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Falscher Treiber in der SYSTEM.INI?

Anforderung

Zeitaufwand

Problem: Aus unerklärlichen Gründen startet Windows nicht mehr; erst kommt das Logo, danach wird der Bildschirm schwarz. Wahrscheinliche Ursache ist ein Treiber in der SYSTEM.INI, der nicht geladen werden kann. Aber was tun, wenn Sie nicht wissen, wer der Störenfried ist und welche Einträge Sie aus welchen Abschnitten der Datei entfernen müssen, um Windows wieder zum Laufen zu bringen?

Lösung: Sie könnten nach der Methode "Versuch und Irrtum" verdächtige Einträge aus der SYSTEM.INI entfernen. Nach einer endlosen Zahl von Startversuchen wird es Ihnen auch wieder gelingen, Windows zu laden. Wenn Sie dann Schritt für Schritt wieder alle entfernten Einträge hinzufügen, werden Sie es nach Stunden des Editierens und Bootens schaffen, den störenden Treiber exakt zu bestimmen.Sie können aber eine Menge Zeit sparen, indem Sie eine "jungfräuliche" SYSTEM.INI-Datei erstellen, die alle notwendigen Einträge enthält, um Windows problemlos zu starten. Mit etwas Glück finden Sie im Windows-Verzeichnis Sicherungskopien der Systemdateien, die Sie an der Extension CLN erkennen. Wenn diese nicht vorhanden sind, etwa, weil Sie sie früher bereits gelöscht haben, helfen nur noch die folgenden Schritte weiter:Sichern Sie zuerst die vorhandene SYSTEM.INI, die neben dem störenden Eintrag auch wichtige Informationen zum Erstellen einer neuen Datei enthält.Entpacken Sie mit dem Befehl EXPAND die Datei SYSTEM.SR_ von den Installationsdisketten als SYSTEM. INI in Ihr Windows-Verzeichnis (SYSTEM.SR_ befindet sich bei Windows 3.1 auf der ersten, bei WfW 3.1 auf der dritten und bei WfW 3.11 auf der zweiten Diskette). Geben Sie also ein:C:\WINDOWS\EXPAND A:\SYSTEM.SR_ C:\WINDOWS\SYSTEM.INI

Jetzt haben Sie eine "nackte" Version der Datei, die zwar alle notwendigen Einträge, aber nicht die dazugehörigen Werte enthält. Als erfahrener Anwender könnten Sie nun die erforderlichen Einträge aus Ihrer alten SYSTEM.INI übernehmen. Sie laufen dann allerdings Gefahr, auch ungültige oder falsche Angaben zu übertragen, und das Spiel beginnt von vorn.Starten Sie statt dessen den MS-DOS-Teil des Windows-Setups, indem Sie in der Kommandozeile "Setup" eingeben. Tragen Sie die Ihrem Rechner entsprechenden Angaben in die leeren Zeilen ein, und ändern Sie bereits vorhandene Standardeinträge, falls sie von den erforderlichen Werten abweichen. Sie müssen nur noch PROGMAN. EXE in der Zeile "Shell=" im Abschnitt [Boot] eintragen und die Zeile "Taskman.exe=" entfernen. Zusätzliche Einträge sind nur erforderlich, falls Sie den 32-Bit-Plattenzugriff benötigen. Um diesen zu aktivieren, tragen Sie im Abschnitt [386Enh] drei Zeilen ein:32BitDiskAccess=ONdevice=*int13device=*wdctrlDanach ist Windows 3.1 startbereit. Anwender von WfW müssen außerdem einige Treiber und Optionen für die Netzwerkunterstützung eintragen. Ergänzen Sie unter [Boot] den Eintrag:Network.drv=wfwnet.drvWer mit WfW 3.1 arbeitet, trägt unter [386Enh] noch ein:network=vnetbios.386,vnetsup.386,vredir.386,vserver.386,vbrowse.386,vwc.386Für WfW 3.11 lautet die Zeile:network=vnetbios.386,vnetsup.386,vredir.386,vserver.386,*vwcDanach starten Sie Windows für Workgroups im Standard-Modus, ohne irgendwelche Netzwerktreiber zu laden: Starten Sie WfW 3.1 mit "win /s" oder WfW 3.11 mit "win /n". Über das Netzwerk-Symbol in der Systemsteuerung (bei WfW 3.1) oder über das Netzwerk-Setup in der Netzwerk-Gruppe (bei WfW 3.11) installieren Sie die Netzkarte. WfW 3.11 benötigt jetzt nur noch die Einträge "Computername=" und "Workgroup=" im Abschnitt [Netzwerk] der ansonsten komplett restaurierten Datei SYSTEM.INI.

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