vergrößern Auf dem iPhone und iPad läuft die Erstinstallation der Betas über die TestFlight-App von Apple.

Nach der Auswahl öffnet sich die Seite zur Testversion der ausgewählten App. Tippen Sie dort auf „Fortfahren“ und akzeptieren Sie anschließend die TestFlight-Nutzungsbedingungen. Danach steht für Sie immer die neueste Beta-Version über die Test- Flight-App von Apple bereit und Sie können die im TestFlight befindlichen FritzApps installieren und aktualisieren.

Für den Wechsel von der Laborversion zur aktuell verfügbaren Release-Version einer App verlassen Sie den TestFlight. Installieren Sie die App dann neu im App-Store. Alle Daten und Einstellungen bleiben beim Wechsel erhalten.

LesetippFritz OS 7.25 ist da: Smart Home, WLAN und Home Office im Fokus

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