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Firewall und Virtualisierung

07.12.2009 | 15:49 Uhr | Christian Löbering, Hermann Apfelböck, Arne Arnold

Eine Firewall blockiert ankommende Datenpakete, wenn diese nicht erwünscht sind, und kontrolliert ausgehende Sendungen. So lassen sich Angriffe von außen abwehren und Spione, die es auf den PC geschafft haben, entdecken. Ihr System können Sie besonders effektiv vor Viren schützen, wenn Sie fürs Surfen eine virtuelle Maschine einsetzen - quasi einen kostenlosen Zweit-PC. Der Schutz entsteht durch die Trennung von Surf- und Arbeits-PC.

Desktop-Firewall
Jeder Anwender ohne DSL-Router braucht eine Desktop-Firewall. Und selbst für Nutzer, die einen DSL-Router einsetzen, empfiehlt sich eine Desktop-Firewall. Der Grund: DSL-Router kontrollieren den ausgehenden Datenverkehr oft nicht oder nur mit großem Konfigurationsaufwand. Desktop-Firewalls haben viele Vor-, aber auch Nachteile. Die größte Schwäche: Die meisten kostenlosen Firewalls konfigurieren den Zugang für Anwendungen nicht selbst, sondern fragen den Anwender, ob ein Tool online gehen darf oder nicht. Einsteiger sind hierbei schnell überfordert. Trotzdem: Auf eine Desktop-Firewall sollten Sie nicht verzichten. Empfehlenswert ist der Klassiker Zone Alarm Free . Fortgeschrittene Nutzer sollten sich Comodo Firewall ansehen. Seit Ende 2008 gibt es das Tool nicht mehr einzeln, sondern nur mehr als Teil der kostenlosen, englischsprachigen Comodo Internet Security . Wie gut das integrierte Antiviren-Modul arbeitet, testen wir derzeit noch.

Mit Moka Five Player installieren Sie sich gratis einen virtuellen PC
Vergrößern Mit Moka Five Player installieren Sie sich gratis einen virtuellen PC
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Virtuelle Maschine
Für die Installation einer virtuellen Maschine empfehlen wir das englischsprachige Gratis-Tool Moka Five Player . Auf dem Surf-PC befinden sich keine persönlichen Daten. Es ist also nicht so schlimm, wenn man sich dort einen Schädling einfängt. Aber Achtung: Ihre Online-Bank etwa dürfen Sie von hier aus nicht aufrufen. Das machen Sie mit dem Arbeits-PC. Dafür brauchen Sie keinen zweiten Rechner zu kaufen, sondern setzen einfach eine Virtualisierungs-Software ein. Laden Sie Moka Five Player herunter, und installieren Sie die Software. Nach dem ersten Start lädt sich das Tool den virtuellen Standard-PC (Linux XP Desktop) automatisch herunter. Das sind rund 520 MB, also nichts für Modem-Nutzer. Abbrechen lässt sich der Vorgang über das Zahnradsymbol rechts unten und die Auswahl von "Delete". Über "Add a new LivePC" gelangen Sie auf die Website des Herstellers, wo Sie einen anderen virtuellen Rechner auswählen können. Es gibt kleinere, aber nicht schlechtere Varianten. Beliebt ist zum Beispiel der " Fearless Browser Deutsch " genannte virtuelle PC von Moka Five (circa 170 MB). Er hat den Vorteil, dass das Betriebssystem (Linux) und der Browser (Firefox) deutschsprachig sind. Allerdings ist dieses Paket nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand. Achtung: Beim Start von Fearless Browser Deutsch bringt Moka Five Player die Aufforderung, die Dateifreigabe zu konfigurieren. Das können Sie getrost ignorieren und stattdessen auf "Yes" fürs Starten der virtuellen Maschine klicken.

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