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Filme mit Format: Das optimale Format wählen

26.08.2010 | 10:15 Uhr | Benjamin Schischka

Das richtige Format wählen
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© Photolia

In einem ersten Schritt werden all die Clips aus den verschiedenen Quellen in einem Videoprojekt gesammelt. Dazu muss die Bearbeitungs-Software jedes der vorgesetzten Formate verstehen, um sie in das Projekt einzugliedern. Das wird zunehmend einfacher, da sich die Hersteller von Camcorder, Handys und Fotoapparaten vermehrt einigen wenigen Formaten zuwenden. Folgend die populärsten:

  • AVCHD: Der neue Star unter den Camcorder-Formaten. AVCHD wird bei Full-HD-Geräten verwendet, die auf Festplatte oder Flash-Speicher aufzeichnen. Das Format bietet dank des H.264-Codecs eine fantastische Qualität. Vorsicht: Noch nicht alle Videobearbeitungsprogramme verstehen sich mit diesem neuen Format.

  • HDV: Wird bei HD-Camcordern verwendet, die auf Band aufzeichnen. HDV bietet ebenfalls eine ausgezeichnete Qualität. Weil jedoch Camcorder mit Bändern langsam aussterben, ist diesem Format keine große Zukunft beschieden. Falls Sie damit arbeiten, sollten Sie darauf achten, dass die Bearbeitungs-Software das Filmmaterial direkt ab Camcorder importieren kann.

  • MP4/H.264: Gilt momentan als das Videoformat schlechthin. Es bietet eine hervorragende Qualität bei relativ geringer Datenmenge und dominiert deshalb die Videowelt. Daran wird sich in den nächsten Jahren nicht viel ändern. Das bekannte Videoportal YouTube stützt sich genauso auf H.264 wie die allmächtige Blu-ray-Disk oder zahlreiche HD-Satellitenempfänger. Kein Wunder, speichern immer mehr Kameras ihre Filme direkt in diesem Format.

  • MPEG: Das ist ein altes Format ohne Zukunft. Es kommt heute noch in Fotoapparaten und billigen Camcordern zum Einsatz. Die Qualität reicht üblicherweise nicht an Kameras heran, die mit H.264 aufzeichnen. Zudem benötigen die Filme wesentlich mehr Speicherplatz. Ungeachtet dessen ist MPEG sehr weit verbreitet und wird von fast jeder Bearbeitungs-Software verstanden.

  • AVI und QuickTime: Mit AVI- (Microsoft) und QuickTime-Dateien (Apple) stehen Sie meistens auf der richtigen Seite. Genau genommen handelt es sich bei den beiden nicht um Filmformate, sondern um Container. Diese können außer der Filmspur mehrere Tonspuren, Untertitel und im Fall von QuickTime sogar Flash-Animationen enthalten. Äußerlich ist einer solchen Datei nicht anzusehen, was in ihr steckt - doch wenn sie aus einem Camcorder oder Fotoapparat stammt, handelt es sich meistens um ein Format, das von einem handelsüblichen Videobearbeitungsprogramm verstanden wird.

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