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Erste Pleiten und die Suche nach einem Schuldigen

Was sich mit der ersten Kündigungswelle bereits angedeutet hatte, war wenige Wochen später Realität. Die ersten Unternehmen gingen pleite oder stellten Hals über Kopf ihr Flatrate-Angebot ein.

Funone, Sonnet und MIC verschwanden innerhalb von wenigen Wochen so schnell von der Bildfläche, wie sie zuvor aufgetaucht waren. Zum Teil geschah dies in wahren Nacht-und-Nebel-Aktionen, die Anbieter waren zum Teil ohne Kommentar von einem auf den anderen Augenblick nicht mehr zu erreichen.

Zurück blieben die Kunden, denen zum Teil noch nach Einstellung des Betriebes Gebühren vom Konto abgebucht wurden. Auch dieser Punkt sorgte bei vielen Anwendern für Ernüchterung.

Schnell wurde die Frage nach einem Schuldigen gestellt. In den meisten Fällen soll die Telekom der Grund für die Misere gewesen sein. Sie erhebt die Durchleitungsgebühren, mit denen keine günstige Flatrate finanzierbar ist.

Allerdings muss die Frage erlaubt sein, ob den Unternehmen dieser Umstand nicht schon vorher bekannt war und ob sie nicht in einigen Fällen einfach miserabel kalkuliert haben.

Auch die mangelnden Netzkapazitäten wurden ins Feld geführt. So soll die Telekom nicht dafür gesorgt haben, dass die Kunden der Anbieter ausreichend versorgt werden können.

Wie immer wird die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen.

Missbraucht die Deutsche Telekom ihre Monopol-Stellung? (PC-WELT Online, 16.10.2000)

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Erotik-Flatrate pleite (PC-WELT Online, 28.09.2000)

Funone ebenfalls über Nacht eingestellt? (PC-WELT Online, 21.09.2000)

Sonnet-Flatrate wurde abgeschaltet (PC-WELT Online, 21.09.2000)

Flatrate läuft aus (PC-WELT Online, 19.09.2000)

DUSnet-Flatrate eingestellt (PC-WELT Online, 04.09.2000)

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