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Fotos mit Picasa verwalten und organisieren

24.01.2011 | 13:32 Uhr | Arne Arnold

Zu den empfehlenswerten Verwaltungsprogrammen für Fotos am PC zählt Picasa von Google. Sein Importassistent zum Einlesen der Fotos startet in der Standardkonfiguration automatisch. Beim Kopieren der Fotos auf den Computer hilft Picasa durch das Erkennen von Duplikaten: Fotos, die sich bereits auf dem PC befinden, lässt das Programm in der Kamera. Das ist für alle praktisch, die ihre Bilder zur Sicherheit nicht immer sofort von der Kamera löschen, sondern erst dann, wenn sie am PC bearbeitet und dann zusätzlich gesichert wurden.
Wichtig: Bei der Installation von Picasa fragt der Assistent nach einigen Einstellungen. Deaktivieren Sie hier das Auswahlfeld bei „Anonyme Nutzerstatistik an Google senden“, wenn Sie keine Daten über die Nutzung des Programms und der vorhandenen Fotos an Google weitergeben wollen. Nachträglich lässt sich die Einstellung über „Extras, Optionen, Allgemein“ abschalten.

Virtuelle Fotoalben: Picasa empfiehlt sich besonders für Computernutzer mit einer großen Fotosammlung. Denn das Programm ist pfeilschnell, wenn es ums Anzeigen und Finden von Fotos geht. Außerdem bietet Picasa viele elegante und sinnvolle Funktionen für die Organisation der eigenen Sammlung. Grundsätzlich orientiert sich Picasa an der vorhandenen Ordnerstruktur und zeigt diese im linken Bereich des Fensters an. Zusätzlich zu den realen Ordnern gibt es in Picasa virtuelle Fotoalben, in denen Sie Bilder aus verschiedenen Ordnern thematisch zusammenfassen können. Ein solches Album erstellen Sie über „Datei, Neues Album“. Es erscheint dann in der linken Seitenleiste oben. Mit der Maus ziehen Sie die gewünschten Bilder in diesen virtuellen Ordner. Oder Sie klicken mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählen dann „Zum Album hinzufügen, [Name des Albums]“.

Gesichtserkennung: Mit einer eingebauten Gesichtserkennung hilft Picasa zudem beim Zusammenstellen von Personenfotoalben. Es sucht dafür alle Fotos zusammen, auf denen eine bestimmte Person zu sehen ist, und gruppiert sie. Sobald Sie einem solchen Foto den richtigen Namen des Fotografierten zugeordnet haben, werden alle anderen Fotos automatisch entsprechend benannt. Dieser Name wird jedoch nur intern gespeichert. Die ursprünglichen Dateinamen der Fotos bleiben unverändert. Wenn Sie ein solches Foto in das Picasa Internet-Fotoalbum laden, wandert die Namensinformation standardmäßig mit und damit in den Einflussbereich von Google. Wer das aus Gründen der Privatheit nicht möchte, entfernt den Haken bei „Tools, Optionen, Namens-Tags, In Foto-Uploads einschließen“.

Bildinterne Infos: Wer Picasa clever nutzt, umgeht einen Nachteil, den fast alle anderen Bildverwaltungprogramme haben. Diese speichern in einer Datenbank, wie die Bilder organisiert sind. Darin steht etwa, in welchen virtuellen Alben welche Fotos stecken. Müssen Sie Windows neu installieren und haben zuvor keine Sicherung dieser Datenbank gemacht, sind die Infos verloren. Doch selbst wenn man die Datenbank stets sichert, hat man ein Problem: Man ist auf immer und ewig an das eine Bildverwaltungsprogramm gefesselt, wenn man mit der Organisation der Fotos nicht wieder bei null anfangen will. Mit Picasa lässt sich das Problem durch konsequentes so genanntes „Tagging“ der Fotos umgehen. „Tags“ sind Kennwörter, die Picasa direkt in die Fotodatei speichert. Die Bildqualität wird dadurch nicht beeinflusst. Eintragen können Sie solche Zusatzinfos in das Stichwortfeld der IPTC-Daten. Dieses kann von vielen anderen Bildverwaltungsprogrammen ausgelesen werden.

Und so geht’s: Markieren Sie in Picasa ein Bild, oder halten Sie die Taste Strg gedrückt, und markieren Sie dann per Maus mehrere Bilder. Ein Klick auf „Tags“ rechts unten im Programmfenster öffnet einen Bereich mit der Tag-Funktion. Darin können Sie die passenden Stichwörter eintragen. Später können Sie alle Bilder mit einem bestimmten Tag als Album anzeigen. Das geht über „Tools, Sonstiges, Tags als Album anzeigen“. Wie lange es dauert, bis das neue virtuelle Album links im Programmfenster erscheint, hängt von der Zahl der Bilder auf der Festplatte ab.

Sicherungstipp: Die Tag-Funktion macht sich auch nützlich, wenn Sie auf ein mit Picasa zusammengestelltes virtuelles Fotoalbum mit einem anderen Bildverwaltungsprogrammen zugreifen wollen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Albumnamen, und wählen Sie den Menüpunkt „Alle Bilder“. Dann vergeben Sie einen entsprechenden Tag.

Alternativen zu Picasa: Wer lieber auf eine gut gepflegte Ordnerstruktur plus schnellem Fotoanzeigeprogramm setzt, sollte sich Faststone Image Viewer oder Xnview ansehen. Mit jedem der beiden Programme blättern Sie schnell durch die Bilderordner und sehen die Bilder in einer Vorschau mit frei wählbarer Größe. Weil die Bildbetrachter die kleinen Vorschaubildchen extra speichern, erscheinen sie beim Anklicken eines Ordners fast ohne Verzögerung. Häufig aufgerufene Ordner lassen sich als Favoriten markieren und ohne Umweg öffnen. Auch beim Umbenennen der Fotodateien helfen beide Programme: Wenn Sie beim Faststone Imgae Viewer die Taste F4 drücken oder Xnview Sie „Bearbeiten, Umbenennen“ wählen die Taste F2 drücken, erhalten die Dateien automatischen den Ordnernamen plus einer fortlaufenden Zahl.

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