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Fälle in denen Verbraucher Telefonrechnung "korrigieren" sollen

21.06.2002 | 11:41 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Laut der Verbraucher-Zentrale sollen in folgenden Fällen Bürger am massenhaften Zahlungsboykott teilnehmen:

* wenn sie unwissentlich auf dem PC ein "Dialer-Programm" geladen haben, dass künftige Internet-Einwahlen auf eine 0190-Nummer umleitet.

* wenn sie ein Dialer-Programm geladen haben, ohne klar und deutlich auf die Kosten hingewiesen worden zu sein.

* wenn sie kostenpflichtige Seiten aufgerufen haben, ohne vorher klar und deutlich auf die Höhe der Kosten hingewiesen worden zu sein.

Aber nicht nur den 0190-Dailern sagt die Verbraucher-Zentrale den Kampf an. Auch bei zu hohen Telefonkosten durch Anwählen per Telefon, Handy oder Fax fordern die Verbraucherschützer einen Zahlungsboykott. In folgenden Fällen sollten die Bürger auf die Zahlung verzichten beziehungsweise die entsprechenden Beträge streichen und die "korrigierte" Telefonrechnung bezahlen:

* wenn sie durch einen Vermittlungsdienst (118XY) auf eine 0190-Nummer weitergeleitet wurden, ohne dass sie zuvor über den Preis informiert wurden.

* wenn sie eine der teuren 0190-0-Nummern angerufen haben, und nun für ein Gespräch von wenigen Sekunden einen hohen Betrag wie beispielsweise 97 Euro zahlen sollen.

* wenn sie wegen eines vermeintlichen Gewinns, eines Nebenverdienstes oder eines scheinbar privaten Kontakts zu einem Rückruf oder Rückfax einer 0190-Nummer provoziert wurden, wenn diese nicht als teurer Mehrwertdienst erkennbar war.

Gleichzeitig fordert die Verbaucher-Zentrale Hamburg alle Verbraucher auf: "Wer in den letzten Monaten aus Unkenntnis oder auf Druck der Telefongesellschaft solche unberechtigten Entgelte gezahlt hat, kann diesen Betrag von einer der nächsten Telefonrechnungen abziehen."

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