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Fazit

13.10.2008 | 14:46 Uhr | Markus Pilzweger

Yahoo hat in London eine Vielzahl an Neuerungen vorgestellt, wirklich weltbewegendes war allerdings nicht zu sehen. Dass Unternehmen auf enge Vernetzung ihrer Anwender oder soziale Komponenten setzen, ist nicht neu, wird bei Yahoo aber ziemlich auf die Spitze getrieben. Interessant sind die Neuerungen im Bereich der (mobilen) Suche, letztlich müssen die Macher allerdings noch die Mammutaufgabe in Angriff nehmen, Anwender wieder von der Yahoo-Suche zu überzeugen. Searchmonkey ist wiederum keine wirkliche Neuerung, die Funktion gibt es bereits seit einigen Monaten und kann verwendet werden, doch noch müssen Anwender bei der Yahoo-Suche selbst aktiv werden und Searchmonkey für bestimmte Angebote freischalten, damit sie die verbesserten Suchergebnisse überhaupt erst sehen (mit Ausnahme von speziellen Angeboten wie Wikipedia), so dass sich der breite Einsatz für viele Websites derzeit nicht lohnt.

Für Yahoo wird das Jahr 2009 mit Sicherheit von größter Bedeutung sein. Zwar konnte man den Übernahmeversuch seitens Microsoft abwehren, doch wirklich entspannt dürfte man in den Führungsetagen nicht sein. Verpuffen die Neuerungen oder haben sie keine Auswirkung auf die Nutzerzahlen, sieht es weiter bedrohlich für Yahoo aus. Insbesondere die Suche mit dem anhängigen Werbegeschäft ist die Achillesferse. Diese versucht man nun mit der Strategie der neuen "Einstiegsseite" zu umschiffen. Denn je mehr Anwender die Yahoo-Homepage regelmäßig besuchen, desto unabhängiger wird man vom recht volatilen Suchmaschinen-Werbemarkt. Ob die Strategie aufgeht, wird sich zeigen.

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