Channel Header
248407

Fazit: Ähnliche Namen, unterschiedliche Leistung

28.06.2013 | 21:55 Uhr |

Erwarten Sie auch von einer gleichnamigen mobilen Grafikkarte nicht die Leistung einer Desktop-Grafikkarte. Wer die absolute, kompromisslose High-End-Power will, sollte sich besser einen Desktop-Spiele-PC kaufen. Das ergibt im Hinblick auf spätere Upgrades mehr Sinn und ist auch deutlich kostengünstiger als ein ausgewiesenes Spiele-Notebook. Diese meist im 17-Zoll-Format vorliegenden Boliden haben meist mit enormen Hitzeproblemen zu kämpfen und sind alles andere als ausdauernd, was die Akkulaufzeit angeht.

Wer kompromisslose 3D-Performance will, der greift – immer noch – zum Desktop-Spiele-PC. Desktop-Grafikkarten sind und bleiben leistungsstärker.
Vergrößern Wer kompromisslose 3D-Performance will, der greift – immer noch – zum Desktop-Spiele-PC. Desktop-Grafikkarten sind und bleiben leistungsstärker.
© 2014

Gaming-Notebooks sind nur dann sinnvoll, wenn Sie zu Gunsten der dennoch gegebenen Mobilität – immerhin ist auch ein großes Gaming-Notebook wesentlich leichter auf eine LAN-Party oder zu Freunden zu transportieren als ein Spiele-PC – weniger Leistung für mehr Geld akzeptieren können.

Tipp: Lassen Sie sich nicht von großen Zahlen im Namen täuschen. Generell ist zwar beispielsweise eine Karte der 8. einer der 7. Generation überlegen, aber wenn man explizit das High-End-Modell der 7.-Generation-Karte mit dem Low-End-Modell der 8.-Generation-Karte vergleicht, ist die scheinbar neuere bessere Karte dennoch unterlegen. Informieren Sie sich lieber in Fachmagazinen oder im Web.

Wissenswertes über Grafikprozessoren
Unified Shader: Shader – traditionell Pixel- und Vertex-Shader – sind Bestandteile von Grafikchips, die für die Erzeugung der 3D-Effekte zuständig sind. Sie können beispielsweise die Farbe von Bildpunkten berechnen, geometrische Berechnungen durchführen oder Objekte dynamisch verändern. In DirectX-fähigen Grafikkarten kam noch ein Geometry-Shader hinzu. Jeder dieser Shader-Typen hatte klar umrissene Aufgaben, war quasi ein Spezialist.

Der aktuelle Trend bei modernen Grafikkarten geht aber zu so genannten Unified Shadern, die keinen Hardware-seitigen Unterschied zwischen den drei oben genannten Shader-Typen mehr kennen. Alle Unified-Shader-Einheiten eines Grafikchips können je nach Bedarf durch den Grafiktreiber gesteuert die Funktion wahrnehmen, die gerade benötigt wird.

Der Vorteil: Die Leistungsausbeute des Grafikchips ist theoretisch besser, da eine klare Limitierung wegfällt. In der Praxis kommt es natürlich darauf an, wie gut ein Spiel diese Funktion ausnutzt. Praktisch alle modernen Grafikchips (ab Nvidia Geforce 8 und ATO HD 2000) sind mit Unified Shadern ausgestattet.

GPGPU: GPGPU steht für General Purpose Computation on Graphics Processing Unit. Das bedeutet nichts anderes, als dass die in einem PC oder Notebook verbaute Grafikkarte für Berechnungen herangezogen wird, die normalerweise die CPU übernimmt.

Da Grafikkarten im Gegensatz zu CPUs keinen Verwaltungsaufwand haben, können sie mit speziellen Anwendungen auch für "echte" Arbeit verwendet werden. Besonders rechenintensive Operationen mit einem geringen Schreib-/Lese-Anteil sind für GPUs wie maßgeschneidert und können unter bestimmten Bedingungen zu einer enormen Beschleunigung von Rechenoperationen im Vergleich mit CPUs führen.

GPGPU wird hauptsächlich für nicht-fotorealistisches Rendering genutzt, das die oben formulierten Bedingungen erfüllt. Die Thematik steckt aber noch in den Kinderschuhen und ist noch ein Stück von einer weit verbreiteten Nutzung entfernt. (jp)

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
248407