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SSD-Cache beschleunigt PC spürbar

19.09.2012 | 09:09 Uhr | Thorsten Eggeling

Smart Response bringt eine deutliche Steigerung der Transferrate beim Lesen. Links ist der Benchmark der Festplatte ohne Cache abgebildet, rechts mit Cache.
Vergrößern Smart Response bringt eine deutliche Steigerung der Transferrate beim Lesen. Links ist der Benchmark der Festplatte ohne Cache abgebildet, rechts mit Cache.

Ein SSD-Cache beschleunigt eine Festplatte etwa um den Faktor, der auch bei der Installation des Betriebssystems auf der SSD zu erwarten ist. Die Beschleunigung ist allerdings nicht sofort zu bemerken, sondern ergibt sich erst nach einem oder mehreren Starts des Betriebssystems beziehungsweise der Anwendungen. Der Cache muss erst "lernen", welche Dateien häufig benötigt werden.

Da beim Starten und Herunterfahren von Windows in etwa immer die gleichen Dateien geladen beziehungsweise auf die Festplatte geschrieben werden, ist hier der Geschwindigkeitszuwachs am deutlichsten zu sehen. Bei unseren Tests startete Windows bei aktiviertem SSD-Cache in der Regel viermal so schnell wie ohne Cache. Ähnliches gilt für Programme wie Photoshop, die bei der Initialisierung zahlreiche Module laden müssen und daher sonst entsprechend langsam einsatzbereit sind.

Die Größe des Cache-Speichers ist allerdings begrenzt. Wer also mit sehr viele unterschiedlichen Programmen arbeitet, profitiert vom Cache-Effekt weniger. Hier kann es helfen, die Cache-Größe auf den Maximalwert von 64 GB zu setzen. Bei nur knapp 20 GB ist es sonst wahrscheinlich, dass ein neu gestartetes Programm ältere Inhalte aus dem Cache verdrängt.

Bei einem Benchmark-Test mit PC Mark 7 ergab sich bei den meisten Aktionen, die intensiv von der Festplatte Gebrauch machen, eine Beschleunigung um den Faktor zwei oder drei . Beim Start von Programmen haben wir mit SSD-Cache sogar eine etwa zehnfache Steigerungsrate gemessen. Das liegt zum einen an der höheren Transferrate beim Lesen aus dem Cache-Speicher, aber auch an den deutlich kürzeren Zugriffszeiten der SSD. Im PC-Mark-Gesamtergebnis erreichte das System ohne Cache einen Wert von 3473 Punkten, mit Cache 4758 Punkte. Das ist eine Steigerung von 37 Prozent. Beim Test der Festplatten-Geschwindigkeit hat sich die Punktzahl sogar von 2159 auf 4560 Punkte mehr als verdoppelt.

Beim PC-Mark-7-Benchmark erreichte der PC mit SSD-Cache 4758 Punkte. Ohne Cache waren es nur 3473.
Vergrößern Beim PC-Mark-7-Benchmark erreichte der PC mit SSD-Cache 4758 Punkte. Ohne Cache waren es nur 3473.

Erwartungsgemäß wirkt sich der SSD-Cache nicht auf rechenintensive Operationen wie Video-Transcodierung und Bildbearbeitung aus. Hier liegen die Werte bei einem System mit und ohne Cache gleichauf. Das Gleiche gilt für die Tests der Grafikleistung. Bei DirectX-Spielen ist nur die Leistung des Grafikprozessors (GPU) entscheidend. Der SSD-Cache zeigt seine Wirkung aber hier - wie bei anderen Programmen auch - bei der Geschwindigkeit mit der ein Spiel startet.

Auch beim Web-Browser ist keine Steigerung festzustellen. Ob mit oder ohne Cache, die Geschwindigkeit beim Laden von Webseiten ist immer gleich. Das gilt auch dann, wenn mehrere Tabs im Browser geöffnet sind und darin nacheinander mehrere Webseiten geöffnet werden. Für die Geschwindigkeit ist hier eher die Leistung von Prozessor und Arbeitsspeicher ausschlaggebend.

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