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Im Betrieb Fazit

Der RL-700S kann RFID-Etiketten lesen, schreiben und wiederbeschreiben. Die Lesedistanz beträgt laut Datenblatt je nach Umgebung 0 bis drei cm. Im Test war bei mehreren Etiketten bereits nach etwas mehr als 1 cm Distanz zum Lesegerät Schluss. Wer also beabsichtigt, IT-Geräte mit von außen nicht erkennbaren Etiketten zu versehen, etwa bei Druckern im Papierfach, muss sich der Begrenzungen bewusst sein. Der Drucker beherrscht auch Barcodes, so dass sich etwa bei Inventarisierungslösungen auch gemischte Ansätze aus Barcode und Daten im RFID-Tag denken lassen.

Der RL-700S findet via USB Anschluss, die Software unterstützt die gängigen Windows-Client-Systeme von 2000 bis Vista. In Sachen Datenformaten versteht die Brother-Software mit Microsoft Access, Excel sowie CSV-Dateien. Darüber hinaus stellt Brother ein bPAC genanntes SDK zur Verfügung, mit dessen Hilfe sich die Lösung in eigene Applikationen einbinden lässt. Auf einer Website hält Brother zudem Beispielanwendungen parat.

Zum Lieferumfang des Druckers gehören neben dem USB-Kabel eine Kassette mit 30-RFID-Etiketten sowie ein TZ-Band mit Standardetiketten (8 Meter).

Brother verspricht, dass die RFID-Etiketten wisch-, kratz- und wetterfest sind. Nun lässt sich dies für die im Test erstellten RFID-Etiketten nur auf den ersten Blick bestätigen, ein praxisnaher Langzeittest erfordert den entsprechenden Einsatz der bedruckten Medien. Artverwandte TZ-Bänder haben wir allerdings seit Jahren im Einsatz, auch unter Wettereinflüssen, bislang ohne erkennbare Schädigungen am Ergebnis.

Der Brother RL-700S steht mit 1070 Euro in der Preisliste. Das sind rund 600 Euro mehr als ein vergleichbarer Etikettendrucker ohne die RFID-Funktionalität. Die Einstufung des Einzelpreises der Etiketten mag von der Anwendung abhängen, für mancherlei Einsatz werden die 2,77 Euro pro Etikett als hoch erscheinen. Die Einsatzmöglichkeiten der Lösung sind zweifelsohne vielfältig. Einen leistungsfähigen Drucker für Standardetiketten bekommt man ja en passant. Brother gewährt auf das Gerät drei Jahre Garantie. (TecCommunity/mha)

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag von Malte Jeschke in der TecChannel Experten Community .

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