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Sicher in der Spur

28.05.2013 | 09:16 Uhr |

„Active Lane Assist“ erfasst ab zirka 60 km/h die Markierungen auf der Fahrbahn mit einer Kamera, die vor dem Innenspiegel sitzt.
Vergrößern „Active Lane Assist“ erfasst ab zirka 60 km/h die Markierungen auf der Fahrbahn mit einer Kamera, die vor dem Innenspiegel sitzt.
© Audi

Bei der Querführung des Wagens kommen aktuell Spurhalte- und Spurwechselassistenten mit Totwinkelwarnern zum Einsatz. Auch hier erfassen Kameras und Radarsensoren im Heck den Verkehr auf bis zu 70 Meter und warnen den Fahrer, wenn sich ein Fahrzeug im toten Winkel von hinten annähert ( Audi-Video zu Side Assist ). Gewarnt wird per Warnlicht (Ford), blinkende LEDs an Außenspiegeln (Porsche) und/oder einstell- und abschaltbaren Warnton bei gesetztem Blinker. Diese Systeme stehen, je nach Marke, im Geschwindigkeitsbereich zwischen 30 bis 250 km/h zur Verfügung.

Die Spurverlassenswarnung warnt durch Lenkradvibration.
Vergrößern Die Spurverlassenswarnung warnt durch Lenkradvibration.
© BMW

Spurhaltesysteme oder Spurverlassenswarner erkennen über eine Kamera vor dem Innenspiegel oder am oberen Rand der Windschutzscheibe auf bis zu 50 Meter die Fahrstreifenmarkierungen und warnen den Fahrer durch Lenkimpulse (Audi, Ford) und/oder ein vibrierendes Lenkrad (BMW, Mercedes), bevor er die Linie ohne Blinksignal überquert. Citroen setzt als einziger auf Sitzvibration. Mittels Lenk- oder ESP-Eingriffe wird das Auto in die Fahrspur zurückgeführt. Bei Mercedes greift der Spurhalte-Assistent auch bei unbeabsichtigtem Überfahren einer unterbrochenen Linie ein, wenn die Nachbarspur belegt ist und beim Spurwechsel Kollisionsgefahr entsteht.

Bei Eingriffen sollten keine ungewöhnlichen Lenkmomente am Steuer entstehen, die von manchen Fahrern als unangenehm empfunden werden. Ein Lenkeingriff sollte einstellbar sein, so dass frühe oder späte Lenkmomente ausgewählt werden können (wie bei Audi). Komfortabel ist hier eine adaptive Fahrspurerkennung für kurvige Landstraßen, die unnötige Warnungen unterbindet und den Fahrer nicht nervt.

Fazit

Zwar sind die meisten Assistenzsysteme vernünftig abgestimmt, einiges ist aber noch nicht ausgereift. Bei der Präzision gibt es noch Verbesserungspotenzial. Dennoch ist definitiv sicher: Jedes System ist besser als gar keines. Und: Technik ersetzt nie einen aufmerksamen Fahrer. Will man in Fahrerassistenzsysteme investieren, sollte man sich in Auto-Foren im Internet oder beim ADAC schlau machen, ob das gewünschte Modell Auffälligkeiten zeigt. Einfache Einstellmöglichkeiten mit einer sinnvollen Anordnung der Bedienelemente, eine intuitive Handhabung der Systeme sowie eine klare Anzeige der Informationen müssen gewährleistet sein.

 

 

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