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Upgrade auf Search ServerFazit

04.03.2009 | 10:01 Uhr |

Nicht wenige Anwender möchten vielleicht den Search Server in der Express-Variante testen, um danach auf die kostenpflichtige Vollversion zu wechseln. Dafür hat sich Microsoft eine intelligente und unkomplizierte Lösung einfallen lassen: Wer sich eine Lizenz für den Search Server gekauft hat, kann einfach die Installation von den Medien neu starten. Der Assistent richtet die uneingeschränkt nutzbare Fassung dann basierend auf den Vorgaben des bereits vorhandenen Search Server Express neu ein. Das ist alles, es sind keine weiteren Schritte notwendig.

Der Installer erkennt auch automatisch eine Umgebung mit Windows Sharepoint Services 3.0, die zum Search Server oder Search Server Express hochgerüstet werden kann. Dazu muss auf jeder Maschine im Sharepoint-Deployment der neue Search-Server-Installationsassistent ausgeführt werden. Zwingende Voraussetzung ist hier aber das Service Pack 1 für die Windows Sharepoint Services 3.0. Anschließend lassen sich die Systeme wie gewohnt zu einer Suchfarm verbinden oder mehrere Query Server anlegen.

Leider unterstützt Microsoft derzeit aber in keiner Weise die Übernahme von Indizes aus anderen Suchlösungen im Bereich Enterprise Search - man muss also eine komplett neue Umgebung aufbauen.

Microsoft hatte bislang keine Software für die Unternehmenssuche (Enterprise Search) im Portfolio. Nach dem Zukauf von Fast Search & Transfer und dem Ausbau der Sparte für Geschäftsanwendungen hat der Platzhirsch nun aber ein exzellentes Produkt vorgelegt: Der Microsoft Search Server 2008 ist in jedem Fall einen Blick wert. Besonders gelungen ist naturgemäß die Integration mit den Microsoft-Erzeugnissen Windows Server, IIS, SQL Server und Sharepoint. Aber auch im heterogenen Umfeld schlägt sich der Search Server wacker, die Connectors zu externen Datenquellen machen es möglich.

Die kostenlose Express-Variante bietet für begrenzte Anforderungen einen kostengünstigen Einstieg ins Thema Enterprise Search. Insgesamt hat Microsoft hier zwar eine passable Software erarbeitet, die aber dennoch die etablierten Anbieter Oracle und EMC in diesem Markt nicht verdrängen wird. Deren Produkte sind technisch noch einen Tick ausgefeilter. Vernachlässigt hat Microsoft insbesondere das Rechte-Management: Beschreibungen von Suchergebnissen können teilweise Informationen enthalten, die für den Betrachter ursprünglich nicht zugänglich sein sollten. Es bleibt also spannend, wie Microsoft und die Konkurrenz Software für Enterprise Search weiterentwickeln werden. (Computerwoche/mha)

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel der Computerwoche .

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