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Abstandsregelung

28.05.2013 | 09:16 Uhr |

Volvo V40: Aktives Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem, Spurhalte-Assistent, Driver Alert, Verkehrszeichen-Erkennung, Blind Spot Information System
Vergrößern Volvo V40: Aktives Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem, Spurhalte-Assistent, Driver Alert, Verkehrszeichen-Erkennung, Blind Spot Information System
© Volvo

Bei der Längsführung eines Pkws greifen Fahrerassistenzsysteme durch gezieltes Bremsen in das Fahrgeschehen ein. Am verbreitetsten ist dabei das Antiblockiersystem ABS, das seit 2004 meist serienmäßig in Fahrzeugen ausgeliefert wird. Es verhindert das Blockieren einzelner Räder während des Bremsvorgangs. Die Electronic Stability Control (ESC – bei vielen deutschen Herstellern auch ESP genannt) bremst einzelne Räder ab und verhindert so das Ausbrechen des Autos. ESC wird meist kombiniert mit einer Antriebsschlupfregelung (ASR) für verbessertes Anfahren und Beschleunigen.

Audis automatische Abstandsregelung “Adaptive Cruise Control”.
Vergrößern Audis automatische Abstandsregelung “Adaptive Cruise Control”.
© Audi

Automatische Abstandsregel­ung

Die Weiterentwicklung des Tempomats ist die automatische Abstandsregel­ung oder auch Adaptive Cruise Control (ACC; Audi-Video zu ACC ), zum Teil mit Stop&Go-Funktion (Audi, BMW; Mercedes, VW). Über Radar-/Lidarsensoren und Kameras (bei Lancia und Jeep mit Infrarot) im Fahrzeugbug wird der Abstand sowie der Geschwindigkeitsunterschied zum vorausfahrenden Pkw gemessen, die eigene Geschwindigkeit angepasst und der korrekte Abstand eingehalten. In der Regel wird so ein keilförmiges Feld von etwa 250 m abgedeckt, Mercedes schafft mit seiner Stereo Multi Purpose Camera sogar bis zu 500 m. Warnungen bei Unterschreitung des Abstandes erfolgen optisch und akustisch.

Mazda: Pre Crash Safety mit aktivem Bremseingriff SBS (Smart Brake Support) mit Distanzerkennung und Hinderniswarnung.
Vergrößern Mazda: Pre Crash Safety mit aktivem Bremseingriff SBS (Smart Brake Support) mit Distanzerkennung und Hinderniswarnung.
© Mazda

Das System funktioniert in der Regel bei Geschwindigkeiten zwischen 0 und 250 km/h (Audi), bei Honda zwischen 30 und 180 km/h. Erhältlich ist so ein Abstandsregelsystem als Sonderausstattung für 1.000 bis 3.500 Euro. Rein akustische Kollisionswarner sind günstiger, tragen ebenfalls zur Unfallvermeidung bei und sollten möglichst bald auch im Kleinwagensegment angeboten werden.

Notbremsassistent

Auffahrunfälle gehören zu den häufigsten Unfallarten. Durch eine frühzeitige Kollisionswarnung und selbstständige Notbremsung lassen sich Unfälle deutlich reduzieren, ja sogar vermeiden. Ein Notbremsassistent, installiert in Form eines Radarsensors in der Windschutzscheibe, tritt bei drohenden Auffahrunfällen selbst auf die Bremse. Beim neuen VW up!, Fiat Panda und 500L gehört er zur optionalen Sicherheitsausstattung.

Audis „Pre Sense“ (derzeit erhältlich ab dem Modell A3) warnt in bis zu vier Stufen vor einer Kollision und baut bis zum Crash maximal 40 km/h Geschwindigkeit ab. Nissan setzt noch eins drauf und lässt seinen Brems- und Ausweichassistenten selbständig am Hindernis vorbeilenken. Warnungen erfolgen optisch und akustisch sowie zusätzlich durch eine haptische Warnung mit Bremsruck und Teil- (BMW, Honda, Mazda) oder Vollbremsung (Mercedes, Porsche). ADAC-Tests an den Systemen von Audi, BMW, Infiniti, Mercedes, Volvo und VW ergaben, dass alle Kandidaten Auffahrunfälle signifikant entschärfen.

Am besten kam hier der Volvo V60 mit seinem „City-Safety-System“ weg, das bis 40 km/h einen Crash sogar komplett vermeidet. Die anderen Probanden bremsen unterschiedlich stark ab, was nicht automatisch hilft, Kollisionen zu vermeiden, aber zumindest Schäden vergleichsweise gering hält. Tipp: Käufer sollten darauf achten, dass der Notbremsassistent seines künftigen Pkws beim Motorstart immer aktiv und nicht dauerhaft deaktiviert ist.

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