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Fernsehen: Passende Hardware und Software

17.06.2005 | 12:28 Uhr |

Klar – Fernsehen ist auf der Wohnzimmer-Couch immer noch am schönsten. Aber TV am PC bietet Vorteile, die Sie mit der Flimmerkiste nicht haben, zum Beispiel eine bessere Bildqualität – besonders, wenn Sie ein TFT-Display einsetzen. Weitere Pluspunkte: Aufnahmen in DVD-Qualität und Timeshift. Grund genug, den PC per TV-Karte zum Fernseher aufzurüsten.

2. TV-Hardware: So sind Sie günstig auf Empfang

TV-Karten gibt es als PCI-Steckkarte zum Einbau in den PC oder als externe Box, die über USB angeschlossen wird. Wählen Sie im zweiten Fall unbedingt ein Gerät mit USB-2.0-Schnittstelle.

Je nach Art des Fernsehempfangs benötigen Sie eine analoge oder eine digitale TV-Karte. Wenn Sie Digital-TV per Satellit bekommen, brauchen Sie eine DVB-S-Karte, zum Beispiel die Technisat Skystar 2 für rund 60 Euro (Anbieter etwa: www.alternate.de ). Erhalten Sie das digitale Fernsehen per Kabel, dann müssen Sie eine DVB-C-Karte kaufen, etwa die Terratec Cinergy 1200 DVB-C ( www.terratec.de , rund 90 Euro). Wenn Sie schon in einem Gebiet mit terrestrischem Digital-TV (DVB-T) wohnen, greifen Sie zu einer DVB-T-Karte, etwa der KNC One TV-Station DVB-T ( www.kncone.de , rund 90 Euro).

Bei TV-Karten für den analogen Empfang haben Sie eine große Auswahl zu Preisen zwischen 40 und 80 Euro. Teurer sind Karten wie die Hauppauge PVR-150 ( www.hauppauge.de , rund 100 Euro), die einen Hardware-MPEG-2-Encoder besitzen. Hier übernimmt die TV-Karte das Komprimieren des Fernsehmaterials und entlastet den PC-Prozessor.

Auch Free- oder Shareware-Tools für Multimedia und Fernsehen kommen mit solchen Karten meist besser zurecht als mit Varianten ohne Encoder. Allerdings nützt der Encoder nur, wenn Sie das aufgezeichnete Material als DVD oder (S)VCD brennen wollen. Falls Sie das Videomaterial stärker komprimieren wollen – etwa per Divx oder Xvid –, muss auf jeden Fall die CPU diese Arbeit übernehmen.

Eine extra Grafikkarte sparen Sie sich mit einem All-in-Wonder-Modell mit ATI-Grafikchip, wie es zum Beispiel Club 3D ( www.club3d.de ) anbietet: Es ermöglicht TV-Empfang und taugt auch für 3D-Spiele. Der Preis liegt je nach Grafikchip bei 150 bis 550 Euro.

3. Die passende Software für den TV-Genuss

Jeder TV-Karte liegt eine Software bei, mit der Sie fernsehen, aufnehmen und mit Timeshift arbeiten können. Hier sollten Programm und Karte miteinander harmonieren. Bei den zahlreichen Free- oder Shareware-Tools müssen Sie sich auf der Website oder in der Dokumentation informieren, ob sie Ihre TV-Karte unterstützen. Eine interessante Freeware ist beispielsweise Vrecord 0.5: Das TV-Modul der Multimedia-Software TV-Central (sieht Punkt 15) lief auf unserem Test- PC mit AMD-CPU stabil, stürzte aber auf einem Intel-PC öfter ab.

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