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DirectX 10 für moderne 3D-SpieleGrafikkarteProzessorArbeitsspeicherFazit

02.04.2008 | 10:00 Uhr | Michael Schmelzle

Mit die höchsten Anforderungen an die Hardware stellen moderne 3D-Spiele. Wer die volle Grafikpracht aktueller Titel wie Crysis genießen will, braucht neben einer leistungsstarken Grafikkarte auch einen flotten Dual-Core-Prozessor und viel Arbeitsspeicher.

Damit Ihr PC fit für die 3D-Kracher 2008 ist, empfehlen wir eine Grafikkarte, die mindestens auf ATIs Grafikchip Radeon HD 3870 beziehungsweise Nvidias Grafikchip Geforce 8800 GT basiert.

Der Doppelkern-Prozessor sollte aus der Baureihe AMD Athlon 64 X2 beziehungsweise der Intel Core 2 Duo stammen und mit einer Taktfrequenz von mehr als 2 GHz arbeiten. Beim Arbeitsspeicher sind 2 GB Pflicht, empfehlenswert ist jedoch die doppelte Menge. Bei den aktuellen Speicherpreisen kosten selbst vier GB nicht die Welt: Ein für den Dual-Channel-Betrieb geprüftes Kit mit 2 x 2 GB DDR2-SDRAM bekommen Sie bereits ab 50 Euro.

Zwei bis drei Jahre alte PCs nutzen häufig noch die Grafikkartenschnittstelle AGP. Ob in Ihrem PC noch eine AGP-Karte werkelt, verrät das kostenlose Tool GPU-Z unter „Graphics Card“ in der Zeile „Bus Interface“.

Heutzutage bieten allerdings nur noch wenige Hersteller AGP-Grafikkarten an, die DirectX 10 beherrschen. Karten mit Nvidias Geforce 8 suchen Sie vergeblich, so dass für Spieler eigentlich nur Karten mit dem Grafikchip ATI Radeon HD 3850 von Club 3D, Power Color und Sapphire in Frage kommen. Kostenpunkt: ab 150 Euro.

Die meisten DirectX-10-Spiele laufen mit diesen Karten bei einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten zwar flüssig - allerdings müssen Sie dann bereits bei vielen aktuellen Titeln die Bildqualität reduzieren. Wer Crysis mit hohen Details spielen will, muss daher PCI-Express per Hauptplatinen-Austausch nachrüsten.

Hat Ihr alter PC bereits eine PCI-Express-Schnittstelle, haben Sie die freie Auswahl an Spiele-tauglichen Grafikkarten. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten Modelle mit den Grafikchips ATI Radeon HD 3870 (ab 150 Euro) und Nvidia Geforce 8800 GTS (ab 190 Euro). Allerdings verbrauchen diese Karten unter Volllast um die 100 Watt, so dass Sie unter Umständen auch ein neues, stärkeres Netzteil benötigen, das mindestens 26, besser 30 Ampere auf der 12-Volt-Schiene liefert.

Maßgeblich für Ihre Aufrüstoptionen ist zunächst einmal das Hauptplatinen-Bios. Ermitteln Sie im ersten Schritt die Modellbezeichnung der Hauptplatine, etwa mit der Freeware Sandra Light . Prüfen Sie dann auf der Website des Hauptplatinen-Herstellers, welchen Prozessor das aktuelle Bios-Update maximal unterstützt.

Vorsicht: Bei Komplettrechnern sind die Hauptplatinen meist speziell für den jeweiligen PC-Hersteller gefertigte OEM-Modelle (Original Equipment Manufacturer). Bei diesen OEM-Hauptplatinen sind viele Bios-Funktionen gesperrt, so dass Sie meist nicht die Bios-Updates des Hauptplatinen-Herstellers nutzen können, sondern auf die speziell angepassten Bios-Updates des PC-Herstellers zurückgreifen müssen.

Öffnen Sie den PC und nehmen Sie die Speichersteckplätze der Hauptplatine in Augenschein. Notieren Sie die Anzahl der freien und der bereits besetzen Steckplätze. Ermitteln Sie im zweiten Schritt den Speichertyp (DDR, DDR2) und die -Menge, etwa mit der Freeware CPU-Z über das Menü „Memory“. Gehen Sie nun, abhängig von der Gesamtspeichermenge, nach folgender Faustregel vor:

256 und 512 MB: Verschenken oder verkaufen Sie alle alten Speicherriegel, und rüsten Sie mit 2 x 1 GB respektive 2 x 2 GB nach.

1024 MB: Sind noch zwei Speichersteckplätze frei, könnten Sie diese mit 2 x 1 GB auf insgesamt 3 GB nachrüsten. Allerdings haben zahlreiche Hauptplatinen Probleme, den Arbeitsspeicher stabil anzusteuern, wenn alle vier Steckplätze nicht mit baugleichen Speicherriegeln belegt sind. Angesichts der aktuell sehr günstigen Speicherpreise raten wir Ihnen daher auch in diesem Fall, die alten Speicherriegel zu verschenken oder zu verkaufen und mit 2 x 1 GB respektive 2 x 2 GB nachzurüsten.

Müssen Sie, wie bei unserem 3 Jahre alten PC HP Pavilion w5080.de, die Hauptplatine wechseln, kommt das Upgrade-Paket auf über 400 Euro. In diesem Fall raten wir Ihnen zum Neukauf eines spieletauglichen PCs. Bei unserem 1,5 Jahre alten Eigenbau-PC kosten CPU, RAM und Grafikkarte zusammen rund 300 Euro - das Upgrade ist daher noch vertretbar.

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