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Fotografieren bei wenig Licht

06.03.2008 | 15:36 Uhr | Verena Ottmann

Externer Blitz: Mit etwas Geschick kann der Fotograf das Blitzlicht so formen, dass es weicher wirkt und etwa ein Gesicht aus mehreren Richtungen ausleuchtet
Vergrößern Externer Blitz: Mit etwas Geschick kann der Fotograf das Blitzlicht so formen, dass es weicher wirkt und etwa ein Gesicht aus mehreren Richtungen ausleuchtet
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Blitzen in großen Räumen
Standesämter, Konferenzsäle und Messehallen bieten dem Fotografen oft nur miserable Lichtverhältnisse, die ohne ein leistungsfähiges Blitzgerät nicht zu meistern sind. Die Einbaublitze in digitalen Kameras sind hier wertlos – Reichweite und Blitzwinkel sind vollkommen unzureichend. Ein leistungsstarker Aufsteckblitz mit schwenkbarem Blitzkopf ist das geeignete Handwerkszeug für solche Aufgaben. Diesen Blitz sollten Sie aus dem Stegreif beherrschen, um sich voll auf die Bild Bildgestaltung konzentrieren zu können und nicht stattdessen mit den Tücken der Technik kämpfen zu müssen. Arbeiten Sie am besten immer mit der für die jeweilige Lichtsituation passenden niedrigsten Lichtempfindlichkeit, um Bildrauschen zu vermeiden. Mit einem leistungsfähigen Blitzgerät und der Programmautomatik „P“ Ihrer Digitalkamera oder den Programmen „TV“ (Blendenautomatik bei vorgewählter Belichtungszeit) sowie „AV“ (Belichtungszeitautomatik bei vom Nutzer vor gewählter Blende) meistern Sie typische Lichtsituationen. Ganz wichtig ist ein permanentes Überprüfen der Bilder, um ein Überbelichten der Motive zu vermeiden. Gerade bei sehr hohen Hell-Dunkel-Kontrasten im Raum besteht die große Gefahr, dass die Gesichter überblitzt werden. Ihr entkommen Sie, indem Sie die Belichtungskorrektur des Blitzes stufenweise herunterregeln. Auch fatal: Beim Batteriewechsel des Blitzes werden die eingestellten Korrekturwerte zurückgesetzt und müssen erneut eingestellt werden! Tipp: Um Lichtstimmungen einzufangen, schalten Sie ganz bewusst Ihren Blitz ab und machen Langzeitbelichtungen.

Um die richtigen Einstellungen zu finden, ist Probieren angesagt
Vergrößern Um die richtigen Einstellungen zu finden, ist Probieren angesagt
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Nötige Einstellungen
Wenn die Location nicht zu finster ist, stellen Sie an der Kamera eine mittlere Lichtempfindlichkeit von ISO 400 ein und wählen die Programmautomatik „P“. Schalten Sie den externen Blitz ein. Die Kamera-Automatik ermittelt von selbst Verschlusszeiten und Blende, und Sie können sich voll auf die Bildgestaltung konzentrieren. Das ist wichtig: Die Verschlusszeiten werden sich überwiegend im blitztypischen Bereich von 1/60 bis 1/90 Sekunde bewegen, was für die meisten Aufnahmesituationen erst einmal ausreichend ist. Kontrollieren Sie nach den ersten Aufnahmen sofort die Bilder auf eventuell überblitzte Gesichter. Im Normalfall werden Sie mit einem um etwa -0,5 Blendenwerte korrigierten Blitz gute Ergebnisse erzielen. Ansonsten gilt: Lieber zehn Aufnahmen zu viel als die entscheidende Aufnahme zu wenig – lösen Sie besser mehrfach aus!

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