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Fehlerspeicher analysieren: Schritt für Schritt

09.10.2012 | 09:24 Uhr |

Die VCDS-Software selbst ist klar und einfach gehalten. Sie können mit ihr den Fehlerspeicher Ihres Autos auslesen und die Einstellungen der einzelnen Fahrzeugkomponenten ändern. Letzteres ist aber nur für Profis geeignet, denn versehentlich falsche Einstellungen können die Sicherheit des Fahrzeuges beeinträchtigen. Ein versehentlich abgestellter Airbag ist lebensgefährlich. Sie sollten vor Veränderungen also wissen, was Sie tun.

Schritt 1: Für das Auslesen der Fehler wählen Sie als Nächstes „Auto-Scan“. Sie beginnen mit der Auswahl des Fahrzeugtyps. Sollten Sie sich in diesem Punkt nicht sicher sein, belassen Sie die Auswahl auf „Automatisch“. Nach dem Start sucht das Programm sämtliche Steuergeräte ab, wobei es bei einigen zu Fehlermeldungen kommt. In diesem Fall bestätigen Sie die Meldung einfach mit „OK“, und der Scan geht weiter. Wenn Sie in die „verschlossenen“ Steuergeräte Einblick erhalten wollen, sollten Sie sich registrieren lassen. Dass diese Geräte verschlossen sind, hat einen guten Grund, denn hier lassen sich sicherheitsrelevante Einstellungen ändern.

Schritt 2: Zum Schluss des Vorgangs erhalten Sie eine Liste, die Sie als Textdatei abspeichern oder ausdrucken können. Die Software erhält von den Steuergeräten nur die Fehlercodes. Sie macht daraus einen lesbaren Text, aber ohne Mechatroniker-Kenntnisse ist dieser schwer verständlich. Die Dauer des Scans richtet sich nach der Anzahl der Steuergeräte und kann eine Weile in Anspruch nehmen.

In der Steuergeräte-Auswahl lassen sich versteckte Funktionen freischalten. Beispielsweise können Sie die Follow-me-Funktion beim Licht aktivieren, die die Innenbeleuchtung und Scheinwerfer verzögert abschaltet, wenn Sie Ihr Fahrzeug verlassen.
Vergrößern In der Steuergeräte-Auswahl lassen sich versteckte Funktionen freischalten. Beispielsweise können Sie die Follow-me-Funktion beim Licht aktivieren, die die Innenbeleuchtung und Scheinwerfer verzögert abschaltet, wenn Sie Ihr Fahrzeug verlassen.

Schritt 3: Eine ausgefallene Scheinwerferlampe führt zu einer Fehlermeldung. Selbst wenn Sie die Lampe wechseln und die Signal-LED im Armaturenbrett erlischt, bleibt der Fehler in der Fehlerliste. Unter „Anwendungen“ finden Sie eine Option zum Löschen des Fehlerspeichers. Nach dem Tausch der Lampe und dem Löschen des Fehlerspeichers sind dann die Steuergeräte wieder auf null gesetzt. Der Button „Service-Rückstellung“ sollte mit Vorsicht behandelt werden, es könnten die Inspektionsintervalle durcheinandergeraten. Mit der OBD-II-Option lassen sich auch Fahrzeuge auslesen, die nicht aus der VW-Gruppe stammen. Hierzu benötigen Sie einen intelligenten Adapter, der nicht zum normalen Lieferumfang der Software gehört.

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Schritt 4: Im Gegensatz zum Auslesen der Fehlercodes ist die Veränderung der Einstellungen komplexer. Unter „Steuergeräte-Auswahl“ verbergen sich die vielen Steuergeräte, die in Ihrem Auto eingebaut sein können. Nach der Auswahl der Gruppe von Steuerungsgeräten können Sie die Einstellungen an einzelnen Einheiten vornehmen.

Hier ist Vorsicht geboten, da sich die Einstellungen nicht in einem Schritt vornehmen lassen. Die Geräte werden durch spezielle Zahlencodes gesteuert. Die Software übermittelt sie in einem Block an die jeweilige Einheit. Zum Aktivieren bestimmter Funktionen kann es nötig sein, mehrere Steuergeräte anzusprechen. Für alle anderen Funktionen wie den Transportmodus sollte man zuerst das Handbuch der Software zu Rate ziehen. Übrigens: Möchten Sie die Funktion der Software testen, bevor Sie den Adapter kaufen, können Sie sie beim Hersteller herunterladen. Weitere Informationen finden Sie auch im Vag com-Forum .

In dieser Ausgabe von Doppelklick zeigt PC-WELT-Redakteur Hans-Christian Dirscherl, mit welchem technischen Zubehör Sie Ihr Auto sinnvoll aufrüsten können - vom Luxus-Navi, über einen nachrüstbaren Bordcomputer, bis hin zur Spionage-Kamera fürs Armaturenbrett. Viel Spaß beim Anschauen.

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