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Fremde Federn: Das kann teuer werden

08.02.2006 | 10:14 Uhr | Birgit Götz

Wer sich ohne Erlaubnis mit fremden Federn schmückt, muss zahlen. Das passierte beispielsweise Homepage-Inhabern, die Stadtplanausschnitte für Anfahrtsbeschreibungen in ihre Website eingebunden hatten. Solche Dateien heißen häufig Anfahrt.jpg. Über die Bildersuche von Google konnten Stadtplananbieter daher die Webseiten-Betreiber ausfindig machen, die ihr Urheberrecht verletzt hatten. Pro Bild wurde eine Lizenzgebühr von bis zu 1000 Euro fällig.

Wenn Sie aus Texten zitieren, sind nach § 51 Urheberrechtsgesetz kurze Textstellen – etwa zwei bis drei Sätze – mit Quellenangabe erlaubt.

Rechtlich nicht völlig geklärt ist das Bildzitat, also das Veröffentlichen von Teilen einer urheberrechtlich geschützten Abbildung. Holen Sie sich vorsichtshalber das Einverständnis des Urhebers.

Umstritten, vermutlich aber eher nicht erlaubt ist es, Teile eines Musikstücks oder eines Films sozusagen als Zitat zu publizieren.

Nicht veröffentlichen dürfen Sie den Inhalt privater Mails, die nicht von Ihnen stammen, sowie private oder intime Diskussionsbeiträge in Foren.

Außerdem hat jeder Mensch gemäß § 22 Kunsturhebergesetz das Recht am eigenen Bild. Das gilt auch, wenn Sie von Ihnen gemachte Fotos auf Ihre Homepage stellen. Ausnahmen sind Personen in einer Menschenmenge, Personen, die eher zufällig neben Gebäuden oder in Landschaften stehen sowie Personen der Zeitgeschichte. Andere unfreiwillige „Models“ könnten auf Unterlassung und Schadenersatz klagen. Nach § 33 Kunsturhebergesetz könnte eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem
Jahr drohen.

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