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Freigaben für andere Betriebssysteme

14.05.2013 | 07:09 Uhr | Hermann Apfelböck

Für ältere Windows-Systeme oder für Linux bieten Windows-7- oder Windows-8-Rechner weiterhin die klassische Freigabe auf Benutzerebene, problemlos auch neben einer bestehenden Heimnetzgruppe: Nach Rechtsklick auf einen Ordner und „Eigenschaften, Freigabe, Erweiterte Freigabe“ erscheint der alte Freigabedialog. Hier müssen Sie nach „Diesen Ordner freigeben“ einen Namen für das Netzwerk vergeben und dann die „Berechtigungen“ definieren. Beachten Sie hier, dass die Freigabe für „Jeder“ nur alle definierten Konten des Rechners meint. Beim LAN-Zugriff müssen also Name und Passwort eines Kontos eingegeben werden.

Streaming mit dem Windows Media Player

Streaming-Server für Me- dien: Die Mediensammlung, die Sie im gesamten Netz- werk bereitstellen möchten, definieren Sie am Server-PC direkt im Windows Media Player. Ohne diese Aktion übernimmt der Player einfach die Windows-Bibliotheken.
Vergrößern Streaming-Server für Me- dien: Die Mediensammlung, die Sie im gesamten Netz- werk bereitstellen möchten, definieren Sie am Server-PC direkt im Windows Media Player. Ohne diese Aktion übernimmt der Player einfach die Windows-Bibliotheken.

Wer auf einem PC im Netzwerk eine große Audio-/Video-/Bilder-Sammlung besitzt, möchte diese im Heimnetz am besten auf allen Geräten nutzen. Die Heimnetzfreigabe oder Freigabe auf Kontoebene ist die eine Option, die für Medien komfortablere Alternative ist ein Streaming-Server: Hier sind die Medien im Netz nicht als Dateiobjekt verfügbar, sondern nur als Stream abspielbar. Um Benutzerrechte müssen Sie sich hier nicht kümmern, und für schicke medientypische Kategorien sorgt der Server (Interpret, Album etc.). Als Medien-Server brauchen Sie unter Windows 7 und 8 nur den Windows Media Player 12 – keine externe Software, keine Heimnetzgruppe, keine sonstige Freigaben. Es muss sich nur um ein privates Netzwerk handeln (siehe oben).
1. Starten Sie den Windows Media Player und klicken Sie auf „Streamen, Automatische Wiedergabe der Medien durch Geräte zulassen“.

Bilder, Musik und Videos im Heimnetz

Kleiner Exkurs: Mit der weiteren Option „Streamen, Remotesteuerung des Players zulassen“ können Sie außerdem den umgekehrten Weg erlauben, nämlich dass ein entfernter Rechner Videos und Musik an diesen PC zum Abspielen schickt (Push). Diese Option können Sie auch auf Windows-PCs aktivieren, die zwar keine Medien-Server sind, aber gute Wiedergabe-Hardware besitzen. Alle Geräte, an die Sie Musik schicken können, erscheinen im Windows Media Player und im Windows-Explorer, wenn Sie „Wiedergeben auf“ wählen.

2. Nun teilen Sie dem Windows Media Player mit, welche Medien er im Netz anbieten soll: Standardmäßig sind das die Audio-, Video- und Bilddateien aus den Windows-Bibliotheken. Über „Organisieren, Bibliotheken verwalten, Musik“ (oder „Videos“) können Sie direkt über den Media Player Ordner hinzufügen oder herausnehmen. Beachten Sie, dass Sie damit die Windows-Bibliotheken verändern und dass umgekehrt Änderungen der Windows-Bibliotheken über den Explorer die Medienbibliothek des Players verändern.

3. Danach brauchen Sie Geduld: Das Schreiben der Medienbibliothek mit allen Metadaten kann dauern. Zugriffsversuche von anderen Geräten vor Abschluss der Medienbibliothek sind ergebnislos. Nach unserer Erfahrung sollten Sie dem PC, der als Medien-Server dient, eine feste IP zuweisen (siehe Kasten „Neue IP-Adresse und konstante IP-Adresse“). Starten Sie nach der gesamten Aktion den PC neu.

Neue IP-Adresse und konstante IP-Adresse

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4. Der Medien-Server sollte nun auf allen Geräten sichtbar sein: in einem Windows Media Player unter „Andere Medienbibliotheken“, in der Musik-App von Windows 8 unter „Computer“, auf einem Smart-TV oder Smartphone bei der Quellenauswahl als „Windows Media Server“. Die Geräte im LAN können dann Medien auswählen und abspielen. Auf dem Server muss der Windows Media Player nicht laufen – das Streamen besorgt ein Hintergrunddienst.

Zugriff auf FTP-Server

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