Festplatten bieten heute so viel Platz und sind dermaßen preisgünstig, dass die Versuchung groß ist, sie als Datenendlager im Archivschrank zu verwenden. Doch dies gleich vorneweg: Weder interne noch externe Harddisks eignen sich für das langfristige Archivieren von Informationen.

Vorteile: Heute sind Festplatten von deutlich mehr als 160 Gigabyte in Desktop-PCs die Regel, in Notebooks sind 80 oder 100 GB längst keine Seltenheit sondern der Normalfall. Externe Platten für den Anschluss per USB, FireWire oder via Netzwerkkabel werden ebenfalls immer billiger.

Möchten Sie Ihren Datenbestand oder sogar das ganze System regelmäßig sichern (Backup) – also täglich oder zumindest wöchentlich –, dürfen Sie ohne Bedenken eine Festplatte verwenden. Für diesen Zweck gibt es sogar spezialisierte Software .

Nachteile: Harddisks bestehen aus mehreren Teilen – unter anderem aus den verbauten Datenträgern selbst, einem Gehäuse sowie Elektronik und Mechanik. Dies alles macht Festplatten recht empfindlich. Stürze, Erschütterungen, starke Temperaturschwankungen, hohe Betriebstemperaturen, Feuchtigkeit und starke elektromagnetische Felder mögen sie gar nicht.

In einer am PC angeschlossenen Platte sorgt die Elektronik für eine ständige Fehlerkorrektur, falls mal ein einzelnes Bit vergessen geht. Dies ist bei einer Langzeitaufbewahrung im Aktenschrank nicht möglich, Lagerschäden sind nicht ohne weiteres erkennbar. Es besteht also die Gefahr, dass die magnetisch gespeicherten Informationen mit der Zeit verloren gehen. Schon wenige unlesbare Bits machen im ungünstigsten Fall eine ganze Datei unbrauchbar. Die Platte ist dann zwar nicht zwingend kaputt, die Daten aber verloren.

In den per USB oder FireWire anschließbaren externen Harddisks stecken übrigens dieselben 3,5- oder 2,5-Zoll-Festplatten, die auch in PCs und Notebooks verbaut werden, sie haben also in etwa auch dieselben Vor- und Nachteile.

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