69604

Das Auflegen einer Dose

23.03.2013 | 07:33 Uhr |

Auch für den Anschluss einer Dose oder eines Anschlussfeldes im Patch-Panel - im Fachjargon als Auflegen bezeichnet - ist Spezialwerkzeug erforderlich. Der oft zu hörende Ratschlag, dies mit einem kleinen Schraubenzieher zu bewältigen, führt meist direkt zu teurem Pfusch: Die Gefahr, die Dose mit dem Schraubenzieher zu beschädigen, ist groß. Außerdem kostet eine gute Netzdose meist deutlich mehr als das spezielle LSA-Auflegewerkzeug. Im Gegensatz zu der oft zu findenden Erklärung, dass LSA für "Leicht & Sicher Auflegen" stehe, bedeutet die Abkürzung "löt-, schraub- und abisolierfrei", womit auch schon die Vorteile dieser Technik beschrieben sind. Mit dem LSA-Tool ist eine Steckdose schnell angeschlossen, da die einzelnen Adern nur noch auf die Kontakte der Dose aufzulegen sind und dann mit Hilfe des Werkzeugs nach unten gedrückt werden - Abisolieren oder Schrauben entfällt.

Selbst bei sorgfältigem Arbeiten lässt sich nicht vermeiden, dass ein Patch-Kabel mal misslingt und einen Kurzschluss enthält. Eine einfache, schnelle Möglichkeit, LAN-Kabel auf ihre elektrische Funktion zu testen, ist der Anschluss an den Port eines Switches. Das andere Kabelende kommt dann in den Uplink-Port des Gerätes. Leuchten beide LEDs, ist das Kabel zumindest aus elektrischer Sicht in Ordnung. Wackelkontakte zeigen sich schnell, wenn die LEDs für den Link-Status an beiden Enden einer Verbindung kontrolliert werden. Meist leuchtet in solchen Fällen nur eine LED. Eine andere Option zum Schnelltest einer LAN-Verbindung verbirgt sich im BIOS vieler PCs. Viele Chipsätze beinhalten von Haus aus einen einfachen Kabeltester.

Liegt der Fehler allerdings im Hochfrequenzbereich - Störungen treten nur bei höheren Geschwindigkeiten auf -, dann hilft nur noch der Griff zu einem guten Kabeltester.

PC-WELT Marktplatz

69604