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Portfreigabe: Löcher in NAT und Firewall bohren

03.03.2014 | 11:22 Uhr |

Als nächstes geht es darum, Portfreigaben einzurichten. Ein Port ist sozusagen die Erweiterung einer IP-Adresse um die Information, welcher dahinterstehende Dienst beziehungsweise welches Gerät angesprochen werden soll. Wie eingangs beschrieben, sorgen Firewall und NAT dafür, dass keine ungefragten eingehenden Verbindungen möglich, die Ports also geschlossen sind. Sie müssen den Router also anweisen, die Portnummer, auf dem der Serverdienst auf Ihrem PC oder einem anderen Netzwerkgerät Anfragen entgegennimmt, zu öffnen, und die Anfragen an das betreffende Gerät im Heimnetz weiterzuleiten. Portweiterleitungen in die Router-Konfiguration eintragen

So richten Sie in der Fritzbox eine Portweiterleitung ein.
Vergrößern So richten Sie in der Fritzbox eine Portweiterleitung ein.

Diese Funktion finden Sie bei den meisten Routern im Konfigurationsmenü unter einem Punkt, der zum Beispiel „Portfreigaben“, „Freigaben“, „Portweiterleitung“ oder ähnlich heißt. Hier definieren Sie zum einen den Port, der auf dem Router geöffnet werden soll, dann die interne IP-Adresse des betreffenden Netzwerkgeräts und den Zielport, auf dem der entsprechende Server-Dienst auf dem Gerät Anfragen entgegen nimmt. Die beiden Portangaben können im Zweifelsfall identisch sein. Möchten Sie zum Beispiel einen FTP-Server mit dem Standardport 21 betreiben (Seite xx), tragen Sie zum Beispiel zweimal „21“ ein und die IP-Adresse des Servers, zum Beispiel 192.168.1.8.

Feste interne IP-Adresse für den Server

Router merken sich normalerweise anhand der Hardware-(„MAC“-)Adresse der Netzwerkkarte, welchem Rechner sie welche IP-Adresse zugeteilt haben und weisen diese Adresse auch beim nächsten Verbinden wieder zu. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie im Routermenü für den Rechner eine feste interne Adresse vergeben.

Falls Sie dort keine solche Funktion finden, müssen Sie die Einstellung am Netzwerkgerät beziehungsweise Ihrem PC vornehmen. Unter Windows wechseln Sie dazu in die Systemsteuerung zum Element „Netzwerk- und Freigabecenter“ und klicken auf „Adaptereinstellungen ändern“. Nun klicken Sie den LAN- oder WLAN-Adapter, der mit dem Router verbunden ist, mit der rechten Maustaste an und wählen „Eigenschaften -> Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) -> Eigenschaften“.

Markieren Sie „Folgende IP-Adresse verwenden“, geben Sie unter „IP-Adresse“, „Standardgateway“ und „Bevorzugter DNS-Server“ die IP-Adresse Ihres Routers an. Im Feld „IP-Adresse“ ändern Sie die Zahl hinter dem dritten Punkt auf einen möglichst hohen Wert zwischen 200 und 252. Aus 192.168.1.1 machen Sie also zum Beispiel 192.168.1.248. Damit verringern Sie die Wahrscheinlichkeit, dass der Router die manuell gewählte Adresse auch einem anderen Netzwerkgerät zuweist und es so zu einem Adresskonflikt kommt.

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