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Sicherer Fernzugriff aufs Heimnetz per VPN

03.03.2014 | 11:22 Uhr |

Nachdem der Router jetzt unter einer festen Adresse im Internet erreichbar ist, machen wir uns an die einzelnen Anwendungs-Szenarios. Das erste besteht darin, einen sicheren Zugriff in Ihr Heimnetz einzurichten - und zwar über die VPN-Technik (virtuelles privates Netzwerk).

Der eigene VPN-Server : Unterwegs sicher aufs Heimnetz zugreifen

Sie stülpen dabei der Internet-Verbindung, die Sie unterwegs nutzen, eine weitere Verbindung über, die verschlüsselt ist und Sie Teil Ihres Heimnetzes werden lässt. Während Sie per VPN verbunden sind, nutzen Sie beim Surfen auch die Internet-Verbindung Ihres Heimnetzes mit, sodass auch diese Daten durch den verschlüsselten Tunnel laufen. Die VPN-Verbindung können Sie also einerseits nutzen, um unterwegs Dateien mit Geräten im Heimnetz auszutauschen. Und wenn Sie über einen öffentlichen WLAN-Hotspot verbunden sind, verhindern Sie so, dass andere Nutzer Ihren Datenverkehr mitschneiden können.

Nur wenige Router, die sich an Privatanwender richten, bieten einen integrierten VPN-Server. Dazu zählen aber die meisten Fritzbox-Modelle. Ob das von Ihnen verwendete Modell dazugehört, sehen Sie, wenn Sie die neueste Firmware-Version installieren, im Konfigurationsmenü die „erweiterte Ansicht“ aktivieren und auf „Internet -> Freigaben“ klicken. Erscheint hier die Registerkarte „VPN“, erfahren Sie in der folgenden Anleitung, wie Sie den VPN-Server einrichten und nutzen. Falls nicht, oder falls Sie einen anderen Router nutzen, der keinen VPN-Server bietet, können Sie einen PC in Ihrem Heimnetz dazu machen. , der dazu dauerhaft eingeschaltet sein muss, die kostenlose VPN-Server-Software OpenVPN einrichten. Wie das unter Windows funktioniert, lesen Sie im Beitrag  OpenVPN mit Windows einrichten .

VPN-Server der Fritzbox nutzen: So geht's

Mit dem Tool „FRITZ!Box-Fernzugang einrichten“ konfigurieren Sie den integrierten VPN-Server der Fritzbox.
Vergrößern Mit dem Tool „FRITZ!Box-Fernzugang einrichten“ konfigurieren Sie den integrierten VPN-Server der Fritzbox.

Als erstes laden Sie das Programm „ FRITZ!Box-Fernzugang einrichten “ herunter. Es ist dazu gedacht, die VPN-Konfiguration festzulegen. Nachdem Sie das Tool gestartet haben, klicken Sie auf „Neu -> Fernzugang für einen Benutzer einrichten“. Im nächsten Schritt wählen Sie „Neue FRITZ!Box hinzufügen“ und anschließend „PC mit FRITZ!Fernzugang“.

Das Tool bittet Sie nun, eine E-Mail-Adresse einzugeben. Sie wird nicht auf Gültigkeit überprüft und dient im Grunde nur als Benutzername für das VPN-Konto. Einen Schritt weiter geben Sie den von Ihnen verwendeten dynamischen DNS-Domainnamen (siehe vorherige Seite) ein. Bei „IP-Netzwerk Ihrer Fritzbox angeben“ klicken Sie auf „Werkseinstellungen der FRITZ!Box für das IP-Netzwerk übernehmen“. Nur, wenn Sie Anpassungen an den IP-Einstellungen der Fritzbox vorgenommen haben, müssen Sie diese hier auch angeben. Außerdem aktivieren Sie „Alle Daten über den VPN-Tunnel senden“, damit Sie bei bestehender VPN-Verbindung die Internet-Verbindung der Fritzbox mitbenutzen können. Nachdem Sie erneut auf „Weiter“ geklickt haben, generiert das Tool die VPN-Konfigurationsdateien – wenn gewünscht auch in verschlüsselter Form.

VPN-Konfiguration in die Fritzbox importieren: Im Konfigurationsmenü der Fritzbox wechseln Sie im Bereich „Internet -> Freigaben“ auf die Registerkarte „VPN“. Über „Durchsuchen“ wählen Sie die im vorherigen Schritt generierte Konfigurationsdatei „fritzbox_*.cfg“ aus und klicken auf „VPN-Einstellungen importieren“. Ab Version 6.0 der Fritzbox-Firmware klicken Sie auf der Registerkarte „VPN“ zunächst auf „VPN-Verbindung hinzufügen“, dann auf „Eine VPN-Konfiguration aus einer vorhandenen VPN-Einstellungsdatei importieren“ und erst dann auf „Durchsuchen“.

VPN-Verbindung aufbauen: Auf den PCs, von denen Sie auf das VPN zugreifen wollen, installieren Sie das Gratis-Tool „ Fritz!Fernzugang “, das es in einer Version für Windows XP, Vista, 7 und 8 32-Bit und in einer für Windows Vista und 7 64-Bit gibt. Importieren Sie in das Tool die generierte Konfigurationsdatei „vpnuser_*.cfg“ oder „vpnuser_*.eff“ (verschlüsselte Version).

Bevor Sie mit „Fritz!Fernzugang“ von unterwegs aus die VPN-Verbindung aufbauen, prüfen Sie am besten immer auf der Web-Seite www.browsercheck.pcwelt.de , mit welcher IP-Adresse Sie momentan mit dem Internet verbunden sind. Sie finden die Angabe in der Mitte der Seite in der Zeile „Externe IP-Adresse“. Stellen Sie nun die VPN-Verbindung her und laden Sie die Seite neu. Nun sollte hier eine andere IP-Adresse stehen - nämlich die, mit der die Fritzbox verbunden ist. Ist das der Fall, hat alles funktioniert und Sie sind verschlüsselt mit Ihrem Heimnetz verbunden. Auch der Internet-Verkehr läuft nun über diese Verbindung – wie zuvor beschrieben natürlich mit maximal dem Tempo, das Ihr heimischer Anschluss im Upload hergibt.

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